Bund Evangelisch-Freikichlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.

BUND AKTUELL Nr. 1 | 12. Januar 2017

Liebe Leserin, lieber Leser,


was passiert, wenn Menschen orientierungslos geworden sind? Was machen wir, wenn alte Systeme nicht mehr funktionieren? Worauf können wir uns verlassen, wenn das bisher Verlässliche sich langsam auflöst?

Das Jahr 2016 liegt hinter uns, und es kommt bei vielen Betrachtern nicht gut weg. Es hat Ereignisse gegeben, die uns fragend zurücklassen: der Brexit der Engländer, die Trump-Wahl in den USA, das Erstarken rechtspopulistischer Gruppen und Parteien, die kriegerischen Auseinandersetzungen im näheren und ferneren Osten, die herausfordernde Flüchtlingssituation, die Attentate, nicht zuletzt das vom Berliner Breitscheidplatz.

Als im 6. Jahrhundert vor Christus die Stadt Jerusalem und der Tempel zerstört wurden, richtete sich der Prophet Ezechiel mit Gottes Worten an die Israeliten in babylonischer Gefangenschaft. Sie hatten ihre staatliche Souveränität verloren und hatten das Gefühl, von Gott verlassen zu sein. Ihre Schuldgefühle waren schrecklich, die Orientierungslosigkeit grenzenlos, die Traurigkeit lähmend. 

„Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.“ (Jahreslosung 2017) Diese Worte Gottes sind eine Heilsbotschaft und Verheißung: Baut die Mauern eurer versteinerten Herzen ab und schafft darin Platz für Gottes allgegenwärtige Liebe. Seid beseelt von dem neuen Geist innerer Erneuerung, der euch eine nie gekannte Freiheit schenkt.

Wer von Gott ein neues Herz geschenkt bekommt, sieht die Welt anders und verändert seine Einstellung, weil es in seinem Leben eine neue Wirklichkeit gibt. Das „neue Herz“ betrifft das ganze Leben und verändert die Perspektive und den Blick auf die Welt.

Der „neue Geist“ meint die Lebenskraft, die von Gott ausgeht. Es ist der Geist der Schöpfung, der Neues schafft und die Welt im Sinne Gottes gestaltet. Der Geist schenkt Lebensraum und Lebensmöglichkeit. Er führt aus der Enge in die Weite. Durch den Geist ist der Mensch von Gott aus ansprechbar, und im Geist wendet er sich in seinen Gebeten an Gott.

Das „neue Herz“ und der „neue Geist“ lassen uns, trotz aller Fragen und ungelöster Probleme, die wir aus dem letzten Jahr mitgenommen haben, die Welt anders sehen. Wie immer sich das Leben entwickeln mag, was immer auf uns zukommen wird, wir dürfen das große Geschenk der Liebe Gottes zu uns Menschen annehmen. Er will uns aus der Enge in die Weite führen. Er schenkt uns einen großen Gestaltungsraum, der Leben heißt. Gott steht über den Dingen und ist in Jesus Christus in die Dinge gekommen. Mit ihm hat er die Welt erlöst und unsere Herzen verändert und den Geist geschenkt, der die Wahrheit sagt.

Michael Noss
Präsident





Dienstbeginn Christopher Rinke

Abschied von Gunnar Bremer und Mieke Bethke

Auf Wiedersehen und herzlich willkommen heißt es dieser Tage im Dienstbereich Mission. Pastor Gunnar Bremer (r.) beendet nach zehn Jahren seinen Dienst als Regionalreferent des BEFG für die Region Süd. Seine Nachfolge hat Pastor Christopher Rinke (l.) am 1. Januar angetreten. Mit Dankbarkeit blickt der BEFG auf das große Engagement Bremers und seine wertvolle Arbeit zurück. Christopher Rinke wünschen Präsidium, Bundesgeschäftsführung sowie die Mitarbeiterschaft des BEFG einen guten und schnellen Einstieg in seine neuen Aufgaben und Gottes Segen bei all seinem Tun.

