Bund Evangelisch-Freikichlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.

BUND AKTUELL Nr. 4 | 4. April 2019

Liebe Leserin, lieber Leser,


zweimal im Jahr gibt es eine Zeitumstellung. Im Frühjahr wird auf Sommerzeit und im Herbst auf Winterzeit umgestellt. Immer wieder setzt dann ein Nachdenken darüber ein, wie nun die Uhren umzustellen sind, eine Stunde vor oder zurück. Da diese Zeitumstellung immer in der Nacht von Samstag auf Sonntag stattfindet, kann man am Gottesdienstbesuch gut erkennen, wer das System verstanden hat und wer nicht. Im Frühjahr kommen einige eine Stunde zu spät und im Herbst kommen andere eine Stunde zu früh. Wer bei der Zeitumstellung nicht mitmacht, fällt aus der Zeit. Bald soll mit dieser alljährlichen Verwirrung allerdings Schluss sein. Ab 2021 bleibt die Zeit wahrscheinlich wie sie ist. Zumindest gilt das für die Uhrzeit.

Ansonsten schreitet die Zeit voran. Gleichmäßig geht sie weiter, Stunde um Stunde, Tag um Tag, Jahr um Jahr, auch losgelöst vom Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit. Aber es gibt noch eine andere Art der Zeitumstellung: wenn das Leben sich plötzlich verändert und es eben nicht mehr einfach so weitergeht wie bisher. Vielleicht, weil Krankheit ins Leben eingebrochen ist oder etwas zu Ende geht, was über lange Zeit Bestand hatte. Es kann auch der Aufbruch zu etwas Neuem sein, ein Start in Unbekanntes. Wir erleben solche Umbrüche immer auch als eine Art Zeitenwende. Es hat sich Wesentliches verändert, und es wird nicht mehr so bleiben können, wie es war.

Zeitenwenden sind herausfordernde Zeiten. Wir müssen uns neu ausrichten. Es ist eine Frage der Haltung. Lasse ich mich aktiv ein oder verhalte ich mich passiv und wehre ab. Neutral werde ich in solchen Momenten nicht bleiben können, weil die Veränderungen zutiefst mit mir zu tun haben. Wer bei solchen Zeitenwenden nicht mitmachen will, fällt auch aus der Zeit.

Ostern ist die Zeitenwende, die Gott initiiert hat. Es sollte nicht mehr so weitergehen wie immer, ein Leben zwischen Hoffen und Versagen. Gott hat durch Jesus Christus dem Leben einen neuen Sinn und Inhalt gegeben, da hörte Altes auf und Neues hat angefangen. Gott hat die Welt mit sich selbst versöhnt und Frieden gemacht hin zu einer lebendigen Hoffnung. Lässt man sich darauf ein, dann gilt: „Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden: denen, die an seinen Namen glauben.“ (Johannes 1,12)

Bei Zeitumstellungen dreht man an der Uhr, vor oder zurück. Bei der großen Zeitenwende Gottes erhalten wir die Freiheit, Gottes neue Welt mitzugestalten. Vor vielen Jahren hat Liselotte Corbach gedichtet: „In die Zeitenwende hast du uns gestellt. Hier sind Herz und Hände für die neue Welt.“ Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!

Michael Noss
Präsident





Osterkalender

Predigtentwürfe zu den „Osterleuten“

Der Osterkalender „Osterleute – unterwegs von Ostern bis Pfingsten“ ist an die Gemeinden des BEFG verschickt worden. Für die siebeneinhalb Wochen wird es acht übergeordnete Themen geben: „Osterleute... gehen weiter, zweifeln, lieben, hoffen, singen, beten, warten und gehen hin.“ Diese Themen werden anhand von biblischen Osterleuten – wie Maria, Thomas oder Petrus – verdeutlicht. Das Kollegium der Theologischen Hochschule Elstal hat außerdem dazu passende Predigtentwürfe erstellt. Sie stehen ab sofort zum Herunterladen zur Verfügung. Sollten die Kalender nicht ausreichen, können gegen eine Spende weitere Kalender angefordert werden: kommunikation(at)baptisten.de.

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…weil mein Herz dafür brennt!

