Bund Evangelisch-Freikichlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.

BUND AKTUELL Nr. 12 | 7. Dezember 2017

Liebe Leserin, lieber Leser,


„Wer hat Weihnachten geklaut?“ ist der Titel eines Weihnachtsbilderbuches für Kinder, in dem von einem Eichhörnchen erzählt wird, dem das Weihnachtsgebäck gestohlen worden ist. Es ist eine amüsante weihnachtliche Geschichte, die der Großvater gut seinen Enkeln erzählen, zeigen und vorlesen kann.

Losgelöst von dieser Geschichte kommt mir aber diese Frage, wer denn nun Weihnachten geklaut hat, immer wieder in den Sinn, wenn ich den ganzen Weihnachtsrummel jedes Jahr erlebe. Überall in der Stadt gibt es Weihnachtsmärkte, die allerdings in diesem Jahr besonders gesichert sind – ist doch die Erinnerung an das Attentat vom Breitscheidplatz in wacher Erinnerung.

Die Städte haben sich besonders mit Lichterketten, Sternen und Tannenbäumen geschmückt. Die Schaufenster der Geschäfte sind aufwändig dekoriert. Aus versteckten Lautsprechern rieselt sanfte Weihnachtsmusik. Die Geschäfte sind voll, und überall sieht man Menschen, bepackt mit Einkaufstüten und Geschenken. Und Weihnachtsfeiern gibt es auch in jeder Firma und Institution. Wenn es jetzt noch schneien würde, erschiene es geradezu perfekt. Weihnachten, das Fest des Lichts und des Friedens. Ein Familienfest für Große und Kleine. Es ist eine verzauberte Zeit und das ist schön, jedes Jahr aufs Neue.

Trotzdem habe ich den Eindruck, irgendjemand hat Weihnachten geklaut. Denn für viele Menschen ist der eigentlich Grund der Weihnacht doch in den Hintergrund geraten oder vollkommen vergessen. Längst stehen für die meisten alle möglichen anderen Dinge beim Weihnachtsfest im Vordergrund. Das gilt auch trotz der Tatsache, dass der Kirchenbesuch am Heiligen Abend so hoch ist wie sonst im ganzen Jahr nicht.

Weihnachten ist das Fest, das wir feiern, weil Jesus geboren ist. Gott hat seinem bedingungslosen JA zu uns Menschen in seinem Sohn einen entscheidenden Ausdruck gegeben. Gott wird Mensch, um uns seine Liebe zu zeigen. Das erlebten zunächst einzelne Menschen, Maria und Josef genauso wie die Hirten, die weisen Sterndeuter und andere. Doch diese Begegnung mit dem Kind in der Krippe ist immer noch möglich. Es ist ein sehr persönliches und besonderes Angebot!

„Eins aber, hoff ich, wirst du mir, mein Heiland, nicht versagen: dass ich dich möge für und für in meinem Herzen tragen. So lass mich deine Krippe sein; komm, komm und kehre bei mir ein mit allen deinen Freuden“, hat Paul Gerhardt gedichtet. Da ist Weihnachten in seinem eigentlichen Sinn ganz nahe bei und in mir.

Nun bin ich wieder beruhigt, denn niemand hat Weihnachten gestohlen. Es ist nach wie vor da, denn die Begegnung mit Gottes lebendig gewordenem Wort geschieht weiterhin, alle Jahre wieder und auch an jedem neuen Tag. Es ist und bleibt die Aufgabe von Christen, die Weihnachtsfreude mit allen zu teilen, die auf ihre Art und Weise Weihnachten feiern, wie auch immer und wo auch immer. Frieden auf Erden, heißt die Botschaft und für die treten wir ein.

Michael Noss
Präsident



Hinweis

Die nächste Ausgabe von BUND AKTUELL erhalten Sie am 11. Januar 2018.




Menno ter Haseborg verstorben

Noss würdigt „große Treue für die Sache Gottes“

BEFG-Pastor Menno ter Haseborg ist am 5. Dezember im Alter von 70 Jahren verstorben. Der ausgebildete Jurist und Theologe engagierte sich viele Jahre im Berufungsrat sowie im Vertrauensrat, dessen Vorsitzender er drei Jahre lang war. Zudem gehörte er dem Kirchengericht des Bundes an. Für die Vereinigung Evangelischer Kirchen (VEF) brachte er bis zuletzt als freikirchlicher Ansprechpartner vor dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Härtefalldossiers ein. BEFG-Präsident Michael Noss würdigte seinen ehemaligen Studienkollegen als engagierten Ökumeniker: „Die Einheit der Christen war Menno ter Haseborg ein großes Anliegen, um das er sich verdient gemacht hat. Er hatte ein scharfes analytisches Gespür, gepaart mit einer tiefen Frömmigkeit und einer großen Treue für die Sache Gottes. Wir trauern mit seiner Familie.“ Die Beisetzung von Menno ter Haseborg findet am 21. Dezember um 16 Uhr in der Stadtkirche St. Laurentii in Itzehoe statt.


