Missionsregionen

Um Gemeindegründungen und kleine missionarische Gemeinden gezielter unterstützen zu können und um ideelle und finanzielle Hilfe effektiver einsetzen zu können, konzentriert sich die Abteilung Gemeindeaufbau auf unterschiedliche Missionsregionen in Deutschland.

Zum Beispiel:

Missionsgebiet Lausitz

Entstehung

Der Auftrag Jesu „Geht hin in alle Welt und macht alle Nationen zu Jüngern“ (Mt. 28, 19) gilt ohne Begrenzung von Raum und Zeit jedem seiner Nachfolger. Gerade als kleine Gemeinde gilt es, effizient diesen Auftrag umzusetzen. So liegt der Gedanke nahe, dass sich Gemeinden projektbezogen zusammenschließen, um ihre Kräfte und Gaben zu bündeln. Damit lässt sich der zentrale Auftrag Jesu zur Mission leichter realisieren.

Missionsgebiet Lausitz bedeutet: zueinander finden - füreinander beten - voneinander lernen - aufeinander achten - miteinander missionieren - beieinander bleiben.

Dieses Projekt wurde konkret mit der Berufung eines Leitungskreises, dem je 2 Vertreter der Gemeinden Cottbus, Eisenhüttenstadt, Forst, Großräschen/Finsterwalde, Guben, Spremberg-Weißwasser, angehören, sowie dem offiziellen Gründungsakt am 28. Oktober 2000 mit Vertretern des Bundes und der Vereinigung im Rahmen des Lausitztages in Cottbus.
Als Ziel wurde formuliert: „Um die Menschen der Region besser mit der Guten Nachricht erreichen zu können, arbeiten diese Gemeinden konzeptionell, strukturell, personell und finanziell zusammen. Zur Unterstützung dieser Arbeit wird ein Missionspastor berufen. Zum 1. September 2001 trat dann Pastor Alan Gross seinen Dienst an.

Die missionarische Arbeit im Missionsgebiet - Rückblick auf 16 Jahre
o    Zelteinsätze (u. a. Wanderzelt)
o    Bibelausstellungen
o    Kunstausstellungen (Chagall, etc.)
o    Gottes geliebte Menschen
o    Jugendwochen (American Week)
o    Konzerte, Konzerttouren
o    Gästetagungen
o    Glaubenskurse (u. a. Alpha)
o    Pro Christ
o    „klassische“ Evangelisation
o    Jugend-Camps (Sommer 2016: 15. Englisch-Camp)
o    Teams für Gemeindeeinsatz (Christusträger, Christen aus der Karibik)
o    Evangelistische Gottesdienste
o    Seminare (u. a. Persönliche Evangelisation)
o    Praktikanten für Teenie- und Jugendarbeit
o    Jugendgottesdienste
o    Kinder- / Musicalwochen
o    Einsatze auf Weihnachtsmärkten, Stadtfesten
o    Teestube „OffenBar“
o    Café-Treffen, Filmabende
o    Adventsfeiern
o    Arbeit mit Asylbewerbern
o    Missionarische Kinderarbeit (u. a. Royal Ranger, Kids Klub)

Finanzen

Die Finanzierung des MG Lausitz erfolgte durch Beiträge der beteiligten Gemeinden, Spenden und Zuschüsse vom BEFG und LV. Nachdem 2006 die Drittmittel stark zurückgegangen sind, galt es die weitere Finanzierung zu sichern. Ab 2007 erfolgte eine feste Zuordnung des Zeitanteils von Pastor Alan Gross zu 70 v.H. in der EFG Cottbus und zu 20 v.H. in der EFG Großräschen-Finsterwalde mit entsprechender Übernahme der Finanzen durch diese Gemeinden. Ab Januar 2011 wurde Pastor Willi Herbert im Missionsgebiet als zweite hauptamtliche Kraft eingesetzt und den Gemeinden Spremberg-Weißwasser und Großräschen jeweils zur Hälfte zugeordnet, so dass Pastor Alan Gross zu 30 v.H. für das MG Lausitz tätig sein konnte. Pastor Willi Herbert geht zum 27.08.2016 in den Ruhestand und seit 2015 ist Pastor Alan Gross der EFG Cottbus mit einem Zeitanteil von 80 v.H. wegen der weiter zurückgehenden Drittmittel zugeordnet. 

Schwerpunkte der weiteren missionarischen Arbeit im Missionsgebiet Lausitz sind:
o    der Austausch von Predigtdiensten zwischen den Gemeinden,
o    die Arbeit mit Asylbewerbern und Kriegsflüchtlingen,
o    das Vernetzen bei Evangelisationen und missionarischen Einsätzen.

