Dem Sterben Leben geben
unter dieser Überschrift stand ein Wochenendseminar am Bildungszentrum in Elstal, das Dr. Sigrid Leferink (Nordhorn) und Olaf Kormannshaus (Institut für Seelsorge und Psychologie) vom 4. - 6. Mai mit viel Engagement geleitet haben.
15 Teilnehmer brachten sehr verschiedene beruflichen Erfahrungen im Umgang mit Menschen und andere persönliche Geschichten mit und jeder war mit dem Wunsch gekommen dazu zu lernen, Menschen auf eine gute Art und Weise weiterzuhelfen, für Menschen kompetenter da zu sein, denen der Tod unmittelbar bevor steht, sowie auch für die Angehörigen der betroffenen Person.
Mit einem Zitat „Die Endlichkeit macht unser Leben dringlich“ (Helmut Dorra) begannen wir am Freitagabend, um dann zu fragen: „Werden wir geboren, um durch’s Leben zu hetzen?“
Mir persönlich wurde nochmal bewusst, dass wir im Heute leben und nicht Morgen. Heute brauchen Menschen um uns herum Hilfe, nicht morgen. Und: Heute leben wir.
Was bedeutet also Sterbebegleitung heute für die zu versorgende Person, für die Angehörigen und für mich selber? Worauf ist zu achten? Die Internistin und Fachärztin für Palliativmedizin Dr. Sigrid Leferink vermittelte grundlegende medizinische Informationen zum Sterbeprozess und ließ uns an ihren Erfahrungen aus in der Sterbebegleitung teilhaben. Und selbstverständlich war Raum für die vielen Fragen der Teilnehmer, die sich im Lauf des Seminars ergaben.
Außerdem wird uns wohl alle eine Frage noch weiter verfolgen: WAs ist mit dem "Sterben in Würde" gemeint? Was ist Würde? Dieses Thema würde bestimmt ein neues Wochenende, wenn nicht noch mehr Zeit, einfordern.
Abend- und Morgenandachten rundeten die Themen ab und gaben die Möglichkeit, Gott in Liedern und Gebeten anzubeten.
Und eins haben wir alle, meine ich, gelernt. Wir werden immer wieder vor neuen Herausforderungen stehen. Jeder von uns bekam wertvolle Anstöße, um weiter suchen zu können, suchen nach den individuellen Bedürfnissen von uns Menschen und suchen nach optimalen Lösungen, ihnen in Liebe zu begegnen. Und letzten Endes Gott zu vertrauen, unsere Zeit ist in seinen Händen. (Nadine Krebs)
Teilnehmerstimmen:
Als Lebende über das Sterben nachdenken, das ist eine fruchtbare Sache.
Die lebens- und praxisnahen Referate waren sehr hilfreich und machten Mut, sich auf den Weg der Begleitung zu begeben.
Danke für neue Impulse und die Vermittlung von Wichtigem, aber auch der spürbaren Gegenwart Gottes, der Raum gegeben wird.
Ich bin dankbar und froh, in Elstal diese Seminare besuchen zu können bzw. dafür, dass sie hier angeboten werden.
Marion Zeschky, Wetter-Grundschöttel
„Es liegt und brennt mir auf der Seele, meinen Grund zur Freude an Sie weiterzugeben. Ich bin seit Samstag zertifizierte Seniorenbegleiterin, wow!. Das ist für mich und alle, die an dem Kurs in Hagen teilgenommen haben, toll.
Für die unterschiedlichsten Einsatzmöglichkeiten in der Begleitung von Senioren haben wir durch die Vermittlung der Inhalte des Kurses sehr wertvolles Rüstzeug an die Hand bekommen.“
Teilnehmerin des Grundkurses Seniorenbegleitung im Oktober/November 2010
Claudia Primke, Dortmund
„Obwohl ich bereits viele Jahre Diakonische Arbeit ehrenamtlich ausübe, war ich überrascht über die Fülle von Aspekten und Anregungen, die ich erhalten habe. Das Seminar war hochprofessionell und hat meine (nicht geringen) Erwartungen noch bei weitem übertroffen. Besonders die praktischen Ansätze, die Irmgard Neese uns vermittelt hat, sind absolut praxistauglich und eine wirkliche Bereicherung für die Qualität unserer Arbeit hier vor Ort in der Christuskirche, Dortmund.“
Teilnehmerin des Grundkurses Seniorenbegleitung im Oktober/November 2010

Endlich war ich auch in Elstal.... zum Chorleiterseminar!
Seit Jahren wollte ich den Chorleiterkurs besuchen, jetzt hat es endlich geklappt.
Und ich kann es jedem, der auch nur mit dem Gedanken spielt, sehr empfehlen, sich umgehend anzumelden und das nächste Mal dabei zu sein!
