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48 Stunden - Wir packen an

Die Idee

48 Stunden anpacken, wo Hilfe gebraucht wird und sich für das Gute einsetzen. So heißt das neue Projekt im Bereich der Gemeindediakonie des BEFG. Es geht darum Menschen und Gemeinden dafür zu begeistern sich 48 Stunden in ihrer Umgebung mit anderen in einem Projekt diakonisch zu engagieren. Die Aktion hat auch eine wichtige gesellschaftliche Rolle, weil sie den Beteiligten und der Öffentlichkeit zeigt, dass sich der Einsatz für Menschen lohnt. Das Engagement kann in unterschiedlichen Bereichen stattfinden, sozial, ökologisch, politisch, kulturell. Damit setzen die Beteiligten ein Zeichen ihres Glaubens. Die gegenseitige Liebe und ganz praktischen Hilfe bestimmt die Außenwirkung der frühen Gemeinden bereits im 2. Jahrhundert. In den ersten Gemeinden war das „gesehene“ Evangelium stärker als das „gehörte.“ Das Evangelium begann durch die Christen unter den Menschen zu leben. Als von Gott und Jesus Geliebte, gaben sie diese Liebe weiter. Damit setzten sie schon damals Zeichen. 48 Stunden anpacken ist ein öffentlichkeitswirksamer Höhepunkt im Gemeindeleben. Die Aktion kann das kontinuierliche diakonische Engagement unterstützen, ein Startpunkt für eine neue diakonische Arbeit oder ein einmaliges Projekt sein. Durchgeführt werden soll die Aktion mit Freunden, Nachbarn, Interessierten aus dem Umfeld. In 48 Stunden eine gemeinnützige soziale, politische, ökologische oder interkulturelle Aufgabe lösen.

Grundsätze

48 Stunden – der Nächstenliebe zur Verfügung stellen

Für Christinnen und Christen gehören Gottes- und Nächstenliebe untrennbar zusammen. Bei Jesu Handeln ging es immer um konkrete Menschen. In Gemeinschaft mit seinen Jüngerinnen und Jüngern war er unterwegs zu denen, die ihn brauchten, zu denen, die isoliert und von der Gesellschaft ausgegrenzt waren. Dieser Geist Jesu inspiriert und befähigt uns auch heute, so wie er zu handeln. Die 48-Stunden-Aktion fordert heraus, dem Beispiel Jesu zu folgen. Zusammen wird es gelingen, Projekte mit Menschen am Rand der Gesellschaft zu verwirklichen, Solidarität zu leben und dem Allgemeinwohl zu dienen. Dadurch wird unser Glaube konkret.

48 Stunden – Freude erleben

Diakonie verbindet bei dieser Aktion Sinnhaftigkeit und Erlebnischarakter. Mit der 48-Stunden-Aktion zeigen die Gemeinden einer breiten ffentlichkeit, dass sie sich für andere einsetzen und dabei Freude haben. 48 Stunden – Solidarität gestalten. Durch die 48-Stunden-Aktion zeigen wir, was Solidarität bewirkt und wie scheinbar Unmögliches durch Kreativität und Know-how aller Beteiligten dennoch gelingt. Mit der 48-Stunden-Aktion zeigen Menschen, dass sich auch in Zeiten der allgemeinen Resignation und Individualisierung Gesellschaft gestalten lässt. Inhaltliche Impulse schaffen besondere Anreize zur Auseinandersetzung mit sozialen, politischen, ökologischen und interkulturellen Themen. Denn finanzielle Kürzungen, Sparmaßnahmen im staatlichen wie kirchlichen Bereich und damit verbunden – der Blick nur auf sich und nicht mehr auf die Menschen um einen herum, gehören heute zur gesellschaftlichen Grunderfahrung.

