Ein Bericht von Bernd Densky

Mein Ökumenischer Kirchentag

Als Bereichsleiter der Agora für die Halle A6 habe ich fast nur aus dieser Perspektive den ÖKT mitbekommen.
In meiner Halle waren von unserem Bund vertreten die Stände:
•    Frauenwerk des BEFG – im gemeinsamen Stand des „Christinnenrates“
•    Das theologische Seminar in Elstal (Fachhochschule) gemeinsam mit der Ausbildungsstätte der Methodisten
•    Die GGE gemeinsam mit dem Arbeitskreis GGE der methodistischen Kirche
Beteiligt waren Personen aus unserem Bund bei folgenden Ständten:
•    Hilfe zum Leben Pforzheim e.V. (ein Lebensrechtsverein unter Leitung / Mitwirkung von Baptisten aus Pforzheim
•    Die ev. Allianz – Ulrich Materne
•    gemeinsamer Stand der ACK – NRW, Bayern und Deutschland

Ich habe es als äußerst positiv erlebt, dass sich schon im Vorfeld um Kooperation mit befreundeten Kirchen auf der Agora bemüht worden war und Konzepte gemeinsam umgesetzt wurden.
Direkten Einblick in das Stand–Leben hatte ich beim Stand des Christinnenrates und beim Stand der ACK’s. An beiden Ständen waren aus meiner Sicht und meinem Erleben die Vertreterinnen und Vertreter des BEFG als Partner und Mitarbeiter geachtet und integriert. Aus den Gesprächen und Begegnungen in der Agora Halle A5 ergibt sich für mich ein positives Resumee. Unsere Kirche und einzelne Personen als Vertreter unserer Kirche waren als Partner und Mitarbeiter präsent und haben dadurch geholfen in der Betreuung von Ständen innerhalb der Agora Brücken zu bauen, Beziehungen zu Vertretern anderer Kirchen neu zu knüpfen und Vertrauen aufzubauen.
 
Positv habe ich auch erlebt, dass Andrea Schneider im Eröffnungsgottesdienst mit moderiert hat. Hier fand ich das Symbol des Kreuzes mit dem Zuspruch „Damit ihr Hoffnung habt“ ein starkes Zeichen und bedauere, dass es sich nicht als „spontanes“ Symbol und Erkennungsmerkmal durch den Kirchentag durchgezogen hat.

Bei der orthodoxen Vesper „gesegnetes Brot“ hat Harald Pieneck , Herford – Mitglied des Geschäftsführenden Ausschusses der ACK – NRW, als Vertreter unserer Kirche an der liturgischen Ausgestaltung und Umsetzung mitgewirkt. Er hat sich sehr erfreut und positiv über die Zusammenarbeit mit den orthodoxen Vertretern geäußert und war überwältigt, dass über 20 000 Menschen auf dem Odeonsplatz diese Vesper miteinander gefeiert haben.

Ich selbst habe im Segensgottesdienst an der Isar am Samstag, den 15.05., 16:00 bis 17:00 Uhr die Predigt gehalten. Das Thema dieses Gottesdienstes bezog sich auf Amos 5,24: „ Es ströme das Recht wie Wasser.“ Der Gottesdienst wurde gefeiert anlässlich der zu Ende gehenden ökumenischen Dekade „zur Überwindung der Gewalt“, die noch einmal in der DonauFriedensWelle thematisiert wird, die von September 2010 bis Juli 2011 mit einer „Welle von Veranstaltungen“ durch die Anreinerländer  der Donau fließt. Näheres dazu unter www.donaufriedenswelle.eu. Der Gottesdienst bot den ca. 80 Teilnehmern in aller ÖKT–Geschäftigkeit eine Zeit der Ruhe, Besinnung und Erholung an. Die Segnung des Wassers erfolgte in diesem Gottesdienst und Leitung des griechischen Erzpriesters Malamousis, München. Der Gottesdienst insgesamt wurde vorbereitet und getragen von einem ökumenischen Arbeitskreis unter Federführung der ev.luth. Kirche in Bayern.
Als Entspannung und begeisternden Höhepunkt habe ich am Samstagabend mit dem größten Teil meiner Familie das Gospelkonzert von Gospel-train erlebt – ein Gospelchor aus Gars am Inn, der mit neuen Gospels die Menschen in der gut besuchten  Kirche St. Sebastian, München, begeisterte und durch einige wenige Zwischenmoderationen mit dem Evangelium von Jesus Christus berührte.

Mitgewirkt haben Mitglieder der Münchener BEFG-Gemeinde auch am Abend der Begegnung (die aufblasbare Kirche), als Übernachtungs-Gastgeber von ÖKT–Teilnehmern, am Stand des BEFG und natürlich selbst als Teilnehmer an den unterschiedlichsten Veranstaltungen des ÖKT. Alle, die sich eingebracht haben und die ich bisher aus meiner Gemeinde gesprochen habe, sind überwältigt von der Vielfalt des inhaltlichen Angebotes des ÖKT; und dankbar und zufrieden über eine Vielzahl äußerst positiver Gespräche und Begegnungen über die konfessionellen Grenzen hinweg. Die Stimmung war – auch wegen des Wetters – nicht so locker und unbeschwert wie beim 1.ÖKT in Berlin vor sieben Jahren. Trotzdem wurde auch dieser ÖKT als Bereicherung für das eigene und auch das gemeindliche Leben erfahren.
In München sind wir dankbar, dass dieser ÖKT bei uns stattgefunden hat und dass wir uns als Mitarbeitende und auch als Teilnehmer – aus unserer Sicht – als entgegenkommende Gastgeber erwiesen haben.

Bernd Densky, Pastor in der Christuskirche, EFG München–Perlach

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