Neue BUJU-Seite online

Jetzt zum BUJU 2018 anmelden

Beim BUJU des Gemeindejugendwerks (GJW) im Sommer 2018 warten mitreißende Predigten, tägliche Bibelarbeiten und kreative Workshops darauf, junge Leute in ihrem Glauben zu stärken. Vom 31. Juli bis 4. August gibt es in Otterndorf bei Cuxhaven außerdem Open-Air-Musik vom Feinsten und ein buntes Festivalprogramm rund um Deich, Sportplatz und Badesee. Auf der neuen BUJU-Seite ist es ab sofort möglich, sich selbst oder – als Weihnachtsgeschenk – den eigenen Nachwuchs, Enkel oder Kinder von Freunden anzumelden. Dort werden auch das bunte Programm, das Predigerteam und die Bands vorgestellt.

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Dokumentarfilm über die „Herzbrücke“

Kinderretter zwischen Hamburg und Kabul

Für schwerkranke Kinder ist die „Herzbrücke“ oft die letzte Hoffnung: Das Projekt der Evangelisch-Freikirchlichen Albertinen-Stiftung bringt herzkranke Kinder aus Afghanistan für lebensrettende Operationen nach Deutschland. Eine Reportage, die am 10. Dezember um 23:45 Uhr auf RTL ausgestrahlt wird, zeigt die Geschichte zweier dieser Kinder: Aisha und Husnia, sechs und elf Jahre alt. Der Film beginnt am Rande Kabuls, zeigt die lebensbedrohliche Situation der Mädchen, begleitet sie auf dem Weg nach Hamburg, in ihre Gastfamilien und ins Albertinen-Krankenhaus, dessen Träger als Einrichtung in Bekenntnisgemeinschaft mit dem BEFG verbunden ist. Ein Trailer auf der Seite der Produktionsfirma EIKON macht Lust, einzuschalten und sich auf diese bewegende filmische Reise zu begeben.

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Akademie im Gespräch: Die „Islam-Debatte“

Gesprächsbeitrag und Argumentationshilfe zu einem aktuellen Thema

Im Vorfeld des Evangelischen Kirchentags 2017 forderte Bundesinnenminister Thomas de Maizière die Kirchen auf, sich mehr an der gesellschaftlichen Debatte über den Islam zu beteiligen. Kurz darauf hatten die Referenten der Evangelisch-Freikirchlichen Akademie Elstal Gelegenheit, mit Dr. Friedmann Eißler von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen über den Umgang mit dem Islam zu diskutieren. Die erste Ausgabe von „Akademie im Gespräch“ nimmt mit hinein in diesen Gedankenaustausch. Die neue Reihe dokumentiert Fachgespräche zu Themen, die Gemeinden und Gesellschaft bewegen. Sie stellt Meinungen dar und bietet Argumentationshilfen.

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Aktuelles aus den Landesverbänden

Schalom Begegnungszentrum der EFG Delitzsch erhält Auszeichnung

Das Schalom Begegnungszentrum in Delitzsch erinnert an die Geschichte des jüdischen Lebens in der sächsischen Stadt und leistet mit seiner Arbeit einen Beitrag dazu, dass sich die Bürgerinnen und Bürger „ins Geschehen der Stadtgesellschaft einmischen und das Bild der Stadt zum Nutzen aller mitgestalten.“ Dafür wurde es von der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung als einer von drei „Politischen Orten 2017“ ausgezeichnet. Das Begegnungszentrum bietet Veranstaltungen für Jugendliche, Senioren und Eltern sowie für Kita-Gruppen und Schulklassen an. Es verleiht jährlich einen „Schalom Delitzsch-Preis“ und organisiert für die Menschen im Ort Exkursionen an Plätze des Gedenkens. Außerdem pflegt die Initiative die „Stolpersteine“ im Ort. Trägerin der Arbeit ist die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Delitzsch.

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Von Lebensgeschichten, wie nur Jesus sie schreiben kann

Missionskonferenz des österreichischen Baptistenbundes

Im November veranstaltete der österreichische Baptistenbund in Wien seine jährliche Missionskonferenz. Die im Iran geborene BEFG-Pastorin Flor Namdar berichtete über ihren Lebensweg: wie sie in jungen Jahren ihren muslimischen Glauben aufgab und später zum Glauben an Jesus Christus fand. „Liebe statt Furcht“, der Titel ihres Buches, war zugleich Thema der Konferenz. Das Miteinander in Wien brachte die große Buntheit des österreichischen Bundes zum Ausdruck. So wurde Gott in der afrikanischen Sprache Lingála gelobt, auf Farsi und Deutsch sowie durch einen mongolischen Worship-Tanz.

