Andacht zum Monatsspruch April 2013

Wie ihr nun den Herrn Christus Jesus angenommen habt, so lebt auch in ihm und seid in ihm verwurzelt und gegründet und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und seid reichlich dankbar.
(Kol  2,6+7)

Es gibt immer wieder Dinge im Leben, die scheinen uns wichtiger zu sein, als alles andere, und manche Nebensächlichkeit drängt sich ungefragt in den Vordergrund unserer Aufmerksamkeit. Aber der Monatsvers aus dem Kolosserbrief erinnert uns an das, was wirklich zählt. Er benennt den Kern unseres Glaubens, die Mitte eines christlichen Lebens. Und diese Mitte ist keine Vorstellung, keine Überzeugung, kein Prinzip, sondern eine konkrete Person. Im Zentrum unseres Glaubens steht Jesus, der Christus, der gekreuzigte und auferstandene Herr. Christ zu sein bedeutet, in Beziehung zu diesem Jesus zu leben.

In meiner Heimatgemeinde gab es einen alten Bruder, der uns Jugendliche immer fragte: „Hast du schon den Herrn Jesus lieb?“ Natürlich fanden wir diese Frage ziemlich unmöglich, aber es war seine Art und Weise uns auf das Wesentliche hinzuweisen: Unser Leben entscheidet sich an unserer Beziehung zu Jesus und an nichts sonst. Deshalb fordert uns der Monatsspruch auf, aus dieser Verbindung heraus zu leben, wie ein Baum, der in der Erde verwurzelt ist und aus ihr seine Lebenskraft zieht. Wir dürfen unser Leben in großer Dankbarkeit Jesus gegenüber gestalten. Wir dürfen uns an seinem Leben und seinen Worten ausrichten und mit den biblischen Texten darüber nachdenken, was er für uns getan hat. Daraus erwächst dann auch die Kraft für ein überzeugendes Leben in der Nachfolge Jesu.

Ralf Dziewas
Der Autor ist Professor für Diakoniewissenschaft und Sozialtheologie am Theologischen Seminar Elstal (Fachhochschule)

Osterandacht

Regina Claas über Osterfreude

Ein schmaler Pfad schlängelt sich entlang eines steilen Gebirgsmassivs. Am Horizont führt der Weg über einen tiefen Abgrund. „Der Weg“, dieses Bild des Malers Reinhard Zimmermann, ist der Ausgangspunkt einer persönlichen Osterandacht. Mehr...

Andacht zum Monatsspruch März 2013

Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden; denn ihm leben sie alle. (Lukas 20,38)

Wieder einmal wird Jesus in Frage gestellt. Aufgrund ihrer intensiven Thoragläubigkeit ist die Priesterkaste der Sadduzäer durch die traditionskritischen Lehren Jesu aufgebracht. Beim damals relativ neuen und umstrittenen Thema der Auferstehung von den Toten wollen sie Jesus stellen: Mit welchem Mann ist eine Frau in Gottes Jenseits zusammen, wenn sie auf Erden mit mehreren Männern verheiratet war?
Jesu Antwort weicht ihrem Ränkespiel aus: Gott, Tod und Leben, sagt Jesus, müsst ihr ganz anders sehen. Menschliche Kategorien spielen in Gottes Ewigkeit keine Rolle mehr. Die Ewigkeit ist nicht einfach die Fortsetzung unseres irdischen Lebens in einem schummrigen Dämmerlicht, wie die antiken Menschen damals glaubten. Alles wird neu; alles ist anders und voller Leben. Gott ist der Schöpfer und Erhalter allen Lebens. Wo Menschen ihre Beziehung zu Gott gelebt haben, wie die Erzväter Abraham, Isaak und Jakob, hat diese Beziehung in Ewigkeit Bestand. Vor Gott sind die Verstorbenen nicht einfach tot, sondern sie sind in seinem Licht. „Alles lebt IHM!“ Vor Gott hat der Tod keinen Bestand. Gott ist Leben. Alles, was wir hier und jetzt leben, das leben wir von und vor IHM. „Im Jenseits“ wird unser irdisches Leben nicht einfach fortgesetzt, sondern dort bringt ER unsere Lebensgeschichte vor IHM zum Sprechen, schmerzvoll und heilend. Unsere Identität bleibt in Gott bewahrt.
Jesus selbst ist diesen Weg vorangegangen: In seinem Leiden und Sterben stieg er in die Tiefen unseres Todes hinab, um dann doch von Gott wunderbar in das neue Leben erweckt zu werden. Diejenigen, die den Auferstandenen gesehen hatten, erkannten ihn als Jesus von Nazareth, aber der auferstandene Jesus war so anders, dass nur die ihn wirklich erkennen konnten, denen Gott die Augen des Glaubens geöffnet hat. In der Passions- und Osterzeit werden wir in die Geschichte Jesu besonders mit hineingenommen. Jesus ist als erster unseren Weg durch Tod und Auferstehung gegangen. Gott, der Vater Jesu Christi, ist Ursprung und Ziel unseres Lebens. IHM leben wir!
Michael Kißkalt

