Europäische Baptisten sollten führend sein im Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit und sich für Religionsfreiheit einsetzen. Das betonten der Präsident und der Generalsekretär der Europäischen Baptistischen Föderation (EBF) auf deren Ratstagung in Elstal bei Berlin.
In ihren Berichten für die Delegierten des Rates machten beide Repräsentanten deutlich, wie wichtig es hierfür sei, sich als Christen in Europa zu vernetzen.
So berichtete EBF-Präsident Hans Guderian von einer Veranstaltung in Brüssel im Mai 2012 mit dem Titel „Gemeinsam für Europa“. Diese Konferenz war von unterschiedlichen christlichen Gruppierungen vorbereitet worden. Sie habe das Ziel gehabt, so Guderian,“ in den Zeiten, in denen viele sehr negativ von Europa sprechen, etwas Positives entgegenzusetzen.“ So sollten sich die Christen auf ihre christlichen Werte besinnen und dadurch der europäischen Gemeinschaft als Hoffnungsträger dienen. Hans Guderian sagte: „Wir erbitten von Gott den Geist der Gastfreundschaft, damit wir nicht nur unsere Leute, sondern auch Minderheiten willkommen heißen. Europa sollte keine Festung sein, sondern ein Schutzraum für die, die in Not sind.“
In Moskau hatte Guderian gemeinsam mit dem Präsidenten des Baptistischen Weltbunds, John Upton, an einem Treffen mit dem Patriarchen der russisch-orthodoxen Kirche teilgenommen. Guderian sagte, er hoffe, dieses Treffen sei der Anfang von weiterführenden Gesprächen zwischen der russisch-orthodoxen Kirche und dem Baptistischen Weltbund. Diese wären wichtig und notwendig, um den Dialog zu erweitern, der zwischen Baptisten und Russisch-Orthodoxen in Russland schon seit längerem geführt wird.
Auch Generalsekretär Tony Peck wandte sich in seinem Bericht gegen Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung von Andersgläubigen. „Wir erreichen unsere muslimischen Nachbarn nicht, indem wir Angst gegen den Islam predigen“, sagte er.
Er freue sich darüber, dass viele Gemeinden innerhalb der EBF Wege gefunden hätten, in ihren Heimatländern internationale Christen in die Gemeindearbeit mit einzubeziehen.
In seinem Bericht ging Peck auch auf die Situation im Nahen Osten ein. Er sagte, die syrischen Christen wünschten sich eine Regierung, die sich dazu verpflichtet, Syrien als einen Ort zu gestalten, „an dem Menschen unterschiedlichen Glaubens miteinander in Frieden leben und sich an ihrer Religionsfreiheit erfreuen können.“
In einem Abschlussplädoyer forderte Peck die Delegierten dazu auf, sich den Herausforderungen zu stellen und sich nicht zu sehr um sich selbst zu drehen, sondern sich für andere einzusetzen. So könne man „gemeinsam als EBF das Geschenk des auferstandenen Christus feiern, der unter uns lebt und die einzige Quelle unserer Einheit ist.“
Infos & aktuelle Bildungsangebote ...
Kfm. Geschäftsführer: Dank an Gemeinden, Notwendigkeit stabiler Einnahmen
15.05.13Wie gefällt Ihnen der Internetauftritt baptisten.de? Ihre Meinung interessiert uns - schreiben Sie uns gerne! feedback(at)baptisten.de