Bund Evangelisch-Freikichlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.

BUND AKTUELL Nr. 10 | 6. Oktober 2016

Liebe Leserin, lieber Leser,


vor dem Essen danken viele Christen unserem Gott für die Speisen. Das Tischgebet ist für viele selbstverständlich. Genauso selbstverständlich ist es für die meisten auch geworden, dass die Tische überaus reich gedeckt sind. Da kann das Tischgebet schon mal zur leeren Worthülse verkommen.

Umso wichtiger ist für mich daher das Erntedankfest, das wir am vergangenen Sonntag gefeiert haben. Zu Erntedank halten wir inne und machen uns den vielfältigen Reichtum bewusst, den wir haben. Wir werden daran erinnert, dass dieser Reichtum alles andere als selbstverständlich ist. Ein Blick in die Nachrichten reicht, um das festzustellen. Wir dürfen das, was uns gegeben ist, als Segen und Gabe Gottes betrachten. So gewinnt womöglich auch das tägliche Tischgebet wieder an Bedeutung.

Gaben, die Gott uns anvertraut, sind zugleich auch Aufgaben, mit denen er uns betraut! Gott beschenkt uns mit guten Gaben und begabt uns damit zugleich, diesen Reichtum mit anderen Menschen zu teilen. Dies gilt in unserem privaten Leben wie auch im Leben unserer Gemeinden und unseres Bundes. Der deutsche Dramatiker und Schriftsteller August von Kotzebue, der von 1761 bis 1819 lebte, hat das so formuliert: „Dankbare Menschen sind wie fruchtbare Felder; sie geben das Empfangene zehnfach zurück.“

Ein dankbares Herz, ein seliges Geben und viel Freude beim Lesen von BUND AKTUELL wünscht

Christoph Stiba
Generalsekretär

PS: Als Christen haben wir die Aufgabe, neben den uns anvertrauten Gaben auch Gottes freimachende Botschaft an unsere Mitmenschen weiterzugeben. Der missionarische Gemeindekongress DYNAMISSIO im März 2017 wird dafür wertvolle Praxisimpulse geben. Ich freue mich schon sehr auf diese Konferenz, die für mich ein echter Höhepunkt im Jahr des Reformationsjubiläums ist! Über 1.000 Menschen haben sich schon angemeldet. Der Frühbucherrabatt wurde nach technischen Problemen mit der Anmeldeseite bis zum 9. Oktober verlängert. Ich ermutige Sie und Euch dazu, diese Chance zu nutzen! Ich hoffe auf viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem BEFG bei diesem ganz besonderen überkonfessionellen Event.





Dienstwechsel: Kommunikation und Hochschule

Dr. Jenny Jörgensen und Christian Wehde gehen, Julia Grundmann zurück

Nach 17 Monaten Elternzeit ist Julia Grundmann (o.l.) zum 1. Oktober als Referentin für Öffentlichkeitsarbeit in das Referat für Kommunikation zurückgekehrt. Dr. Jenny Jörgensen (o.r.), die sie in dieser Zeit vertreten hat, hat ihren Dienst beim BEFG beendet. Sie bleibt beruflich im Baptismus und beginnt als „Kommunikationsmanagerin Presse“ bei der Immanuel Diakonie in Berlin-Wannsee. Christian Wehde (u.) hat die Theologische Hochschule Elstal verlassen. Der bisherige wissenschaftliche Mitarbeiter für Neues Testament wird an seinem neuen Wohnort Kelkheim an seiner Dissertation weiterarbeiten. Nach Abschluss seines Promotionsprojekts wird er sich die Pastorenstelle in Kelkheim mit seiner Frau Janina teilen.

Präsidium und Bundesgeschäftsführung danken Christian Wehde und Jenny Jörgensen für ihren Dienst und wünschen ihnen und Julia Grundmann Gottes Segen für den neuen Lebensabschnitt.

[mehr]

Große Bewegung von Iranern zum christlichen Glauben

Segen und Herausforderung für die BEFG-Gemeinden

Viele Menschen aus dem Iran und Afghanistan finden in Deutschland zum christlichen Glauben. Diese Entwicklung hinterlässt auch im BEFG deutliche Spuren, wie eine aktuelle Umfrage unter den Gemeinden der Freikirche ergeben hat. „Unsere Gemeinden erleben an dieser Stelle einen außergewöhnlichen Segen Gottes und stehen zugleich vor großen Veränderungen und Herausforderungen“, sagt Thomas Klammt, BEFG-Referent für Integration und Migration, der die Umfrage initiiert hat. Um diese Gemeinden zu unterstützen, bietet der Gemeindebund Angebote für die deutsch-persische Gemeindeentwicklung an.

[mehr]

Aktuelles aus den Landesverbänden

Neue Reformationsschilder jetzt bestellen!

In diesem Jahr veröffentlicht der Landesverband Nordwestdeutschland erstmals fünf verschiedene Reformationsschilder. Eines haben sie mit den Schildern aus den vergangenen Jahren gemeinsam: An der Haustür aufgehängt laden sie ein, über den Reformationstag ins Gespräch zu kommen. Sie sollen zeigen, dass es am 31. Oktober viel mehr als Halloween gibt. „Immer wieder haben mir Leute davon berichtet, dass sie durch das Reformationsschild schöne Begegnungen und auch Gespräche über den Glauben mit Kindern und Erwachsenen hatten“, so Carsten Hokema, der als Referent im Dienstbereich Mission das Projekt begleitet. Jetzt ist es möglich, die Schilder gegen eine Spende zu bestellen.

