"Zeit für Gott"-Programm / Freiwilligendienst

Am „Zeit für Gott“-Programms nehmen junge Leute zwischen 18 und 25 Jahren teil, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolvieren wollen. Sie arbeiten in verschiedenen diakonischen Einrichtungen und auch in Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist in der Regel die Kinder- und Jugendarbeit, möglich ist aber ein Einsatz in allen Bereichen der Gemeindearbeit je nach Bedarf der Gemeinde und je nach Begabung der „Zeit für Gott“-Kraft. Dabei können sie unter Anleitung eigenverantwortlich auch leitende Aufgaben übernehmen. Sie sind aber keine ausgebildeten Fachkräfte, so dass sie auch mit größten Bemühungen keine „Personallücke“ schließen können.
Für eine kleine Gemeinde ist eine „Zeit für Gott“-Kraft eine gute Unterstützung in der Gemeindearbeit, weil sie kontinuierlich da ist und Zeit hat, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Gerade in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist sie geeignet, da sie vom Alter und der Erfahrungswelt dicht dran ist.

Die Stärke einer „Zeit für Gott“-Kraft ist
-    ihre Einsatzbereitschaft
-    ihr hohes soziales Engagement
-    das große Kontingent an Zeit
-    der „frische Wind“, den sie mitbringt und der Gemeinde neue Perspektiven   eröffnet

Und nicht nur die „Zeit für Gott“-Kraft ist gut für die Gemeinde. Auch die Gemeinde ist gut für die „Zeit für Gott“-Kraft. Sie stellt den Praxis- und Erfahrungsraum zur Verfügung, den die „Zeit für Gott“-Kraft braucht, um sich ausprobieren zu können und um sich persönlich und beruflich zu orientieren.

Wichtige Voraussetzungen für die Beschäftigung einer „Zeit für Gott“-Kraft sind:

  • Es findet eine kontinuierliche Begleitung statt. Diese Begleitung muss nicht durch den Pastor/ die Pastorin erfolgen, aber es sollte jemand sein, der in der Gemeinde leitenden Aufgaben inne hat und entsprechend qualifiziert ist.
  • Fordern aber nicht überfordern. Die Aufgaben, die die „Zeit für Gott“-Kraft übernimmt, sollen sie zwar fordern aber nicht überfordern. Deshalb soll es in den Gruppen und für die Aufgaben bereits erfahrene Mitarbeiter geben. Selbst die Leitung zu übernehmen ist zwar möglich, aber nicht vorauszusetzen.
  • Möglichkeit zum Privatleben. Die „Zeit für Gott“-Kraft soll die Möglichkeit haben, in der Gemeinde ein Privatleben führen zu können. Da ist es hilfreich, wenn es eine Gruppe von Personen innerhalb oder außerhalb der Gemeinde gibt, in der sie als Privatperson teilnimmt, z.B. Hauskreis, Kreis Junger Erwachsener. Das funktioniert am besten mit Gleichaltrigen.
  • Die Kosten tragen. Die Gemeinde verpflichtet sich für ein Jahr zur Zahlung der entstehenden Kosten. Sie setzen sich zusammen aus ca. 500 € monatlich für Taschengeld, Versicherung und Seminargebühren. Dazu kommt die Bereitstellung einer Unterkunft und der Verpflegung. Außerdem übernimmt sie die Fahrtkosten, die für die Seminare anfallen.
  • Verzicht auf die „Zeit für Gott“-Kraft während der viermal im Jahr stattfindenden Seminare und während des Urlaubs.
  • Akzeptanz des Vermittlungsverfahrens. Die Gemeinde lässt sich auf das Vermittlungsverfahren einlassen. Das heißt, das Gemeindejugendwerk als Träger entscheidet, wer zu ihr kommt.

Wenn eine Gemeinde sich für eine ZFG-Kraft interessiert, nimmt sie Kontakt mit dem Gemeindejugendwerk auf und bekommt die entsprechenden Informationen zugeschickt. Wenn weiter Interesse besteht, schickt die Gemeinde den so genannten Anforderungsbogen ans Gemeindejugendwerk zurück. Daraufhin wird ein Termin zu einem gemeinsamen Informations- und Kennenlerngespräch ausgemacht. Danach wird gemeinsam entschieden, ob die Gemeinde Einsatzstelle für das „Zeit für Gott“-Programm wird.
Da das „Zeit für Gott“-Jahr immer am 1. September beginnt und es für den Entscheidungs- und Findungsprozess mindestens drei Monate braucht, ist der erste Kontakt spätestens Ende Mai aufzunehmen. Am besten noch früher.

Kontakt:
Mirjam Ekelmann
Referentin für das „Zeit für Gott“-Programm
Telefon: 033234 – 74-110
oder
www.zeit-fuer-gott.de

Das Gemeindejugendwerk ist der Träger für das Freiwillige Soziale Jahr innerhalb des BEFG. Es ist mit anderen Trägern aus dem Bereich der Evangelischen Kirche zusammengeschlossen. Gemeinsam wird das FSJ Koordiniert und weiterentwickelt. Infos unter: www.ev-freiwilligendienste.de

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