Mit Luther das Wochenende verbringen

Sola scriptura et musica

Das 14. Straßenfest der Baptistengemeinde ZOAR im Prenzlauer Berg fand am Samstag, 13. Mai ganz im Zeichen des Reformationsjahres 2017 statt. Und mit dem Wirken Luthers sollte es am Sonntag gleich weitergehen – mit einem Gottesdienst, der unter der Überschrift  „Sola scriptura et musica“ -  „Allein die Schrift und Musik“ stand.

Von Luther stammt die Wendung „Sola scriptura“, von Pastor und Pianist Michael Schubach der Zusatz „et musica“. Er verbindet klangvoll das Bibelwort mit der Musik, konkret das Johannesevangelium mit einer Klavierimprovisation. Am 14. Mai kamen die Besucher des Gottesdienstes der ZOAR-Gemeinde in den Genuss dieses Zusammenspiels. Zusammen mit Iris Hoffmann aus der Gemeinde Berlin-Wannsee gestaltete Pastor Michael Schubach, der als Regionalreferent im Dienstbereich Mission für Ostdeutschland unterwegs ist, einen außergewöhnlichen Gottesdienst; mit einer einmaligen literarisch-musikalischen Note, einem Hörgenuss der besonderen Art. Mit Chorälen, bekannten Kirchenliedern und eigenen Stücken griff er auf dem Klavier die Botschaften aus dem Johannesevangelium auf, die Iris Hoffmann eindrucksvoll vortrug.

Das Wirken Jesu bis zu seiner Kreuzigung und Auferstehung wurde durch die Klavierbegleitung, insbesondere die Variationen beim Tempo, die kunstvollen Pausen und das akzentuierte Spielen, eindrucksvoll verdeutlicht. Bibeltexte und Musik gingen dabei Hand in Hand, waren aufeinander abgestimmt und nahmen die Zuhörer ein, ohne sie zu vereinnahmen, denn kommentiert wurden die Bibeltexte nicht. Vielmehr sollten Worte und Musik als solches wirken und zum Nachdenken anregen – über den Herren, unseren Schöpfer, über das Brot des Lebens, über den guten Hirten, der sein Leben für die Schafe lässt. Und das ist innerhalb der 60 Minuten auch gelungen.

Wer Gott und sein Wort im Reformationsjahr auf eine ganz besondere Weise kennenlernen möchte, kann hier erfahren, wo und wann Pastor Schubach und Begleitung musikalisch anzutreffen sind.

Dr. Susanne Lechner

Ein Artikel von Dr. Susanne Lechner