[mehr]

„Ich bin da“: Wenn die Gemeinde zu dir nach Hause kommt

Das überarbeitete Schulungskonzept für Besuchsdienste

Foto: Fotolia.com | Nejron Photo

Besuchsdienste bilden die Brücke zwischen dem aktiven Gemeindeleben und den Menschen, die aus gesundheitlichen, psychischen oder persönlichen Gründen nicht dabei sein können. Damit diese „aufsuchende Gemeindearbeit“ gelingt, bietet der BEFG die Schulung „Ich bin da“ an. Eine Arbeitsgruppe des Fachbereichs Familie und Generationen hat das Seminar nun überarbeitet. „Ich bin da“ behandelt Grundlagen der Gesprächsführung, der Psychologie und der Seelsorge. Auch ethische und rechtliche Fragen werden angesprochen, ebenso der Umgang mit schwierigen Themen, um die es bei den Besuchen gehen kann. Ganz neu vermittelt die Schulung, wie Gemeinden den Besuchsdienst in das Gesamtkonzept ihrer Arbeit einbinden können.

[mehr]

Eine starke gemeinsame Stimme

Ratstagung der Europäischen Baptistischen Föderation (EBF) in Tallinn

Foto: Marten Becker

Menschen aus 40 Ländern, darunter auch vier Vertreter aus dem BEFG, nahmen Ende September an der EBF-Ratstagung in der estnischen Hauptstadt Tallinn teil. Sie hatten Gelegenheit, sich mit Delegierten anderer Baptistenbünde aus Europa, dem Nahen Osten und Zentralasien auszutauschen und an deren aktueller Situation Anteil zu nehmen. So erfuhren sie etwa von den Herausforderungen im Libanon. In dem Nachbarland Syriens kommt auf zwei Bürger mittlerweile ein Flüchtling. Die Delegierten verabschiedeten Resolutionen zum Bürgerkrieg in Syrien, zur Flüchtlingssituation in der Türkei und zu christlicher Mission, die in Wort und Tat geschehen müsse.

[mehr]

Geschichten vom Missionsfeld

Eine Brücke der Hoffnung in Indien

Bridge of Hope hilft Kindern, die harte Schicksalsschläge erlebt haben, Jugendlichen, deren Zukunft perspektivlos erscheint, und Menschen, die sich medizinische Hilfe nicht leisten könnten. Das baptistische Werk erhält dabei Unterstützung von EBM INTERNATIONAL und kann so jungen Leuten wie Radhika eine Zukunft geben. Die 19-Jährige, aufgewachsen in Armut, hatte keine Aussicht auf einen Berufsabschluss. Nun macht sie im Ausbildungszentrum von Bridge of Hope eine Lehre als Näherin. Diese und weitere hoffnungsvolle Geschichten lesen Sie auf der Internetseite der EBM.

[mehr]

„Versöhnt miteinander“

Wort der ACK zum Reformationsjubiläum

Foto: ACK

Die Impulse der Reformation aufnehmen und wechselseitig voneinander lernen: Dazu ruft die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) in ihrem Wort zu 500 Jahre Reformation auf. Das Papier mit dem Titel „Versöhnt miteinander“ hat die ACK auf ihrer Mitgliederversammlung Ende September in Augsburg veröffentlicht. Das Dokument regt dazu an, das Jahr 2017 ökumenisch zu betrachten: die Impulse der Reformation aufzunehmen, gemeinsam die Folgen der Kirchenspaltung zu bedenken, wechselseitig voneinander zu lernen und die Zukunft ökumenisch zu gestalten.

[mehr]

Micha Deutschland: Aktionswoche für Menschenwürde

Einsatz für die nachhaltigen Entwicklungsziele der UN

„Der Weg zur Menschenwürde bis 2030“ – unter diesem Titel haben die Vereinten Nationen im vergangenen Jahr den Plan verabschiedet, dass die Welt innerhalb von 15 Jahren frei von extremer Armut werden soll. Micha Deutschland unterstützt diese Vision. Die Organisation, die bis vor kurzem Micha-Initiative hieß, setzt sich dafür ein, dass Christinnen und Christen in Deutschland ihren Teil dazu beitragen, dass eine solche Welt Wirklichkeit wird. Vom 10. bis 16. Oktober gibt es dazu die Micha-Aktionswoche, durch die Gemeinden, Gruppen und einzelne Interessierte erfahren sollen, wie der Einsatz für eine gerechtere „Welt der Würde“ konkret aussehen kann.

[mehr]

Ökumenische Bibelwoche 2016/17

Arbeitsmaterial jetzt erhältlich – Thema: „Bist du es?“

„Bist du es?“ ist das Motto der Bibelwoche 2016/17. Die Frage aus Matthäus 11,3 soll aus verschieden Perspektiven betrachtet werden: Wer war Jesus? Was bedeutet er für uns heute? Wer bin ich, und wie ist meine persönliche Beziehung zu Jesus? Die Arbeitsmaterialien für die Woche sind jetzt im Verlag Neukirchener Aussaat erschienen. Sie werden von der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (AMD), der Deutschen Bibelgesellschaft (DBG) und dem Katholischen Bibelwerk herausgegeben. Viele Gemeinden veranstalten die Bibelwoche um den Bibelsonntag herum, der am letzten Sonntag im Januar gefeiert wird. In der Terminwahl sind die Gemeinden aber frei.

[mehr]