Mit großer Bestürzung haben Verantwortliche des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden den Tod von inzwischen 21 jungen Menschen und die große Zahl von Verletzten bei der Love-Parade in Duisburg zur Kenntnis genommen.
Wenn sich der Verdacht verdichten sollte, dass politische und geschäftliche Interessen dazu geführt haben, Sicherheitsbedenken zu ignorieren, so ist das ein Skandal, der gesellschaftlich geächtet werden muss, betonte Friedrich Schneider, der Leiter der Stabstelle Kommunikation des Bundes.
Zurückzuweisen sind seines Erachtens auch Spekulationen, wie sie in einigen Veröffentlichungen zu lesen waren, es würde sich bei dieser Katatrophe um eine „Strafe Gottes“ handeln wie einst über Sodom und Gomorrha. „Wer so etwas behauptet, hat nichts begriffen von der Liebe Gottes in Jesus Christus. Außerdem sind solche Bemerkungen den Angehörigen der Opfer gegenüber äußerst zynisch und als menschenverachtend zu veruteilen.“ Aufgabe der Christen sei es viel mehr, für die betroffenen Familien und Freunde zu beten und ihnen – wo immer möglich – beizustehen.
Dankbar zeigt sich Schneider in diesem Zusammenhang für den Einsatz der Notfallseelsorger, unten denen auch der Baptistenpastor André Carouge tätig war.
Friedrich Schneider, Oldenburg
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