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Pastorales Integrations- und Ausbildungs-Programm (PIAP)

Das Ziel

Pastor/-in im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland (BEFG) kann werden, wer „eine den Regelungen des Bundes entsprechende Ausbildung nachweist.“ (Ordnung zum Dienstrecht, § 4) Diese wird in der Regel durch das Studium der Evangelischen Theologie mit einem Master-Abschluss geleistet.

Für Leiter/-innen von internationalen Gruppen oder Gemeinden hat der BEFG das Pastorale Integrations- und Ausbildungs-Programm (PIAP) eingerichtet. Auf diesem Ausnahmeweg sollen sie eine theologische Grundlegung und Prägung erfahren und zugleich ihre Identifikation und Vernetzung mit dem BEFG vertiefen. Nach Abschluss des PIAP können sie die Ordination zum Pastor/zur Pastorin im BEFG beantragen.

Der Weg

Das PIAP dauert in der Regel drei Jahre und umfasst folgende Elemente:

  • Zwei Tagungen pro Jahr, bei denen Themen der Theologie und des pastoralen Dienstes präsentiert und diskutiert werden;
  • Zwei schriftliche Arbeiten pro Jahr, in denen die Teilnehmenden ihre Fähigkeit zu theologischem Denken und ihre pastoralen Kompetenzen nachweisen;
  • Teilnahme an Konferenzen und Studientagungen, bei denen neben der theologischen Prägung auch die Vernetzung und Identifikation mit dem BEFG vertieft werden kann.
  • Begleitung durch einen pastoralen Mentor in der Region, der die praktischen und persönlichen Fragen der Teilnehmenden aufgreift und sie in die regionalen Strukturen einführt.

Das PIAP wird von der Evangelisch-Freikirchlichen Akademie im Auftrag des BEFG durchgeführt und von einem Leitungsteam gestaltet. Es wird vollständig in deutscher Sprache gehalten und setzt Sprachkenntnisse auf dem Niveau B2 voraus.

Die Inhalte der Tagungen und der schriftlichen Arbeiten orientieren sich an grundlegenden Fragen der Theologie und des pastoralen Dienstes. Sie beziehen sich auf folgende Themenbereiche: Die Bibel und ihre Auslegung; Baptismus; Pastoraler Dienst; Mission; Ökumene und Religionen; Heiliger Geist und Heilung.

Der Rahmen

Die Bewerbung für das PIAP muss folgende Unterlagen enthalten:

  • Einen tabellarischen Lebenslauf mit Angaben zur Person, Ausbildung (mit Zeugnissen) und Gemeinde (Mitgliedschaft, Mitarbeit);
  • Das Empfehlungsschreiben einer Gemeinde, die zum BEFG gehört;
  • Die Bearbeitung der folgenden Fragen zur Bewerbung ins PIAP:
  1. Bitte beschreiben Sie Ihren persönlichen Glaubensweg!
  2. Welche Erfahrungen haben Sie im Dienst für die Gemeinde gemacht und warum möchten Sie Pastor/-in im BEFG werden?
  3. Was erwarten Sie vom PIAP? In welchen Bereichen brauchen oder wünschen Sie sich eine Vertiefung und Erweiterung Ihrer Kompetenzen?
  4. Lesen Sie das Kapitel 11 „Wozu Auslegung der Bibel?“ (S. 72-83) aus dem Buch „Staunen, dass Gott redet“ von Adolf Pohl (siehe Anhang).
  5. Beantworten Sie die Fragen: „Warum, wie und von wem soll die Bibel ausgelegt werden?“ Fassen Sie dafür die Erklärungen von Pohl zusammen und stellen Sie dann Ihre eigene Meinung dar!

Wenn die Bewerbungsunterlagen vollständig eingereicht sind, wird in einem Aufnahmegespräch geprüft, ob die Zulassung zum PIAP gegeben werden kann. Das Programm beginnt dann mit einer Tagung im September.

Sind die Anforderungen des Programms erfüllt (nach drei bis maximal vier Jahren) wird in einem Abschlussgespräch festgestellt, ob das Ziel des Programms erreicht worden ist. Die Teilnehmenden erhalten ein Zertifikat über den Abschluss des PIAP.

Die Bewerbung ist bis zum 30.04. eines Jahres an akademie@baptisten.de zu senden, Fragen zum PIAP können an Thomas Klammt (033234-74137) gerichtet werden.

Die Kosten

Die Kosten für das PIAP teilen sich wie folgt auf:

  • Die Teilnehmenden tragen die Kosten für die Tagungen (Unterkunft, Verpflegung, Fahrtkosten) und für ggf. benötigte Literatur und Materialien. Sie können ihre Gemeinde bitten, sich an den Kosten des PIAP zu beteiligen.
  • Der BEFG finanziert die allgemeinen Sach- und Personalkosten und die Administration des PIAP.

Hier können Sie die Informationen zum PIAP mit den Bewerbungsfragen herunterladen:


PIAP-Teilnehmer mit Abschluss

Sieben Teilnehmer absolvieren das Pastorale Integrations- und Ausbildung-Programm

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