Immer wieder habe ich an dieser Stelle davon geschrieben, dass wir als Christen und als Gemeinde Jesu dazu berufen sind, Hoffnungsträger in unserer Welt zu sein.
Ich will heute betonen: Hoffnung ist eine Gemeinschaftserfahrung. In unserer Gesellschaft spielt der Individualismus eine große Rolle. In unserer freikirchlichen Tradition ist der persönliche Glaube an Jesus Christus und die eigene Entscheidung zur Nachfolge besonders wichtig. Da kann es leicht geschehen, dass wir die Berufung zur Hoffnung ebenfalls vereinzeln.
Dabei ist die Erfahrung von Hoffnung vor allem an Gemeinschaft geknüpft. Hoffnung ist global: Wir hoffen gemeinsam mit Menschen in unterschiedlichen Ländern, dass sich ihre Situation zum Besseren verändert. Hoffnung ist generationsübergreifend: Wir hoffen für die nachfolgenden Generationen auf eine lebenswerte Zukunft. Hoffnung überwindet jede Schranke: Wir hoffen und bangen mit anderen um Rettung aus Not. Wir setzen unsere Hoffnung darauf, dass Gott Menschen gebraucht, um Gutes zu bewirken oder Frieden zu stiften.
So sind wir auch als Bund von Gemeinden eine Gemeinschaft von Hoffnungsträgern. Wir wollen Hoffnung wecken in unserer Umgebung und in unserem Land. Dazu können wir uns gegenseitig ermutigen, indem wir einander erzählen, was Gott in unseren Gemeinden tut. Wir können unsere Wirkung vergrößern durch engere Zusammenarbeit. Klare Strukturen in Bund, Landesverbänden, aber auch in Ortsgemeinden geben dabei Sicherheit und Orientierung. Dazu dienen auch die neuen Ordnungen zum Selbstbestimmungsrecht von Gemeinden, die wir auf der BRT 2011 zu verhandeln haben. Wir sind ein Bund von Gemeinden und gemeinsam eine Körperschaft, die Hoffnung verkörpert. Es geht darum, Räume zu schaffen, in denen Menschen eine Gemeinschaft erleben, die von Hoffnung getragen ist und von der Gewissheit, dass Gott mit uns sein Ziel erreichen wird.
Regina Claas
Infos & aktuelle Bildungsangebote ...
Leitung des BEFG betont die Bedeutung von Gründungsinitiativen
18.05.12Umfassendes neues Kirchenrecht tritt im Sommer in Kraft
17.05.12Wie gefällt Ihnen der Internetauftritt baptisten.de? Ihre Meinung interessiert uns - schreiben Sie uns gerne! feedback(at)baptisten.de