Elstaler Perspektive vom 21. August 2011
Urlaubszeit ist für mich Lesezeit – so war es auch diesen Sommer. Ich genieße es, nach Lust und Laune in Büchern zu stöbern. Meistens lese ich eine bunte Mischung aus Spannendem, intellektuell Stimulierendem und geistlich Herausforderndem. Oft bin ich dann überrascht, weil ich bei diesem nicht zweckbestimmten Lesen Impulse für mein Leben bekomme, mit denen ich gar nicht gerechnet hatte.
Seit einiger Zeit allerdings mache ich mir Sorgen um die Quellen für meinen Lesestoff. Die großen Verlagshäuser und Buchhandelsketten werden immer größer, die kleineren verschwinden vom Markt. Das explodierende Internet-Angebot tut sein Übriges. Früher wurde ich in der Abteilung Religion eines Buchladens immer fündig. Heute wende ich mich meist enttäuscht ab, weil ich nur eine Fülle esoterischer Publikationen vorfinde. Und ich höre von Kollegen aus christlichen Verlagshäusern, dass der Kampf ums finanzielle Überleben immer härter wird.
Der wirtschaftliche Druck macht es für christliche Verlage immer schwerer, Literatur mit christlichem Inhalt zu verbreiten. Das aber ist wichtig – zur Förderung des Glaubens, zur christlichen Bildung, als Materialquelle für Mitarbeitende und Lebenshilfe für Suchende. Christliche Autoren finden hier einen Markt und können gefördert werden. Es lohnt sich deshalb, christliche Verlage zu unterstützen, indem wir bei ihnen kaufen. Der J.G. Oncken-Verlag hat z.B. in der Geschichte unseres Bundes mit seinen eigenen Publikationen eine wesentliche Rolle gespielt. Auch gute säkulare Literatur kann man über den Verlag bestellen und damit gleichzeitig christliche Publikationen fördern. Büchertische und christliche Online-Versandbuchhaltungen sind eine gute Möglichkeit, sich mit Lesestoff zu versorgen. Wenn wir bewusst bei christlichen Anbietern kaufen, unterstützen wir eine gute Sache und haben selbst etwas davon.
Regina Claas
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