Osterspenden für die Bildungsarbeit

Traditionell bittet der BEFG zu Ostern um Spenden zur Förderung seiner Bildungsarbeit. Samuel und Sara Holmer studierten vor nicht allzu langer Zeit an der Theologischen Hochschule Elstal. Nun sind sie im Gemeindedienst der EFG Hannover-Linden und zeigen sich von ihrer Arbeit begeistert: „Wenn ich das Gefühl habe, ich kann Leuten dabei helfen, das Evangelium neu für sich zu ergreifen und die Freiheit des Evangeliums zu erfahren, dann ist das einfach wunderbar!“ So beschreibt Samuel seinen Dienst. Auch für Sara ist die Arbeitsstelle mehr Berufung als Beruf: „Es ist das, was ich sowieso machen würde, weil mein Herz dafür brennt.“ In der Spendenbitte des BEFG wird dazu eingeladen, die Bildungsarbeit der Hochschule sowie der Evangelisch-Freikirchlichen Akademie Elstal mit einer Spende und durch Kollekten zu unterstützen: „Wir wollen Menschen dabei helfen, ihre Berufung zu entfalten und ihr Potential zu entwickeln, um so unsere Gemeinden zu stärken. Wir wollen Menschen unterstützen, deren Herzen für Gott brennen!“

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Artikelserie INSPIRIERT LEBEN

Von Musik bis Stille

Was ist typisch für den Glauben baptistischer Erwachsener? Und welche Frömmigkeitsformen hat die Brüderbewegung? Die Artikelserie zum Jahresthema „INSPIRIERT LEBEN … dass Christus Gestalt gewinnt“ beschäftigt sich mit diesen und anderen Fragen. Sie behandelt vier verschiedene Säulen: Hören auf Gottes lebendige Stimme, die eigene Spiritualität wertschätzen, sich von anderen christlichen Traditionen und Ausdrucksformen inspirieren lassen und Christus im Handeln und in Begegnungen sichtbar werden lassen. Die Artikelserie erscheint in der Zeitschrift DIE GEMEINDE und auf baptisten.de. Die Serie endet am Ostersonntag mit einem Artikel, in dem Hörfunkjournalist und Buchautor Andreas Malessa den Glauben Martin Luther Kings beleuchtet. Er hat auch die Texte für ein Musical über das Leben des berühmten Baptistenpastors geschrieben, bei dem der BEFG Kooperationspartner ist.

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Aktuelles aus den Landesverbänden: Regionalkonferenzen

Wie Gemeinden auf gesellschaftliche Entwicklungen reagieren

Foto: Andreas Nitsch

Nach dem Auftakt der jährlichen regionalen Konferenzen am vergangenen Wochenende führen an diesem Samstag vier BEFG-Landesverbände ihre Ratstagungen durch. Bereits am Freitagnachmittag beginnt die zweitägige Jahreskonferenz des ChristusForums Deutschland (AGB). Das Themenspektrum der Tagungen reicht vom Umgang mit Fake News und gesellschaftlicher Polarisierung über Konzepte für eine „vitale Gemeinde“ und gute Leitungsarbeit bis hin zur Stärkung zwischenmenschlicher Beziehungen.

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Pfingstsonntag ist GJW-Sonntag

Wo Kinder das Wunder erleben

Jedes Jahr veranstaltet das Gemeindejugendwerk (GJW) rund 25 Zeltlager für Kinder. Traditionell finden viele zu Pfingsten und Himmelfahrt statt. Dieser Pfingstsonntag ist gleichzeitig GJW-Sonntag! Das GJW veranstaltet nicht nur Freizeiten, sondern stellt auch Materialien für die Gemeindearbeit vor Ort zur Verfügung. Zum Beispiel gibt es einige kreative Ideen zum Pfingstsonntag, wie einen Predigtentwurf zur Pfingstgeschichte aus Apostelgeschichte 2,1-13 von Udo Rehmann, eine Gebetsaktion, Liedvorschläge oder Fragen rund um Pfingsten für einen Gesprächseinstieg.

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HERRLICH: Baptistische Identität 2.0

Freiheit ist alles!

Foto: manun/photocase.de

Das neue HERRLICH-Magazin aus dem GJW befasst sich mit „Baptistischer Identität 2.0“. So geht es in der aktuellen Ausgabe um die sogenannten Baptist Principles. Die Autorinnen und Autoren laden dazu ein, sich auf eine Entdeckungsreise zu begeben, was es heißen kann, baptistisch zu sein – „und sich den Wind der Freiheit Gottes um die Nase wehen zu lassen.“ Das HERRLICH-Magazin wurde an die Gemeinden verschickt und kann kostenlos abonniert oder als PDF-Dokument heruntergeladen werden.