Michael Kißkalt ist Dozent für Missiologie am Theologischen Seminar Elstal (Fachhochschule) sowie Referent für Evangelisation im Dienstbereich Mission des BEFG.

Andacht zum Monatsspruch für Februar 2013

Schaue darauf, dass nicht das Licht in dir Finsternis sei.
(Lukas 11,35)

Ein rätselhafter Ausspruch des Herrn Jesus. Was ist gemeint mit dem Licht in dir, das ausgelöscht werden und also Finsternis sein kann? Einen Hinweis auf die Antwort gibt uns der Zusammenhang des Ausspruchs im Lukasevangelium. Unmittelbar voran (V. 34) steht ein Bildwort vom Auge als dem Licht des Leibes. Das Auge ist das Organ, durch das ein Mensch das Licht sehen kann. „Wenn nun dein Auge lauter ist“, heißt es weiter, „so ist dein ganzer Leib licht; wenn es aber böse ist, so ist auch dein Leib finster“.

Ob wir als Menschen im Hellen oder im Dunkeln leben müssen, hängt bekanntermaßen davon ab, ob unser Auge gesund oder blind ist. Aber indem Jesus das Auge hier als entweder „lauter“ oder „böse“ bezeichnet, kommt eine ethische und damit personhafte Ebene in das Bildwort hinein. Als Personen haben wir Menschen noch eine andere Art „Auge“; wir haben ein geistiges Organ, das entweder lauter oder böse ist und uns dementsprechend entweder ins Licht oder in die Finsternis versetzt.

Was mag dieses geistige Auge sein? Wir können hier an die Gottebenbildlichkeit des Menschen denken, die sich in seiner Vernunft und in seinem Gewissen zeigt. Dadurch dass jeder Mensch von Gott erschaffen wurde, ist er auf die Beziehung zu Gott hin angelegt. Unsere Vernunft ist das „Organ“, mit dem wir die Werke Gottes sehen und seine Worte vernehmen können. Unser Gewissen bezeugt uns Gottes Gesetz und erinnert uns an unsere Verantwortlichkeit vor ihm. Unsere Gottebenbildlichkeit ist somit das geistige „Auge“, das „Licht in uns“, durch das wir Gottes Licht aufnehmen können.

Darum mahnt Jesus jeden seiner Zuhörer: „Verschließe dich nicht dem Zeugnis Gottes in deiner Vernunft und deinem Gewissen! Du versündigst dich sonst an dem, was Gott dir geschenkt hat, und wirst blind gegenüber dem Licht, das er in mir aufleuchten lässt.“ Gott nicht zu erkennen ist schuldhafte Blindheit, für die es nur eine Rettung gibt: Jesus als der, der die Blinden sehend macht.

Uwe Swarat
Der Autor ist Professor für Systematische Theologie und Dogmengeschichte sowie Studienleiter am Theologischen Seminar Elstal (Fachhochschule).

Andachten zum Nachhören

Mit freundlicher Genehmigung verschiedener Radiosender stehen an dieser Stelle Radioandachten zum Donwloaden und Nachhören bereit. 