Im Januar endet die Elternzeit von Pastorin Mieke Bethke (u.), die bis 2014 als Jugendreferentin im GJW gearbeitet hat. Sie wird sich neuen beruflichen Herausforderungen widmen und nicht ins GJW zurückkehren. Ihr und Gunnar Bremer wünscht der BEFG alles Gute für den weiteren Berufs- und Lebensweg und Gottes reichen Segen!

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Gedenken an Martin Luther King jr.

Veranstaltungen anlässlich des Martin-Luther-King-Tags

Foto: Siegfried Krüger

Anlässlich des Martin-Luther-King-Tags, der jedes Jahr am dritten Montag im Januar begangen wird, erinnern zwei Veranstaltungen und ein Radio-Feature an das Wirken des US-amerikanischen Baptistenpastors und Bürgerrechtlers. Am 15. Januar gibt Pastorin Andrea Schneider in einer Sendung im Deutschlandfunk Einblick in Kings Leben. Sie erzählt, wie King zu seinem Namen kam und wie seine Reise 1964 ins geteilte Berlin besonders auch den Christen in der DDR Mut gemacht hat.

Am 16. Januar, dem Martin-Luther-King-Tag, findet in der Sophienkirche in Berlin eine Gedenkveranstaltung statt. Wer daran teilnehmen möchte, ist gebeten, sich heute noch anzumelden.

Der Frage, ob und wie Martin Luther King jr. durch das Wirken Martin Luthers theologisch beeinflusst wurde, widmet sich Dr. Martin Rothkegel am 16. Januar in Hamburg. Der Professor der Theologischen Hochschule Elstal hält einen Vortrag mit dem Titel „Von Martin Luther zu Martin Luther King: Das Erbe der Reformation im evangelischen Nonkonformismus“.

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Impulstag Missionale Gemeinde

Anmeldungen bis 22. Januar erbeten

Foto: fotolia.com / Zooropa

Um die „Sendung der Gemeinde durch Christus in die Welt“ geht es beim Impulstag „Missionale Gemeinde“ am Samstag, dem 11. Februar in der EFG Hamburg-Altona. Der Impulstag richtet sich in besonderer Weise an Verantwortliche in Gemeindeleitungen, die „nicht mehr warten wollen, bis Menschen in die Gemeinde kommen, sondern die wie Jesus unterwegs zu den Menschen sein wollen.“ Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gehen Fragen nach wie „Was tut Gott im Alltag der Menschen und im Umfeld der Gemeinde?“ und „Wie können wir uns in sein Handeln hineinnehmen lassen?“ Der Impulstag bietet eine Einführung in missionale Theologie, zeigt mögliche Konsequenzen für die Gemeinde auf und vernetzt Aktive.

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Ehrenamtsmanagement-Schulung

Für alle, die mit Ehrenamtlichen arbeiten!

In der Arbeit mit Ehrenamtlichen hat sich einiges geändert. Unter anderem ist längst nicht mehr das Pflichtgefühl die treibende Kraft hinter ehrenamtlichem Engagement. Vielmehr wollen ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen selbst einen Mehrwert in ihrer Arbeit erleben. Aber was bedeutet das für die Arbeit und Strukturen innerhalb einer Gemeinde? Und wie können Ehrenamtliche für ihre Aufgaben motiviert werden? Wer mit Ehrenamtlichen zusammenarbeitet, dem hilft die Schulung vom 17. bis 19. Februar, Antworten auf diese Fragen zu finden. Simon Werner vom GJW Elstal und Andy Petry von der Zellgemeinde Bremen führen an dem Wochenende durch das Programm.

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Kirche 21: Probier mal!

Ein geistliches Ausprobier-Wochenende für Menschen auf dem Weg

Wenn das geistliche Leben eingeschlafen ist oder alte Formen in ein neues Leben nicht so recht passen, wird es Zeit, etwas Neues zu suchen. Dafür bietet Kirche 21 vom 24. bis 26. Februar ein geistliches Ausprobier-Wochenende an für Menschen, die auf dem Weg sind. Ob Klangschale oder Lobpreis, ob Fahnenschwenken oder Stille, ob Gebetsgemeinschaft oder christliche Meditation – hier kann alles ausprobiert werden! „Probier mal!“ bedeutet: Ausprobieren und neue Formen für das geistliche Leben und die Gemeinde entdecken.