Unter der freundlichen, präzisen und immer geduldigen Leitung von Verena Lorenz trafen sich vom 07. - 11. Oktober achtzehn Chorleiter-Anfänger, -Fortgeschrittene und -Interessierte im Bildungszentrum in Elstal.
Martin Sellke, dem wir auch von dieser Stelle zur wiederholten Vaterschaft gratulieren, musste sich verständlicherweise vertreten lassen. Vielen Dank an die beiden Co-Referenten Annemarie und Oliver, die spontan und hochkompetent für unsere harmonische und stimmliche Bildung sowie beste pianistische Unterstützung bis in die späte Nacht sorgten!
Die bunte Mischung (von knapp 20 bis knapp 60 waren alle Altersstufen dabei) war für unsere Seminarleiter bestimmt eine Herausforderung, für mich war es eine tolle Erfahrung, so schnell ein harmonisches Miteinander zu finden!
Den Anfang machte nach dem Abendessen am Donnerstag eine gesangliche "Aufwärmrunde". Dabei zeigte sich schnell, dass unsere Stimmen auf Anhieb erfreulich gut zusammenpassten. Für jede Stimmlage fanden sich ausreichend Teilnehmer und so kam schnell große Freude am gemeinsamen Singen und Dirigieren auf!
Für die Stimmbildung und den Spaß am Einsingen sorgte Annemarie, die uns mit Anleihen aus dem Pop-, Jazz und Gospelbereich neue Ideen und den richtigen Rhythmus mit frischem Schwung vormachte und nahebrachte. So konnte und kann keinerlei Widerstand aufkommen und diesen Schwung wollten alle mit nach Hause nehmen. Ich jedenfalls bin ab sofort überzeugter denn je, dass das Einsingen Spaß machen kann!
Es folgten für die Anfänger Einheiten, in denen wir lernten, mit dem Takt nicht nur klarzukommen, wenn wir dem Dirigenten zuschauen, sondern ihn auch selbst verständlich und klar anzugeben.
Die Fortgeschrittenen konnten in der Zwischenzeit ihr Können weiter verbessern: Zitat: „Es ist nicht zu glauben, was man nach so langer Zeit noch lernen kann.“
Wie war ein Motto so schön: Der Chorleiter ist nicht zwingend "der Beste", aber er sollte unbedingt besser vorbereitet sein!
Einige hatten, diesem folgend, auch nach der Abendeinheit noch nicht genug und haben bis spät in die Nacht trainiert und weitergesungen.
Am Sonntag durften wir dann in der Gemeinde in Berlin-Staaken, verstärkt durch den ortsansässigen Chor, den Gottesdienst mit gestalten.
Die vier Mutigsten konnten die gelernten Handgriffe schon praktisch anwenden und haben dem Projektchor zum Lobe Gottes den richtigen Einsatz gegeben!
Eines lässt sich sicherlich für alle sagen: Wir haben eine gesegnete Zeit erlebt, in der wir schnell die gemeinsame Freude am Singen ergänzen durften um das Wissen, wie wir daran arbeiten können, vom Mitsänger zum Anleiter zu werden.
Dafür herzlichen Dank an unsere Seminarleiter und das Team in Elstal, das uns lecker verköstigt hat und uns bestens organisiert hat ruhen lassen.
Das nächste Chorleiterseminar in Elstal findet vom 20.-23. Oktober 2011 statt.
Dabeisein lohnt sich!
Thomas Kurzawa, München
Thomas und Rowena Pohl, Neustrelitz
"Mein Mann und ich waren das 1. Mal in Elstal und sind mit den besten Eindrücken wieder nach Hause gefahren. Über Sterben wird bekanntlich nicht gerne geredet. In unserem Seminar waren wir ein bunt gewürfeltes Team von den Berufsgruppen und vom Alter (Mitte 20 - 89) her. Durch dieses sensible Thema wurden wir mit höchster medizinischer Fachkompetenz begleitet. Frau Dr. Leferink hat eine einfühlsame und fröhliche Ausstrahlung, dass man ihr einfach nur gerne zuhörte. Viele Themen wie Begleitung Angehöriger, die Würde des Menschen, Patientenverfügung etc. besprachen wir. So manch Einer konnte persönliche Erfahrungen mit einknüpfen und auf die vielen Fragen, die gestellt wurden, blieb man nicht sitzen.
In diesem Seminar haben wir uns sehr wohl gefühlt und viele neue Aspekte gewonnen, die wir privat und beruflich gerne umsetzen wollen.
Vielen Dank an Sigrid und Olaf!"
Teilnehmer des Seminars "Dem Sterben leben geben" (ISP) im Juni 2010