 

 Deutschlandfunk: „Im Angesicht meiner Feinde... Die Macht der Krankheit.“ Ein Beitrag von Andrea Schneider am 24. Februar 2013 (https://www.facebook.com/deutschlandradio.evangelisch):

Deutschlandfunk: Morgenandacht mit Pastorin Anja Neu-Illg am 29. September 2012:

Deutschlandfunk: Morgenandacht mit Pastorin Anja Neu-Illg am 27. September 2012:

Deutschlandfunk: Morgenandacht mit Pastorin Anja Neu-Illg am 26. September 2012:

Deutschlandfunk: Morgenandacht mit Pastorin Anja Neu-Illg am 25. September 2012:

Deutschlandfunk: Morgenandacht mit Pastorin Anja Neu-Illg am 24. September 2012:

Der Tod ist nicht vorgesehen (wma-Datei 2 MB)
Pastorin Anja Neu-Illg am 12. März 2012 auf NDR 90,3 (www.radiokirche.de)

Mit-Menschen gesucht (wma-Datei 1,7 MB)
Pastorin Anja Neu-Illg am 13. März 2012 auf NDR 90,3 (www.radiokirche.de)

Das Erbe der 68iger (wma-Datei 1,9 MB)
Pastorin Anja Neu-Illg am 15. März 2012 auf NDR 90,3 (www.radiokirche.de)

Glaube am Montag
Pastor Carsten Hokema am 6. Februar 2012 im Nordwestradio

Vergessene Segenswünsche - die Wunschliste
Andacht Pastor i.R. Dietrich Wook 12.7.2010 im NordWestRadio

Vergessene Segenswünsche - Herzlichen Glückwunsch
Andacht Pastor i.R. Dietrich Woock 14.7.2010 im NordWestRadio

Vergessene Segenswünsche- Gute Besserung
Andacht Pastor i.R. Dietrich Woock 15.7.2010 im NordWestRadio

Vergessene Segenswünsche - Ahoi!
Andacht Pastor i.R. Dietrich Woock 16.7.2010 im NordWestRadio

Vergessene Segenswünsche - Das Amen in der Kirche
Andacht Pastor i.R. Dietrich Woock 17.7.2010 im NordWestRadio

Hiroshima
Andacht Pastorin Anja Neu-Illg, Ev. Radio- und Fernsehkirche im NDR 90,3 (www.radiokirche.de)

Feinheiten
Andacht Pastorin Anja Neu-Illg, Ev. Radio- und Fernsehkirche im NDR 90,3 (www.radiokirche.de)

Wohlerspark
Andacht Pastorin Anja Neu-Illg, Ev. Radio- und Fernsehkirche im NDR 90,3 (www.radiokirche.de)

Valentinstag
Andacht Pastorin Anja Neu-Illg, Ev. Radio- und Fernsehkirche im NDR 90,3 (www.radiokirche.de)

Pilgerreise für Verliebte
Andacht Pastorin Anja Neu-Illg, Ev. Radio- und Fernsehkirche im NDR 90,3 (www.radiokirche.de)

Über die Liebe
Andacht Pastorin Anja Neu-Illg, Ev. Radio- und Fernsehkirche im NDR 90,3  (www.radiokirche.de)

Du stellst meine Füße auf weiten Raum (Psalm 31,9)
Andacht Pastor Carsten Hokema 25.1.2010 im NordWestRadio

Euer Herz erschrecke nicht (Johannes 14,1)
Andacht Pastor Carsten Hokema 26.1.2010 im NordWestRadio

Meine Seele ist still zu Gott, der mir hilft (Psalm 62,2)
Andacht Pastor Carsten Hokema 27.1.2010 im NordWestRadio

Geburtstag DFB - Jahrestage
Andacht Pastor Carsten Hokema 28.1.2010 im NordWestRadio

Sabbat
Andacht Pastor Carsten Hokema 29.1.2010 im NordWestRadio

Gemeinsames Festmahl
Andacht Pastor Carsten Hokema 30.1.2010 im NordWestRadio

Der Schicksalstag der Deutschen (Psalm 18,30)
Andacht Prof. Dr. Kim Strübind 9.11.2009 im Deutschlandfunk

Die Entdeckung der Weisheit (Genesis 3)
Andacht Prof. Dr. Kim Strübind 10.11.2009 im Deutschlandfunk

Vom Staunen (Psalm 8)
Andacht Prof. Dr. Kim Strübind 11.11.2009 im Deutschlandfunk

Mitleid statt Rache (2. Samuel 13)
Andacht Prof. Dr. Kim Strübind 12.11.2009 im Deutschlandfunk

Gerechtigkeit (Habakuk 2,4/Römer 1,17)
Andacht Prof. Dr. Kim Strübind 14.11.2009 im Deutschlandfunk

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