Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) spricht sich in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel für einen „schnellstmöglichen“ Ausstieg aus der Kernenergie aus. „Wir sind in größter Sorge, dass auch in Deutschland ein Unfall – oder ein Sabotageakt – in einem Atomkraftwerk keine Frage der Möglichkeit, sondern nur eine Frage der Zeit sind“, heißt es in dem Schreiben der VEF, das am Donnerstag veröffentlicht wurde. Das Papier beinhaltet ferner die Forderung, eine Lösung für die Endlagerung radioaktiven Mülls zu finden und „den ökologisch und ethisch sinnvollen Ausbau regenerativer Energien mit aller Kraft zu unterstützen“.
Der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) hat den offenen Brief initiiert, an dessen Erstellung mitgewirkt und ihn an alle Mitgliedsgemeinden verschickt. In einem Begleitschreiben betonten BEFG-Präsident Hartmut Riemenschneider, Generalsekretärin Regina Claas und Friedrich Schneider, Sprecher des Arbeitskreises „Evangelium und gesellschaftliche Verantwortung“, die Katastrophe in Japan sei auch eine Aufforderung an jeden Einzelnen, „im Verbrauch mit den Ressourcen dieser Erde verantwortungsvoll“ zu leben. So müsse die Forderung nach einem Ausstieg aus der Kernenergie „mit einem persönlichen Umdenken“ und „einem konsequenten persönlichen Lebensstil verbunden“ sein. Dies schließe auch den „Verzicht auf gewohnten Komfort“ ein, um Energie zu sparen.
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