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Impulstag Forum Älterwerden

Von der Lust und der Last des Alter(n)s

Foto: iStock/Ljupco

„Von der Lust und der Last des Alter(n)s“ lautet das Thema des Impulstags des „Forums Älterwerden“ am 25. Februar in der EFG Kassel-Oberzwehren. Eingeladen sind die Mitarbeitenden in der Landesverbands-, der Gemeinde- und der überregionalen Arbeit mit und für ältere Erwachsene und Senioren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen sich in ihrer Arbeit unterschiedlichen Fragen und Herausforderungen stellen: Einzelne Gruppen werden kleiner, weil das Durchschnittsalter steigt. Andere Gruppen stehen in einem Umbruch und suchen brauchbare Anregungen. Einige fragen sogar: Sind Gruppenangebote eigentlich noch zeitgemäß? An manchen Orten gibt es auch neue Initiativen mit themenorientierten Angeboten und anderes mehr. Auf dem Impulstag geht es sowohl um den Erfahrungsaustausch als auch um neue Ideen und Angebote.

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Aktuelles aus den Landesverbänden

Einsatz für Flüchtlinge: Postkartenaktion gegen Abschiebung

20 neue Mitglieder hat die Christuskirche Bamberg dazugewonnen, seit sie 2014 mit ihrer Flüchtlingsarbeit begonnen hat. Kontakt haben die Mitglieder der Gemeinde zu weit mehr Geflüchteten. Für Menschen, die aus Afghanistan nach Deutschland gekommen sind, hat die Baptistengemeinde jetzt eine besondere Postkartenaktion ins Leben gerufen. „Als die Abschiebepläne der Bundesregierung bezüglich der afghanischen Flüchtlinge bekannt wurden, waren wir uns in der Gemeindeleitung schnell einig“, sagt Ursula Schwarz, Älteste der Gemeinde. „Wir können nicht nur taufen, es ist wichtig, dass wir auch nach außen für die Menschen eintreten, von deren Schicksal wir inzwischen so viel wissen. Die Lebenssituation, aus der allein unsere afghanischen Geschwister zu uns gekommen sind, ist so verheerend, dass wir uns im Klaren darüber sind: Afghanistan ist kein sicheres Herkunftsland.“

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EBM INTERNATIONAL: Geschichten vom Missionsfeld

Gemeindegründungen auf Kuba: Taufe von Yamile

Im März 2013 starteten einige Mitarbeiter in Abel Santamaría, Havanna, einen Kinderbibelclub. Schnell kamen auch Kontakte zu den Familien der Kinder zustande. Viele Menschen kamen zum Glauben und ließen sich taufen. Schon knapp zwei Jahre später, 2015, wurde eine Gemeinde gegründet. Diese trifft sich sonntags unter einem Blechdach, das am kleinen Haus vom Ehepaar Olga und Jacinto aus der Gemeinde angebaut wurde. Letztes Jahr konnte ein Grundstück gekauft werden auf dem nun ein kleines Gemeindehaus entsteht. Yamile (l.) ließ sich am 16. Februar 2016 in der Gemeinde taufen. Was das für sie bedeutet, erzählt sie in einem kleinen Bericht.

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Tag des baptistischen Weltbunds

Material für den BWA-Sonntag

Der Tag des Baptistischen Weltbunds (BWA) findet in diesem Jahr am 5. Februar statt. Das Material für einen Gottesdienst unter dem Thema „Erschaffen nach Gottes Ebenbild“ steht auf der Internetseite des Baptistischen Weltbunds in verschiedenen Übersetzungen – auch auf Deutsch – zum Herunterladen bereit. Am BWA-Tag feiern Baptisten weltweit gemeinsam Gottesdienst und beten füreinander. Die Gemeinden des BEFG sind eingeladen, sich daran zu beteiligen.

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