Netzwerk gegen Menschenhandel

So befreiend der Fall des Eisernen Vorhangs auch war, manche Entwicklungen seitdem sind erschreckend und alles andere als befreiend. Das betrifft vor allem den expandierenden Menschenhandel über (nicht nur) europäische Grenzen hinweg und das damit eng verbundene Problem der Zwangsprostitution. Deutschland ist Transit- und Zielland vor allem für Frauen aus Zentral- und Osteuropa. Im Jahre 2003 wurden allein hier 1.235 Opfer identifiziert – die Dunkelziffer liegt naturgemäß sehr viel höher.

Um diesem himmelschreienden Unrecht, das sich mitten in unserem Land, aber doch nur am Rand unseres Bewusstseins abspielt, entgegen zu treten und den Opfern eine Stimme zu geben, hat sich ein kleines Netzwerk innerhalb unseres Bundes formiert. Ziel des im Aufbau befindlichen Netzwerkes ist es zunächst, im BEFG eine Sensibilisierung für dieses unerquickliche Thema zu erreichen sowie Möglichkeiten des konkreten Handelns und Helfens zu erarbeiten, wobei die Ressourcen freikirchlicher Gemeinden besonders berücksichtigt werden sollen. Durch eine Sonderveranstaltung während der Bundeskonferenz 2006 in Krelingen, durch Veröffentlichungen und persönliche Kontakte hat das Netzwerk bisher versucht, interessierte Menschen anzusprechen und Kompetenzen zu bündeln. Inzwischen gehören zum Kern des Netzwerkes vier und zum größeren Interessentenkreis etwa zehn Personen.

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