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Newsletter der Theologischen Hochschule Elstal

Informationen zum Reinschnuppern

Die Theologische Hochschule Elstal versendet ab diesem Semester einen Newsletter. Darin informiert die Hochschule regelmäßig über Neuigkeiten und Hintergründe rund um das Lernen und Lehren an der Theologischen Hochschule Elstal sowie das Leben auf dem Campus. Der Newsletter erscheint zweimal im Jahr, jeweils zum Ende des Semesters. Aktuellere Informationen, Hintergründe und persönliche Einblicke von Studierenden gibt es über die Social-Media-Kanäle der Hochschule. Für alle Interessierten findet zum Beispiel vom 17. bis zum 19. Juni ein kostenloses Schnupperstudium statt.

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Seelsorgetag NRW

Orientierung in einer komplexer werdenden Welt

Die Evangelisch-Freikirchliche Akademie Elstal veranstaltet im November gemeinsam mit dem BEFG-Landesverband NRW und der Region West des Bundes Freier evangelischer Gemeinden einen Seelsorgetag in Dortmund. „Wie leben wir in einer Welt, die sich ständig verändert und in der eine wachsende Vielfalt von Werten, Meinungen und Lebensentwürfen gleichrangig nebeneinander existieren?“, heißt es im Ausschreibungstext. Thematisch geht es darum, wie Seelsorgerinnen und Seelsorger sowie Ratsuchende gleichermaßen mit Widersprüchen und zunehmender Unsicherheit leben und auf veränderte Lebensbedingungen reagieren können. Hauptreferentin ist Dr. Andrea Klimt, Professorin für Praktische Theologie an der Theologischen Hochschule Elstal. Am Nachmittag gibt es die Möglichkeit, einen von 14 angebotenen Workshops zu belegen. Die Anmeldung ist ab sofort möglich.

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Nachhaltig für die Zukunft

Arbeitskreis Evangelium und gesellschaftliche Verantwortung

Foto: Dustan Woodhouse/Unsplash

Der Arbeitskreis „Evangelium und gesellschaftliche Verantwortung“, eine Kommission des Bundesrates des BEFG, hat das Anliegen, auf gesellschaftliche und politische Entwicklungen aus baptistischer Sicht zu reagieren. Dazu beschäftigte er sich in seiner letzten Sitzung mit den Schülerprotesten „Fridays for Future“, dem Gedenken zu 500 Jahre Täuferbewegung und der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele. Der Arbeitskreis setzt sich speziell für zwei der 17 sogenannten Sustainable Development Goals (SDGs) ein: für die Nachhaltigkeit von Konsum und Produktion sowie für den Klimaschutz.

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EBM INTERNATIONAL: Geschichten vom Missionsfeld

Hoffnung wird neu geboren

Die Länder, in denen EBM INTERNATIONAL mit ihren Partnern mehr als 300 Projekte umsetzt, sind von extremer Armut geprägt. Oft sind Kinder dort sich selbst überlassen und leben auf der Straße. In den von EBM INTERNATIONAL unterstützten Sozialzentren und Kinderheimen werden sie pädagogisch gefördert und erfahren Gottes verändernde Liebe. In Brasilien werden mehr als 500 Kinder täglich in Sozialzentren in Diadema, Cotia und Ijuí betreut. Das Sozialzentrum in Ijuí hat zum wiederholten Male den „Preis für Soziale Verantwortung“ erhalten, der durch die Regierung des Bundesstaates Rio Grande do Sul vergeben wird. Für den Direktor des Zentrums in Ijuí, Leandro, ist die Auszeichnung eine „Bestätigung für den großartigen Beitrag, den das Zentrum leistet, und eine Würdigung des hohen Engagements der vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“.

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Treffen europäischer Frauen in Führungspositionen

Für Gleichberechtigung in Baptismus und Gesellschaft

16 Baptistinnen in Führungsverantwortung aus den unterschiedlichsten Ecken Europas haben sich im Rahmen der Europäischen Baptistischen Föderation (EBF) in Kroatien getroffen, um sich auszutauschen, gemeinsam Gott zu suchen und die Frage der Gleichberechtigung zu diskutieren. „Ich für meinen Teil habe beschlossen, mich weiterhin für Chancengleichheit zu engagieren: im GJW, in unserem Bund, mit jungen Menschen, mit meinen eigenen Kindern“, so Samantha Mail, BEFG-Referentin für die Arbeit mit Teenagern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Sie war eine der Teilnehmerinnen dieses sogenannten „Women Leaders' Retreat“ und berichtet persönlich über das Treffen.

