Abschlusstagung für Hauptamtliche im Anfangsdienst

Drei intensive und begleitete Jahre

19 Pastorinnen und Pastoren sowie eine Diakonintrafen sich zur Abschlusstagung ihres Anfangsdienstes. Dabei blickten sie auf die drei vergangenen Jahre und ihre Erfahrungen zurück.

Im Anfangsdienst nehmen die Hauptamtlichen neben dem Gemeindedienst regelmäßig an Fortbildungen teil und erhalten zum Beispiel Beratung und Begleitung in Form von Supervision. In der letzten Juniwoche kamen 20 Hauptamtliche im Tagungszentrum Weltersbach zusammen, um gemeinsam den Abschluss ihres Anfangsdienstes zu begehen. Mit dabei waren Hauptamtliche aus dem Dienstbereich Mitarbeiter und Gemeinde sowie Mitglieder des Vertrauensrates und der Leitung des Konvents der Diakone und Diakoninnen.

Udo Herrmann, Leiter des Dienstbereichs Mitarbeiter und Gemeinde, stellte schon zu Beginn der Tagung fest, dass dies eine der schönsten Veranstaltungen in seinem Dienstbereich sei. Es waren 48 intensive Stunden, in denen die sehr unterschiedlichen Anfangsdienste reflektiert wurden und in denen Gruppengespräche und Einzelgespräche stattfanden. Diese Gespräche sind für Hauptamtliche einer der letzten Schritte, um auf die Liste der Pastorinnen und Pastoren oder der Diakoninnen und Diakone zu gelangen. Danach saßen die Leitungsmitglieder der Tagung zusammen, um für jeden Teilnehmer und jede Teilnehmerin eine persönliche Rückmeldung zu formulieren. Gleichzeitig sprachen sie damit eine Empfehlung für die Bundesgeschäftsführung aus, die Hauptamtlichen zukünftig auf den Listen zu führen.

Die Atmosphäre der Tagung war von hoher Wertschätzung und großer Offenheit füreinander geprägt, denn in den drei Jahren haben sich die Kolleginnen und Kollegen kennen und schätzen gelernt. Davon ist auch Pastorin Charlotte Fehmer begeistert: „Ob drei oder schon zwanzig Jahre im Gemeindedienst, aus dem Ruhrpott oder aus Angola - es war sehr bereichernd, an den unterschiedlichen Erfahrungen teilzuhaben und auch meine eigenen Erlebnisse in diesem Kreis zu reflektieren.“ Dabei wurden Erfolge gefeiert, gute segensreiche Erfahrungen geteilt, aber auch manches Schmerzhafte aus den vergangenen drei Jahren angeschaut. Denn so unterschiedlich die Hauptamtlichen sind, so individuell sind ihre Lebens- und Diensterfahrungen. Mit dabei waren auch einige Kontaktstudenten mit theologischer Grundausbildung und längerer Erfahrung im Gemeindedienst, wie auch die Absolventen vom Pastoralen Integrations- und Ausbildungs-Programm (PIAP). Die PIAP-Absolventinnen und Absolventen arbeiten meist ehrenamtlich als Pastoren und Pastorinnen und bereichern mit den internationalen Gemeinden die Vielfalt in unserem Gemeindebund.

Am Ende der Tagung stand ein gemeinsamer Gottesdienst mit ermutigenden Worten von Pastor Norbert Kursch aus Lukas 5, 1-5 – der Berufung von Simon Petrus zum „Menschenfischer“. Dazu gab es eine musikalische Begleitung durch Pastor Hanno Sommerkamp und ein Abendmahl mit persönlichen Gebeten und Segnungen für die Kolleginnen und Kollegen. In der Auswertung wurde deutlich, dass die Begleitung und die Nähe im Anfangsdienst guttun. Außerdem sind der Rückhalt und die Wertschätzung durch die Bundesgeschäftsstelle und die eingesetzten Personen immer wieder spürbar gewesen, sind sich die Anwesenden einig. Die Fortbildungen und die angebotene Supervision helfen, den Anfangsdienst auch weiter als Zeit des Lernens und der Entwicklung zu begreifen. So konnten beim Abschluss alle Teilnehmenden der Aussage von Udo Hermann zustimmen: Diese Tagung war ihre schönste.

Ein Artikel von Dagmar Lohan, Teilnehmerin, Diakonin und Referentin im Fachbereich Familie und Generationen