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Tag des Baptistischen Weltbunds

Material für den BWA-Sonntag

Am 5. Februar 2018 ist der Tag des Baptistischen Weltbunds (BWA). Das Gottesdienstmaterial steht dieses Mal unter dem Thema „Eine Familie: Die Gemeinde der Gläubigen macht sich ihr gemeinsames Erbe bewusst“. Es kann auf der Internetseite des Baptistischen Weltbunds heruntergeladen werden. Der Gottesdienstentwurf stammt von Dr. Lina Toth aus Schottland. Die deutsche Übersetzung hat – wie schon in den vergangenen Jahren – Dorothee Dziewas vorgenommen. Am BWA-Tag feiern Baptisten weltweit gemeinsam Gottesdienst und beten füreinander. Die Gemeinden des BEFG sind eingeladen, sich daran zu beteiligen und das zur Verfügung stehende Material zu nutzen.

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Mit Gebet und Bibellesen ins neue Jahr

Drei konfessionsübergreifende Ereignisse im Januar

Auch das Jahr 2018 startet wieder mit konfessionsübergreifendem Beten und Bibellesen. Den Auftakt bildet vom 14. bis 21. Januar die Allianzgebetswoche mit dem Thema „Als Pilger und Fremde unterwegs“. Vom 18. bis 25. Januar findet die Gebetswoche für die Einheit der Christen statt. Eine ökumenische Gruppe der Konferenz der Kirchen in der Karibik (Carribean Conference of Churches, CCC) hat die Texte für die Gebetswoche erarbeitet. Unter der Überschrift „Deine rechte Hand, Herr, ist herrlich an Stärke“ beschäftigen diese sich mit dem Bibeltext aus 2. Mose 15,1-21. Die Befreiungsgeschichte des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten schenkt auch vielen Menschen in der Karibik, die bis heute von den Folgen der Kolonisation geprägt ist, Hoffnung und Zuversicht. Am 28. Januar wird der Ökumenische Bibelsonntag unter dem Thema „Liebe – einfach  göttlich!“ (Hld 3,1-5) begangen. Der Gottesdienstentwurf für diesen Sonntag stammt von Dr. Emanuel Wieser, Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde München-Holzstraße. Auf den verlinkten Internetseiten finden Sie neben den Materialien für die Gottesdienste auch Anregungen für das ökumenisch verbindende Beten und Bibellesen.


EBM INTERNATIONAL: Geschichten vom Missionsfeld

Gottes verändernde Liebe

EBM-Missionssekretär Matthias Dichristin erlebte auf seiner Reise ins südliche Afrika ermutigende Begegnungen, die für ihn zeigen, wie Gott durch die Projekte von EBM INTERNATIONAL mit seiner verändernden Liebe Hoffnung in das Leben von Menschen bringt. Im mosambikanischen Macia etwa erhalten 40 Kinder Fürsorge und etwas zu Essen. Sie knüpfen wichtige Beziehungen und haben Anteil am sozialen Leben. Und die Mitarbeitenden sorgen dafür, dass den Kindern ihr Recht auf einen Schulbesuch ermöglicht wird. „Viele Kinder sind so richtig aufgeblüht“, berichtet Matthias Dichristin.

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PROCHRIST LIVE 2018: Veranstalter werden

TV-Serie stimmt auf die Evangelisationswoche ein

Ab dem 18. Januar strahlt Bibel TV sieben Sendungen über das Glaubensbekenntnis aus, die auf die PROCHRIST LIVE-Themenwoche vom 11. bis 17. März 2018 einstimmen sollen. Schon jetzt gibt es zur TV-Serie mit den PROCHRIST-Moderatoren Elke Werner und Steffen Kern einen Trailer, der Gemeinden ermutigen kann, die Evangelisationsveranstaltung aus Leipzig in den eigenen Räumen zu übertragen. Dazu lädt BEFG-Generalsekretär Christoph Stiba ein, der dem proChrist-Vorstand angehört: „Geboten wird ein Programm mit starken Impulsen, Musik, Theater und Interviews, bei dem Christus im Mittelpunkt steht. PROCHRIST LIVE hilft Gemeinden, Menschen den Glauben an Gott auf lebendige und attraktive Weise weiterzugeben.“ Manuel Schienke, Kantor der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Kassel-Wilhelmshöhe, wird die PROCHRIST-Band leiten.

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