Gemeinsam dienen wir ...

Bibelarbeit der Bundesgechäftsführung

Eine Premiere fand auf der Bundeskonferenz in Kassel statt: die erste Bibelarbeit der Konferenz am Freitagvormittag hielten die vier Leitern der Dienstbereiche des BEFG Christoph Stiba (Mission) Friedrich Schneider (Gemeindeentwicklung) Friedbert Neese (ordinierte Mitarbeiter) und Christian Rommert (Kinder und Jugend).

Als Text lag der Text aus Matthäus 9,35 – 10,4 zugrunde: Die Aussendung der 12 Jünger.

Wir gehen hin.

Den Anfang machte Christoph Stiba. Er erläuterte, dass der erste Schritt auf dem Weg zum Dienen der Satz und die Erkenntnis ist: Wir gehen hin. Wir bewegen uns auf die Menschen zu. Die erste Voraussetzung hierzu ist die Liebe zu den Menschen. Hingehen, verkündigen, lehren und heilen – das sind die vier Schritte des Programms der Jünger Jesu für die Menschen dieser Welt. Der Evangelist Matthäus berichtet, wohin Jesus gegangen ist: in die Städte und Dörfer, hin zu den Menschen.  Jesus konnte die Menschen leiden – und er konnte mit den Menschen leiden. Er konnte mit den Menschen sein – und er konnte Mensch sein. So sollen seine Nachfolger auch gesinnt sein. Gott hat einen Zug nach unten – zu den Menschen. Er sucht die Menschen auf, wo sie sind – am deutlichsten zu sehen in der Person Jesu. John Stott: „Jede echte Mission ist immer ikarnierende Mission.“ Wir treten in die Welt der Menschen ein, wie Jesus in unsere Welt eingetreten ist.
Es gelte, den Zeitgeist der Wohlfühlgemeinde verlassen – aus dem Gemeindehaus hinaus und hinein in die Häuser der Menschen zu gehen, mit denen wir leben. In Wort und Tat sollen wir die Liebe Gottes verkündigen. „Evangelisation und Diakonie küssen sich, wenn wir zu den Menschen gehen.“ Wir gehen hin. Wir sollen Menschen und Gemeinden werden, die sich investieren, die Andere aufbauen.  

Die Menschen sehen lernen

Christoph Rommert stellte besonders den Aspekt heraus, dass Jesus die Regeln nie so wichtig waren, als dass er die Menschen dabei übersehen hätte. Um der Menschen willen hat er durchaus auch die Regeln gebrochen. Was sehen wir, wenn wir unsere Gemeindehäuser verlassen? Sehen wir nur die Probleme oder auch die Möglichkeiten?
Was nehmen wir wahr und was empfinden wir dabei? Das, was uns stört - oder die Dankbarkeit über das Leben der Menschen und die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben? Für Jesus kamen die Menschen an erster Stelle. Das Sehen, das Wahrnehmen ist der zweite Schritt auf dem Weg zum Dienst.

Grenzen überwinden

Friedbert Neese betonte, dass es im dritten Schritt darum gehe, Grenzen zu überwinden. Jesus sieht hin, er lässt sich anrühren von dem, was er sieht – und das führt ihn dann zum Handeln. Er lehrt – er predigt – er heilt. In den Synagogen lehrt er. Auf den Straßen verkündigt er: Gott kommt und das bringt die Veränderung – den Anbruch des Reiches Gottes. Die Menschen heilt er, er therapiert ihre Krankheiten und seelischen Leiden. So ist Jesus unterwegs – als Einzelner aber die Leidenden sind so viele. Er stößt an seine Grenzen. Er sieht die vielen Menschen und das rührt ihn an. Und er wendet sich an seine Jünger: die Ernte steht an. Unter seinem liebenden Blick verwandelt sich die verschmachtete Herde in ein reifes Erntefeld. Jetzt ist Zeit für Verwandlung. Menschen sollen sich aufrichten können aus ihrer Verkrümmung in sich selbst. Und in dieser Sitaution wendet sich Jesus an seine Jünger. Die Aufforderung lautet nicht: krempelt die Ärmel auf und packt an. Nein, Jesus tut etwas überraschend Anderes: er fordert seine zum Gebet auf. Zum gebet dafür, dass Gott Arbeiter in die Ernte schickt. Die Jünger brauchen das Bewusstsein, dass sie von Gott in die Ernte gesandt sind. Und dann geht es nicht mehr allein um den Erfolg, sondern um die Menschen, zu denen die Mitarbeiter gesandt sind. Dass die Ernte eingebracht wird, das ist in erster Linie Gottes Sache. Unsere Aufgabe ist es, die Menschen in unserer Umgebung sehen zu lernen. Sie zu sehen mit den Augen der Liebe. Es gibt Leben in Fülle. Jesus lädt uns ein, Grenzen zu überwinden, indem wir betend, redend und heilend unterwegs sind.

Persönlich berufen

Friedrich Schneider wies darauf hin, dass Jesus die Jünger mit Namen ruft. Und das geht einmal geht über eine allgemeine Aufforderung hinaus. Alles verändert sich, wenn mein Name genannt wird. Das geschieht in vielen entscheidenden Situationen: bei der Übergabe des Abiturzeugnisses, beim Treueversprechen in der kirchlichen Trauung, bei der Taufe, aber auch in bangen Fragen bei schwerer Krankheit. In solchen Situationen  wird mein Name genannt. Da wird es persönlich - und das geht unter die Haut. So ist es auch mit der Berufung der Arbeiter in die Ernte. Da merke ich auf einmal: jetzt bin ich dran. Jetzt rede geht es nicht mehr um uns ganz allgemein – jetzt geht es um mich. Der Dienst des Bundes – das ist dann nicht mehr anonym,  sondern das ist verknüpft mit meinem Namen. Gemeindeentwicklung ist immer auch die Entwicklung des Einzelnen. Die Arbeit des Bundes – das ist meine Arbeit. Bevor wir nach dem Bund rufen und sagen, was er alles tun sollte, sollten wir uns persönlich fragen: was kann ich tun in der Bundesgemeinschaft. Es geht um mich und um Dich.
Wir können dem nicht ausweichen, dass Jesus unseren Namen nennt und sagt: ich will mein Reich bauen – und Dich brauche ich dazu.

Günter Mahler
Kassel, 7. Mai 2010

 

Powerpointpräsentation zur Bibelarbeit

Die Dienstbereiche

 

Bildungszentrum Elstal

Infos & aktuelle Bildungsangebote ...

Interaktiv

Aktuelles

Willow Creek Leitungskongress

willow.local – Bericht vom Begegnungsabend des BEFG

02.02.12
 
Es geht um mehr, als in den Himmel zu kommen

Impulstagung Mission und Forum Diakonie: Gottes Liebe unter die Menschen bringen

01.02.12
 
Referent/in für Kommunikation im GJW gesucht

Die Bundesgeschäftsstelle des GJWs in Elstal sucht zum 1. April 2012 eine engagierte ...

01.02.12
 

Termine / Veranstaltungen

16.02.12 - 18.02.12
29.02.12 , 10:30 - 16:00

Feedback

Wie gefällt Ihnen der Internetauftritt baptisten.de? Ihre Meinung interessiert uns - schreiben Sie uns gerne!