Visionen, möglicher missionarischer Akzente:
o    Gründung missionarischer Hauskreise,
o    Einsatz von Missionsteams für Kurzeinsätze in Gemeinden.

Fazit:
o    Wir wollen weiter als Gemeinden im Missionsgebiet Lausitz zusammenarbeiten.

Februar 2016
Gerd Banek


Missionsgebiet Werra-Weser

Entstehung

Die Situation zahlreicher kleiner nordhessischer Gemeinden (starke Schrumpfung seit den 1980er Jahren, Wegzug von jungen Leuten, hoher Altersdurchschnitt) lässt eine eigene Anstellung eines/r Pastors/in nicht mehr zu.
Im Bezirk, im Landesverband Hessen-Siegerland und in der Pastorenschaft wurde in den letzten Jahren intensiv über ein hilfreiches Konzept zur Unterstützung der Gemeinden nachgedacht.

Die am 01.09.2015 gegründete „Arbeitsgemeinschaft Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden an Werra und Weser“ („AG Werra-Weser“) ist aus diesen Überlegungen entstanden.

Teilnehmende Gemeinden

EFG Eschwege (11 Mitglieder)
EFG Hann. Münden (27 Mitglieder)
EFG Reinhardshagen (55 Mitglieder)
EFG Witzenhausen (43 Mitglieder)
(Jahrbuch 2015/2016)

Ziele der AG Werra-Weser

1) Zusammenarbeit der Gemeinden (Z. B. gemeinsame Gottesdienste, Taufseminare, Gemeindeunterricht)
2) Pastorale Grundversorgung (Seelsorge, Kasualien)
3) Missionarische Gemeindeentwicklung (Gästegottesdienste, Glaubenskurse, Projekte)

Wege zum Ziel

1) Gemeindeanalyse als Grundlage für die Gemeindeentwicklung (Potentialanalyse, Kontextanalyse, Vision, Ziele, Aufgaben)
Vom 01.08. - 31.12.2015 führte Pastor Klaus Schönberg diese Analyse in allen 4 teilnehmenden Gemeinden durch.

2) Anstellung von Pastor Peter Schlenker (25 %-Stelle) über den Landesverband
für die pastorale Grundversorgung (Seelsorge und Kasualien).
Ab dem 01.09.2015 hat Peter Schlenker diesen Dienst zusätzlich zu seiner 60 %-Stelle in Reinhardshagen übernommen.

3) Anstellung von Pastor Anselm Moser (66 %-Stelle) über den Landesverband für die missionarische Gemeindeentwicklung im Gebiet der AG Werra-Weser.
Er wird ab dem 01.05.2016 starten. Wohnort ist Witzenhausen.

Leitung

Die Leitung besteht aus der Gesamtgemeindeleitung aller vier Gemeinden, den beiden Pastoren und Beatrix Diehl vom Landesverband Hessen-Siegerland.
Dieses Gremium kommt 1 x pro Quartal und bei Bedarf zusammen.

Finanzierung

Der Haushalt des Gemeindeverbandes wird durch die kooperierenden Gemeinden entsprechend ihrer Mitgliederzahl bestritten.
Der Betrag ist pro Gemeindemitglied und Jahr vereinbart und wird bei Bedarf jährlich angepasst.
Bund und Landesverband leisten finanzielle Unterstützung.

Dauer

Das Projekt begann am 01.09.2015 und ist zunächst auf 3 Jahre begrenzt. Eine Verlängerung ist möglich.

Erste Eindrücke

Die AG Werra-Weser ist gut gestartet.

Die monatlichen gemeinsamen Gottesdienste reihum in den EFGs in Witzenhausen, Reinhardshagen, Hann. Münden und Eschwege verzeichneten eine zunehmende Zahl von bis zu 100 Gottesdienstbesuchern.
2016 werden die Gottesdienste einmal im Quartal stattfinden.

Die Gemeindeleitungen kamen bisher zweimal zu einer gemeinsamen Sitzung zusammen. Die leitenden Mitarbeiter der Gemeinden lernten sich kennen. Es herrschte eine wohlwollende und wertschätzende Atmosphäre.

Ein von mir angebotenes gemeinsames Taufseminar wurde von sieben Angehörigen und Freunden der Gemeinden besucht.
Zwei Frauen möchten sich im März taufen lassen.

Die pastorale Grundversorgung hat durch Pastor Peter Schlenker begonnen. (Predigtdienste, seelsorgerliche Besuche zu Hause, im Seniorenheim oder im Krankenhaus, Unterstützung der Gebetskreise, einzelne ökumenische Termine)

20.02.2016
Peter Schlenker, Pastor EFG Reinhardshagen und AG Werra-Weser