48 Stunden – Öffentlichkeitsarbeit

Soziales, ehrenamtliches Engagement ist Alltag in der kirchlichen Arbeit. Mit der 48-Stunden-Aktion wird dieses Engagement ins Licht der Öffentlichkeit gebracht, z. B. durch eine Berichterstattung in den Medien. Doch nicht nur die Aktiven bringt die 48-Stunden- Aktion ins Rampenlicht. Durch die Projekte werden auch Schicksale von gesellschaftlich benachteiligten Menschen öffentlich.

48 Stunden – Zeit investieren

Gemeindearbeit ist verbindlich. Menschen engagieren sich langfristig in der Arbeit. Ohne dieses dauerhafte Engagement wäre die Vorbereitung und Durchführung der 48-Stunden-Aktion nicht möglich. Auch für die Aktionstage gilt: Soziale Projekte sind nur realisierbar, wenn alle mit anpacken und verlässlich für die Zeit dabei sind. Für die Aktion gilt, dass durch die zeitliche und thematische Begrenzung der Aktion sich auch Menschen sozial engagieren können, die sonst nicht über einen längeren Zeitraum in der Gemeindearbeit mitmachen.

48 Stunden – Vernetzung konkret


Die 48-Stunden-Aktion fördert die Kooperation vor Ort. Menschen aus Kommunen, Kirchen, Politik, Vereinen oder Handwerksbetrieben arbeiten mit der Gemeinde zusammen an einem gemeinsamen Projekt. Nur gemeinsam wird die Umsetzung gelingen. Mit der 48-Stunden-Aktion wird Vernetzung konkret.

Kriterien

48-Stunden-Aktion, sich für das Gute einsetzen, helfen, wo Hilfe gebraucht wird und Notlagen im direkten sozialen Umfeld anpacken

Die Projekte sollen

- einen direkten Bezug zum Umfeld haben: Mit der 48-Stunden-Aktion wollen wir im direkten sozialen Umfeld helfend wirken und uns für und mit anderen einsetzen.

- die Beteiligten herausfordern: Bei der 48-Stunden-Aktion lernen die Beteiligten wie sie mit vereinten Kräften Herausforderungen meistern ko?nnen. Es entsteht Motivation; die Aktion wird zum Erlebnis.

- den Beteiligten neue Erfahrungen ermöglichen: Die Beteiligten setzen sich mit Menschen, Institutionen und Themen auseinander, die für sie neu oder nicht alltäglich sind.

- passend sein: Die Begabungen und Interessen der Begteiligten müssen bei der Projektwahl berücksichtigt werden. Niemand soll überfordert werden.

- innerhalb von 48 Stunden geschafft werden.

Ideenpool

• Arbeitseinsätze oder Gemeinschaftsveranstaltungen
• Spielaktion für Flüchtlingskinder
• Dorfplatz gestalten
• Musical im Kinderheim
• Dorfmuseum einrichten
• Gartenanlage in einem Haus für behinderte Menschen anlegen
• Bäume im sturmgeschädigten Wald pflanzen
• Schulhof begrünen
• Fest im Altenheim
• Bau eines Markstandes für Eine-Welt-Laden
• Erstellen eines Stadtplans für Kinder
• Bau von Nistkästen
• Gestaltung von Internetseiten für eine soziale Einrichtung
• Internet- und Handykurs für Senioren
• Sanierung von Wegkreuzen
• Multi-Kulti-Fest im Stadtteil organisieren
• Bau eines Hundezwingers im Obdachlosenheim
• Renaturierung eines Teiches
• Weltstadt flair (Bänke, als Begegnungsort bauen und aufstellen)
• Miet mich (selbst Dienstleistungen anbieten)
• Guerillia Gardening (Bepflanzen von „öden“ Orten)
• Upcycling (Wegwerfmaterialien wieder verwenden)
• Kochtöpfe der Welt (Kochen mit Migranten, erstellen eines Kochbuchs)

Hier gibt es den Flyer zum Download.

Hier können Sie von den Aktionen in Zwickau, Hamburg und in Hagen lesen, die bereits erfolgreich durchgeführt wurden.