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Eine außergewöhnliche Familie

Treffen der Exekutive des Baptistischen Weltbunds (BWA)

Zweimal im Jahr trifft sich die Exekutive der Baptist World Alliance (BWA), also der weltweiten baptistischen Familie mit etwa 48 Millionen Mitgliedern in 125 Ländern. Dieses Leitungstreffen brachte Anfang März wieder über 30 Frauen und Männer aus 20 Ländern zusammen, die drei Tage lang im BWA-Center in Falls Church (USA) etwas über das Wirken Gottes auf allen Kontinenten erfahren und darüber diskutiert haben. BEFG-Referent Thomas Klammt (r.) ist Mitglied der Exekutive und berichtet, worum es bei dem Treffen ging.

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Bibelkunde Neues Testament

Podcast von Jens Stangenberg

Jens Stangenberg, Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Zellgemeinde Bremen, ist mit einem neuen Podcast an den Start gegangen. In mehreren Hörbeiträgen bespricht er die 27 Schriften des Neuen Testaments und ergänzt sie durch Hintergrundinformationen. „Für viele Jahrhunderte wurde unsere Kultur vom Christentum geprägt“, schreibt Jens Stangenberg. „Deswegen ist es wichtig, die Urdokumente des Neuen Testaments zu kennen. So bekommen Glaubenserfahrungen eine stabile Grundlage.“ Er hoffe schließlich, so sagt er in der ersten Episode des Podcasts, dass der biblische Gott sich den Lesern und Leserinnen während des Bibelstudiums offenbare und mit ihnen Kontakt aufnehme. Der Podcast kann auch direkt bei iTunes abonniert werden.

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Neue Perspektiven auf die Taufe

Tagung der VEF und EKD in Reutlingen

Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) trafen sich vom 6. bis 7. März in der Theologischen Hochschule Reutlingen zum Erfahrungsaustausch über die Taufe. Dabei wurden bei dem bisher trennenden Thema der Taufe Impulse zur Versöhnung gesetzt. VEF-Präsident Christoph Stiba resümierte beim Abschlusspodium: „Diese Tagung ist ein absichtsvolles Zeichen des Miteinanders zwischen der EKD und den in der VEF zusammengeschlossenen protestantischen Kirchen.“

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„Jean Baptiste – eine Zukunftsvision“

Roman von Günter Wieske: Erneuerung der Kirche hin zu Christus

Dr. Günter Wieske, Pastor i.R. des BEFG, hat ein neues Buch geschrieben. „Jean Baptiste – eine Zukunftsvision“ heißt der Roman, dessen Handlung hundert Jahre nach dem 2. Weltkrieg im Jahr 2045 angesiedelt ist. „Der neue Papst aus Frankreich verspricht Gott Reformen“, heißt es im Klappentext. Sein Leitmotiv ist: „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen" (Joh. 3,30). „Hitler wird im April 2045 zum Unheiligen erklärt und exkommuniziert. Das Pflichtzölibat wird abgeschafft, Priester dürfen wieder heiraten. Die nationalen Bischöfe erhalten neue Zuständigkeiten. Jean Baptiste schämt sich über den ungeheuren Reichtum seiner Kirche und verkauft einige Kunstwerke für die Armen. Und der Papst hinterfragt die Kompromissformel von 1555 in Augsburg: Sie hat den Kirchen Macht verschafft über die Menschen in Europa, doch ist eine Staatskirche christusgemäß?“ Das Buch (260 Seiten) enthält 15 Fragen zur Diskussion, kostet sechs Euro und wird auch auf der Bundesratstagung erhältlich sein. 

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Ökumenepreis der ACK

Ideen für Einheit der Christen gesucht

Foto: Ökumenepreis der ACK

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) verleiht alle zwei Jahre einen Ökumenepreis. Sie zeichnet damit Projekte und Initiativen aus, die zur Einheit der Christen beitragen und ein gemeinsames Engagement von Christinnen und Christen verschiedener Konfession fördern. Im Jahr 2017 wurde die ACK in Bremen für ihr Projekt „Ökumenische Staffel der Gastfreundschaft“ ausgezeichnet. Dabei besuchten sich mehr als 40 Gemeinden verschiedener Konfessionen gegenseitig und tauschten sich aus. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und wird im Rahmen der Mitgliederversammlung der ACK, die vom 18. bis 19. September in Augsburg stattfindet, verliehen. Bewerbungsschluss ist der 31. Mai 2019.

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