
Um Gemeindegründungen und kleine missionarische Gemeinden gezielter unterstützen zu können und um ideelle und finanzielle Hilfe effektiver einsetzen zu können, konzentriert sich die Abteilung Gemeindeaufbau auf unterschiedliche Missionsregionen in Deutschland.
Entstehung und Entwicklung

Anfang 2002 trafen sich Vertreter von kleinen Gemeinden aus der Region Mittlere Elbe, um über Chancen und Möglichkeiten einer gemeinsamen missionarischen Arbeit nachzudenken. Nach einem mehrmonatigen Beratungsprozess entschlossen sich die Gemeinden Dessau, Schönebeck und Zerbst, miteinander in diesem Gebiet zusammenzuarbeiten und einen gemeinsamen Regionalpastor zu berufen. Er sollte mit Vertretern der drei Gemeinden und mit den in Magdeburg arbeitenden amerikanischen Missionaren die missionarische Arbeit koordinieren. Anfangs war auch angedacht, ein Gemeindegründungsprojekt in Staßfurt durch ein amerikanisches Ehepaar zu unterstützen. So wurden gleichzeitig im Herbst 2002 Rainer Platzek als Regionalpastor für MME und Robert Cook für Staßfurt berufen und das Projekt Missionsgebiet Mittlere Elbe mit einem 1. Missionstag feierlich gestartet.
Der Regionalpastor sorgte in den drei Gemeinden für eine pastorale Grundversorgung, und es benötigte schon 1 ½ Jahre, um eine Dienststruktur zu finden, die sowohl für ihn lebbar war und von den Gemeinden akzeptiert wurde. Schließlich waren die nördlichste Gemeinde Schönebeck und die südlichste in Dessau ca. 60 km voneinander entfernt. Neben Gottesdiensten, Bibelstunden, Kasualien und Leitungs- und Mitarbeiterkreisen war Rainer Platzek freigestellt für missionarische Schwerpunkte in den lokalen Gemeinden und in der Region. Gemeinsame Projekte wurden in einem monatlichen Leitungskreis aller Beteiligten beraten und von ihm verantwortet. Es gab eine Missionskasse, in der die Gemeinden einen finanziellen Beitrag leisteten, Partnergemeinden einzahlten und der Landesverband wie auch der Dienstbereich Mission großzügige Unterstützungen leisteten, ohne die das „Missionsgebiet Mittlere Elbe“ nicht möglich gewesen wäre. Damit wurden gemeinsame Projekte und der Regionalpastor finanziert. Wichtig waren von Anfang an immer wieder Möglichkeiten der Begegnung zwischen den einzelnen Gemeinden. So werden bis heute die jährlichen Gebietsmissionstage und regelmäßige Seminarwochenenden im Frühjahr und Herbst durchgeführt.
Die Zusammenarbeit mit den amerikanischen Missionaren entwickelte sich im Laufe der Zeit zunehmend schwierig. Sie sahen ihren Schwerpunkt in Magdeburg und in der Altmark. Auch das Gemeindegründungsprojekt in Staßfurt verselbstständigte sich. Nach drei Jahren stieg die Gemeinde Dessau aus finanziellen Gründen aus dem Missionsverbund aus, und es musste neu überlegt werden, wie die verbleibenden Gemeinden nun miteinander weitermachen wollten. Der Regionalpastor konnte sich nun stärker in Schönebeck und Zerbst engagieren. Allerdings wurden auch die finanziellen Lasten der Gemeinden größer. Trotzdem ist das Projekt bis heute möglich und befindet sich im 6. Jahr. Während dieser Zeit gab es Höhen und Tiefen, angespannte Situationen und auch Dürrezeiten. Trotzdem haben die Gemeinden Mut, auch weiterhin zusammenzustehen, obwohl sie gerade in einem Prozess der Neuorientierung stehen.