Mit einer deutlichen Erhöhung seiner Pro-Kopf-Umlage will der Bund
Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden seine Finanzen in den Griff kriegen.
Der in Kassel tagende Bundesrat der Freikirche beschloss am 8. Mai, den von
den Gemeinden pro Mitglied zur Zahlung empfohlenen „Bundesmissionsbeitrag“
für das kommende Jahr um 6 Euro auf 57 Euro (+ 11,7 %) in den alten
Bundesländern und 48 Euro (+ 14,3 %) in den neuen Bundesländern zu
erhöhen. Zugleich wurde entschieden, die Umlage künftig als
„Bundesbeitrag“ zu bezeichnen. Der bisherige Begriff trage mehr zur
Verwirrung als zur Klärung bei, hieß es bei den Beratungen.
Der Kaufmännische Geschäftsführer der Freikirche, Andreas Lengwenath
(Elstal bei Berlin), begründete das Minus in Höhe von 470.000 Euro im
Jahresergebnis 2009 damit, dass 250 der 830 Gemeinden den
Bundesmissionsbeitrag nicht in voller Höhe überwiesen hätten. Nachdem der
Bund daraufhin noch vor der Bundesratstagung die Gemeinden um eine
Sonderspende in Höhe von 8 Euro pro Mitglied aufgerufen hatte, sei bisher
rund die Hälfte der erwarteten 600.000 Euro eingegangen.
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