Elstaler Perspektive vom 29. Mai 2011
Immer wieder begegne ich Menschen, denen Mission wichtig ist, die aber nicht wissen, wie Mission im eigenen Lebensumfeld praktisch aussehen kann. Hier können wir von Jesus Christus selbst lernen. Jesus ist Menschen im Alltag begegnet und hat sich ihnen zugewandt. Dabei hat er ihre Situation, auch ihre besondere Not, wahrgenommen und ist ihr liebevoll begegnet. Er hatte echtes Interesse an seinem Gegenüber. Deshalb half er ganz konkret: er richtete die gekrümmte Frau auf, öffnete dem Blinden die Augen, ließ den Stummen sprechen, gab der Witwe ihren toten Sohn zurück. Doch dabei blieb es nicht. Er wusste, dass diese Menschen vor allem eine liebevolle Beziehung zu Gott brauchen, und deshalb brachte er ihnen auch das heilsame Wort Gottes.
Ein missionarischer Lebensstil erwächst aus einer engen Beziehung zu diesem liebevollen Sohn Gottes. Wenn ich in Gebet und Meditation, in Bibellese und durch die kleinen und großen Geschenke des Alltags seine Liebe erfahre, entwickle ich auch ein echtes Interesse an meinen Mitmenschen und fange an, konkret zu helfen und – wo es möglich ist – von dem weiter zu erzählen, was mich begeistert. Ich lerne es, im Alltag diakonisch zu handeln und freimütig von Jesus zu reden. Das betrifft gerade die kleinen Dinge, die sich aus meinem Tagesablauf ergeben. Ein freundliches Wort, ein spontaner Kontakt, ein praktischer Rat, ein Gebet bewirken schon viel!
Ein gutes Beispiel ist die Arbeit der Stiftung „Chance zum Leben“ unseres Bundes. Hier helfen Gemeinden und Einzelpersonen Frauen in Schwangerschaftskonflikten oder familiären Notlagen. Sie suchen den Kontakt, unterstützen ganz praktisch und vermitteln materielle Hilfe. Diese Frauen gewinnen dadurch oft wieder Halt und erleben Gottes Zuwendung ganz praktisch. Ein Gespräch über „Gott und die Welt“ ergibt sich da oft ganz natürlich.
Regina Claas
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