Rote Lichter für Religionsfreiheit

EFG Kassel-West macht mit beim #redwednesday

Ein rot beleuchtetes Gemeindehaus? Das erregt Aufmerksamkeit. Die Gemeinde Kassel-West hat in der Woche vor dem 28. November ihre Straßenfront mit roten Scheinwerfern erleuchtet, um auf die Einschränkung der Religionsfreiheit in vielen Teilen der Welt hinzuweisen.

Rot angestrahlt hat die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Kassel-West geleuchtet. Die Gemeinde
folgte damit einer Anregung des Generalsekretärs des Baptistischen Weltbundes, Elijah Brown, am #redwednesday (roter Mittwoch) teilzunehmen. Die Kampagne wurde in England von katholischen und evangelischen Christen ins Leben gerufen. Am 28. November beleuchten viele Gemeinden ihre Kirchen und Kathedralen, darunter auch Baptisten. Dieser Tag erinnert an die Opfer von religiöser Verfolgung und soll auf die vielerorts herrschende Missachtung der Religionsfreiheit aufmerksam machen. Christen sähen sich in 130 Ländern mit Einschränkungen konfrontiert, so der „Ökumenische Bericht zur Religionsfreiheit von Christen weltweit“, Muslime in 117 Ländern.  

Die Gemeinde Kassel-West hat mit ihren roten Lichtern ein Zeichen gesetzt. Denn sie haben die Einschränkungen durch ihre Kontakte zu Geflüchteten, die ihre Heimat um ihres Glaubens willen verlassen mussten, mitbekommen und wollen für Religionsfreiheit einstehen. „Bei uns sind alle willkommen, egal ob sie Christen, Muslime, Yesiden sind oder vom Islam zum Christentum Konvertierte," betont Pastor Frank Fornaçon. „So ist uns auch die Zusammenarbeit am Runden Tisch der Religionen sehr wichtig". Sie erregten Aufmerksamkeit in ihrem Stadtteil. Im Rahmen der Kampagne berichtete Dr. Claudia Baumgart-Ochse über die Lage des Menschenrechts Religionsfreiheit vor einem interessierten Publikum im Café der „Kirche im Hof“. Sie ist Gemeindemitglied und Mitarbeiterin am Leibniz-Institut der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung in Frankfurt.

Im Gottesdienst während der Kampagne wurde besonders für Bulgarien gebetet. Dort sind drastische gesetzliche Beschränkungen der Religionsfreiheit für Anhänger kleinerer Kirchen geplant. Im Rückblick auf die Aktion meinte Pastor Frank Fornaçon: „Wir hoffen, dass im kommenden Jahr mehr Kirchen in Deutschland unserem Beispiel folgen."

Ein Artikel von Frank Fornaçon / Jasmin Jäger