
(Cross-cultural kids, Enfants Interculturels)
Nicht nur in unserer Gesellschaft sondern auch in unseren Gemeinden leben immer mehr Kinder und Jugendliche im Spannungsfeld verschiedener Kulturen. Während ihre Eltern noch für einen kongolesischen, argentinischen, koreanischen … Lebensstil eintreten, fühlen sie sich, in Deutschland geboren, viel mehr als Deutsche, aber eben nicht ganz. Hin- und her gerissen zwischen dem Leben zuhause, in der Gemeinde und im Alltag, sind sie ständig auf der Suche nach ihrem eigenen Lebensstil. Deutsch-afrikanische Jugendmitarbeiter wünschen sich z. B. eine neue, eine dritte Kultur, die allein vom christlichen Glauben und von biblischen Grundlagen geprägt ist. In diesem Raum des Glaubens könnten sich dann die verschiedenen Kulturen mit ihren Stärken und Schwächen begegnen.
Michael Kißkalt, verantwortlich für die Beziehungen des Bundes zu den Migrantengemeinden, und Christoph Haus, Leiter des GemeindeJugendWerkes, leiteten die 40 Teilnehmer mit biblischen und pädagogischen Impulsen und einigen praktischen Übungen durch den Tag. Überraschend erlebten die internationalen Teilnehmer durch eine praktische Übung, dass sie die Situation der Heranwachsenden in ihren Gemeinden und Gruppen eigentlich nicht gut kennen. Und sie nahmen die Herausforderung mit, die besondere Situation dieser Kinder und Jugendlichen in ihrer Heimatlosigkeit wahrzunehmen, und ihnen in der Gemeinde Raum zu geben. Diese jungen Leute brauchen besondere Liebe und Orientierungshilfen in ihren Identitätskrisen, aber als kulturelle Brückenbauer können sie Konfliktsituationen entschärfen helfen. Aufgrund der positiven Resonanz denkt man an eine Fortsetzung des Themas.

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