Viele Menschen haben erfahren, wie hilfreich die unterschiedlichen Varianten systemischer Arbeit sind. Diese basiert auf der Einsicht, dass auch bei individuellen Problemen Erleichterung oft dann eintritt, wenn Beziehungen geklärt werden. Außerdem vertraut sie darauf, dass uns Intuition und Körperwahrnehmungen zu Antworten führen können, auf die wir durch Überlegen und Debattieren nicht kommen. Im Einklang mit biblischen Überzeugungen sind aus bewährten Instrumenten systemischer Beratung neue Vorgehensweisen entstanden, die für sich persönlich, in helfenden Berufen und für Beratungs- oder Seelsorgeprozesse genutzt werden können. Jeder Kurstag beinhaltet folgende Elemente: Durch unterschiedliche kreative Methoden werden Einsichten der systemischen Seelsorge für den Beziehungsalltag erfahrbar gemacht.
Die acht Themenschwerpunkte sind: Grundhaltungen systemischen Denkens | Gottes Spuren im Beziehungsnetz | Perspektiverweiterung durch Zirkularität | Leibliche und geistliche Kindschaft | Begegnung mit sich selbst | Das klare Ziel und der Veränderungsprozess | Das Gewicht des Eltern-Ehrens | Geben und Nehmen in ebenbürtigen Beziehungen Die angewandte Variante der Arbeit mit Aufstellungen versteht sich als Suche nach den Spuren der Liebe Gottes in unseren manchmal ach so schwierigen Beziehungen. Nachdem die verborgene Dynamik eines Beziehungsproblems sichtbar wird, können versöhnliche Schritte ausprobiert werden. Im Laufe der Weiterbildung hat jede/r einmal die Möglichkeit, so ein persönliches Anliegen einer Lösung näherzubringen. Zu beachten ist, dass diese Kurse nicht zur Leitung von Aufstellungsseminaren befähigen. Bezogen auf die Themenschwerpunkte und die häufigsten mitgebrachten seelsorgerlichen Anliegen lernen wir jeden Tag zwei neue Aufstellungsvarianten kennen, die zu Zweit durchgeführt werden und deshalb auch in der Einzelseelsorge oder Beratung angewandt werden können. Es werden immer wieder in kurzen Impulsen Bibeltexte mit Körperwahrnehmungen und Vorstellungsübungen nachvollzogen; so spüren wir der Liebe Gottes nach. Vielfältige Möglichkeiten der Arbeit mit Aufstellungen werden intensiv kennengelernt, die Anwendung in der Einzelberatung wird ausprobiert. Im Vordergrund steht die Selbsterfahrung im Hinblick auf die eigenen Beziehungen. Um die Effektivität des Lernens zu erhöhen, werden die theoretischen Grundlagen durch Texte vermittelt, die die TeilnehmerInnen zwischen den drei Kurseinheiten erhalten. Der Einführungskurs kann als Entscheidungshilfe genutzt werden und ist Voraussetzung für die aufbauenden Grundkurse; zugleich ist er ein Bestandteil der Weiterbildung. Wer schon sicher ist, am Grundkurs teilnehmen zu wollen, sollte sich bereits vor dem Einführungskurs dafür anmelden, um auch garantiert einen Platz zu bekommen. Diese beiden Teile des Grundkurses können nur zusammen belegt werden und sind auf 16 TeilnehmerInnen begrenzt. Weitere Informationen finden Sie unter www.isbus.net.
Dr. Dietmar Pfenninghaus
Olaf Kormannshaus
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