Arbeitsgemeinschaft Krankenhaus- und Heimseelsorger im BEFG

Die Arbeitsgemeinschaft ist ein lockerer Zusammenschluss aller Pastorinnen und Pastoren sowie Diakoninnen und Diakone, die als Seelsorger in diakonischen Einrichtungen unseres Bundes tätig sind. Wir beschäftigen uns mit spezifischen Fragen

der Seelsorge und Beratung

  • Wie können wir alte, kranke, behinderte, sterbende Menschen seelsorgerlich begleiten?
  • Wie ist das in einem atheistischen Kontext möglich? Welche Gesprächsführung ist angemessen?
  • Wie geht nonverbale Kommunikation?
  • Wie gehe ich in der Begegnung mit meinen eigenen Empfindungen um?
  • Die Spannung zwischen seelsorgerischem Zuspruch und dem Ruf zur Entscheidung.

der Verkündigung

  • Seelsorgerlich orientierte Predigt, Salbung und Segnung als seelsorgerische Zeichenhandlung, Feier des Abendmahls.

der Begleitung der Mitarbeiter

  • Beratende und seelsorgerische Begleitung anbieten. Weiterbildung in religiösen und Glaubensfragen, Mitarbeit in Ethikkomitees und Qualitätszirkeln.
  • Konflikt- und Beschwerdemanagement
  • Aufbau eines ehrenamtlichen Besuchsdienstes
  • Schulung und Begleitung der Ehrenamtlichen

Der Seelsorger-Konvent trifft sich einmal pro Jahr für drei Tage zum Erfahrungsaustausch. Wir sind etwa 15 Kollegen und Kolleginnen, von denen die meisten in Berlin und Hamburg tätig sind.

 

Kontakt

 

 

Sprecher und Ansprechpartner für die Arbeitsgemeinschaft sind:

Ralf-Peter Greif

T 03338 6940 (d)

rp.greif(at)alice.de

Markus Kolbe
T 040 5588 2409 (d)
markus.kolbe(at)albertinen.de

 

Offene Spiritualität und christlicher Auftrag

Die Arbeitsgemeinschaft der Krankenhaus- und Heimseelsorger im BEFG beschäftigte sich bei ihrer Jahrestagung im Haus der Begegnung in Rotenburg a.d.Fulda vom 25.-27.02.2010 mit dem von PD Dr. Traugott Roser entwickelten Konzept „Spiritual Care“, einer Form ganzheitlicher Patientenversorgung. Roser, der im Klinikum Großhadern in München als Seelsorger in einer Palliativklinik arbeitet und als Privatdozent an der Münchner Universität Praktische Theologie lehrt, wies in seinem Vortrag auf zwei unterschiedliche Spiritualitätsverständnisse hin. Während „Spirituality“ im angelsächsischen Kontext die individuelle Frömmigkeit bezeichne, habe der aus dem romanischen Sprachraum stammende Begriff der „Spiritualité“ die gemeinsam gelebte und gestaltete Frömmigkeit einer Gemeinschaft im Blick.

In der unmittelbaren Beziehung des Seelsorgers zum Patienten gehe es darum, so Traugott Roser, den Einzelnen mit seiner speziellen Spiritualität anzunehmen, und ihm zu helfen, auf seine individuelle Weise die Kraft zur Bewältigung von Krankheit und Leiden zu finden. Hier könne nur ein weites Spiritualitätsverständnis die Seelsorgenden dazu befähigen, Patienten bei der Krisenbewältigung positiv zu unterstützen. Einrichtungen der Diakonie seien darüber hinaus aber auch herausgefordert, eine spezifisch christliche Spiritualität der Patientenversorgung in den Teams und Einrichtungen zu entwickeln und zu pflegen. Dazu könne gerade auch die  Krankenhausseelsorge einen wesentlichen Beitrag leisten. 

Die anschließende Diskussion ergab, dass gerade freikirchliche Krankenhäuser und Heime bezüglich „Spiritual Care“ einen Erfahrungsvorsprung gegenüber anderen Einrichtungen im Gesundheitswesen besitzen, da in freikirchlichen Kliniken die Krankenhaus- und Heimseelsorger immer auch einen vom Träger unterstützten Auftrag zur Mitgestaltung der Kultur und Spiritualität ihrer Einrichtung haben.

Im Rahmen der Tagung wurden außerdem Ralf-Peter Greif und Markus Kolbe zu neuen Sprechern der Arbeitsgemeinschaft der Krankenhaus- und Heimseelsorger gewählt. Sie lösen Lutz Buchheister und Bernhard Storek ab, die den Konvent in den letzten vier Jahren vertraten.

 

Ralf Dziewas

Die Dienstbereiche

 

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