Diakonie - Grundlegendes

Da stehen wir.

 

Weil der Glaube an Jesus Christus und praktizierte Nächstenliebe zusammen gehören, leisten Gemeinden und diakonische Einrichtungen vielfältige Dienste am Menschen. Sie helfen Menschen in Not und in sozial ungerechten Verhältnissen und sie versuchen, die Ursachen dieser Notlagen zu beheben.

Seit Johann Gerhard Oncken, der Begründer des deutschen Baptismus, angesichts der damaligen Not von Kindern 1825 die Hamburger Sonntagsschule mit ins Leben rief (in ihr unterrichtete später Johann Hinrich Wichern, der Vater der Inneren Mission), stellt sich immer wieder neu die Frage nach unserem diakonischen Auftrag. Aus der Überzeugung heraus, dass Mission und Diakonie untrennbar sind, gehört im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) der „Diakonische Gemeindeaufbau“ zum Dienstbereich Mission. Im BEFG gibt es eine Fülle an Diakonischen Werken, Initiativen und Projekten. In Reaktion auf die jeweiligen Nöte der Zeit, meist auf Initiative Einzelner und aus kleinen Anfängen heraus (z. B. der Mutterhausdiakonie im 19. Jahrhundert, den Sozialwerken im 20. Jahrhundert) sind Krankenhäuser, Altenheime, ambulante Pflegedienste, Kindergärten, Kinderheime, Beratungsstellen, Tafeln, Winterspielplätze und vieles andere mehr entstanden. Die verschiedenen Einrichtungen haben unterschiedliche Rechtsformen. Einige sind direkt in den Ortsgemeinden verankert, andere arbeiten gemeindenah. Manche Werke werden von einem Verbund von Gemeinden getragen, wieder andere von einem Landesverband. Manche Einrichtungen wie die Kindertagesstätten, die Beratungsstellen, die Suchtkrankenhilfe haben sich in bundesweiten Verbänden zusammengeschlossen.

Der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden bietet – hier im Einzelnen aufgefächert - in bunter Vielfalt eine große Bandbreite an Lebensformen im Diakonat:

  • Die baptistische und brüdergemeindliche Mutterhausdiakonie war über Jahrzehnte ein „Hort der Diakonie”, in der tätige Nächstenliebe einen lebendigen Ausdruck fand. Der sich seit Jahren abzeichnende „Nachwuchsmangel” stellt die Mutterhausdiakonie vor die Frage, ob und wie sie fortbestehen kann.
  • In allmählicher Ablösung des Dienstes von Diakonissen in Gemeinden hat sich das Berufsbild der haupt- und ehrenamtlichen Diakoninnen und Diakone entwickelt. Der Konvent der Diakoninnen und Diakone im BEFG ist ein berufsständiger Zusammenschluss, der sich zu jährlichen Fachtagungen trifft, in vier Regionalkreise aufgliedert, Diakoninnen und Diakone in ihrer Ausbildung begleitet, an ihrer Vermittlung in den Dienst beteiligt ist und sie auch seelsorgerlich begleitet.
  • Zum Leben im Diakonat des BEFG gehört die große Gruppe der Neben- und Ehrenamtlichen in den Gemeinden, Landesverbänden und Werken des Bundes, die sich mit ihren Gaben, ihrer Zeit und ihren Kräften in vielfältigen diakonischen Aufgabenbereichen engagieren (in der Seelsorge und Betreuung hilfsbedürftiger Menschen, der Begleitung ausländischer Mitbürger, der Zuwendung zu Kranken und Sterbenden, im Beistand von Alleinerziehenden, in der Suchtkrankenhilfe, Vernetzung von MS-Erkrankten, der Trägerschaft von sozial-diakonischen Einrichtungen wie Kindergärten, Kinderheimen, Sozialstationen, Werkstätten für Behinderte, u.v.a.m.).
  • Der Diakonat des BEFG umfasst auch die vielen spezialisierten hauptamtlichen diakonischen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den Einrichtungen und Werken in der Trägerschaft von Ortsgemeinden und Diakonischen Werken in Bekenntnisgemeinschaft zum BEFG, die sich nach ihrem Selbstverständnis als Christen in die verschiedenen Arbeitsfelder berufen wissen (Beratungsstellen, Krankenhäuser, Kindergärten, Alten-, Asylbewerber-, Studentenwohnheime, Heime für Obdachlose oder Suchtkranke, Häuser der Selbsthilfe, Arbeitsloseninitiativen ...).
  • Darüber hinaus sind jene diakonischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu nennen, die hauptberuflich bei gemeindefremden Institutionen tätig sind und meist auch ihre sozial-diakonischen Kompetenzen in ihre jeweilige Ortsgemeinde einbringen.

Die Dienstbereiche

 

Bildungszentrum Elstal

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