Erntedankkollekte 2019

Liebe Schwestern und Brüder,

Frieden ist mehr als nur die Abwesenheit von Krieg. Es bedeutet ebenso ein gutes  Miteinander,  in  dem  wir  aufeinander  achten  und  einander respektvoll begegnen. Und Frieden ist keine Selbstverständlichkeit. So steht in der Jahreslosung aus Psalm 34,15 auch eine klare Aufforderung: Suche Frieden und jage ihm nach! Es ist an uns, Frieden zu suchen und ihn zu leben. Unser Auftrag ist es, Gottes Liebe zur Entfaltung zu bringen und den Frieden, den er sich für unser Miteinander wünscht, zu leben. Dies geschieht, wenn wir schon im Kleinen aufeinander Acht geben, wenn wir in Gemeinschaft einander stärken und unterstützen.

Zu Erntedank tun wir dies auf ganz praktische Weise, indem wir gemeinsam sammeln, um Andere zu unterstützen. Wir laden Euch ein, eines der in diesem Flyer vorgestellten Projekte durch eine Kollekte oder auch durch private Einzelspenden zu fördern.

All diese Projekte bringen auf ganz unterschiedliche Weise Gottes Liebe und seinen Frieden zur Geltung – sei es in Nahost, der Ukraine, Israel, Mittelamerika, Afrika, Indien oder auch in unserer Bundesgemeinschaft hier in Deutschland. Wir können dazu beitragen, dass Gottes Wirken sichtbar wird. So heißt es auch in den Versen 18 und 19 des Psalms:

„Wenn die Gerechten schreien, so hört der HERR und errettet sie aus all ihrer Not. Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben.“

Für Eure Unterstützung danken wir Euch herzlich!

Pastor Christoph Stiba
Generalsekretär

Hier gibt es den Erntedankflyer 2019 als PDF zum Herunterladen.

Erntedank-Bundesopfer

P 11 004

Viele Aufgaben einer Gemeinde lassen sich alleine nur sehr schwer oder gar nicht bewerkstelligen. Und so realisieren die rund 800 Bundesgemeinden Vieles als Gemeinschaft: die Pastoren- und Diakonieausbildung an der Theologischen Hochschule Elstal, Beratungsprogramme für Gemeinden, das umfangreiche, gemeindeorientierte Seminarangebot der Evangelisch-Freikirchlichen Akademie Elstal für die vielen Ehrenamtlichen aus den Gemeinden, die Koordinierung weltweiter Katastrophenhilfe sowie humanitärer Hilfsprojekte und vieles mehr. Diese umfangreiche Arbeit koordinieren wir in Elstal und Bad Homburg. Gemeinsam können die Gemeinden Reich Gottes bauen und auch einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten.

Finanziert wird diese gemeinschaftliche Arbeit zu einem großen Teil durch sogenannte Bundesopfer-Spenden von Einzelpersonen und Gemeinden. Als gemeinsames Ziel für das Bundesopfer 2019 haben die Delegierten aus den Gemeinden 1,1 Millionen Euro festgelegt. Davon sind in der ersten Jahreshälfte erst rund 258.000 Euro eingegangen. Für Gemeinden sind Bundesopfer-Spenden wie diese eine tolle Möglichkeit gelebter Solidarität innerhalb unseres Gemeindebundes. Aktuell machen davon ein Drittel der Mitgliedsgemeinden Gebrauch.

Jede Spende hilft der gemeinsamen Arbeit der Bundesgemeinschaft!

Volker Springer, kaufmännischer Geschäftsführer

Dienstbereich Mission

Der Dienstbereich Mission hilft Gemeinden,
   ihr eigenes Profil zu entdecken,
   die Gesellschaft wahrzunehmen, in der sie leben,
   Menschen herausfordernd zum Glauben einzuladen und
   ihr Gemeindeleben für alle Menschen zu öffnen.

Gemeindegründung und Evangelisation

P 41 110 | Bedarf 300.000 Euro

Gemeindegründungen können gar nicht anders: Sie leben und erleben Mission sehr existentiell. Die quirligen, kreativen und hoch motivierten Gründungsteams inspirieren dabei auch etablierte Gemeinden – und fordern heraus. Durch die wachsende Vielfalt werden sehr unterschiedliche Menschen mit dem Evangelium erreicht.

Eine besondere Freude ist, dass zwei der 27 anerkannten Gemeindegründungsprojekte im BEFG auf dem Bundesrat 2019 in Kassel als selbständige Bundesgemeinden aufgenommen wurden.

Gemeinde neu zu gründen wird vermehrt auch ein Thema für bestehende Gemeinden, die in Existenznot geraten sind. Das Referat für Gemeindegründung begleitet, fördert und unterstützt solche Neugründungen. Besonders in den ersten Jahren ist eine Anschubfinanzierung sehr wichtig.

Der Dienstbereich Mission unterstützt die Ortsgemeinden zudem durch kreative und menschennahe Konzepte der Evangelisation wie zum Beispiel die Foto-Evangelisation „Gottes geliebte Menschen“ oder die Veranstaltungsreihe „Schönen guten Abend“. Neu hinzu gekommen ist das Evangelisationskonzept „TischGemeinschaft“, das sowohl an öffentlichen Orten als auch im Gemeindehaus durchgeführt wird. Gemeinden können das Konzept, welches modular aufgebaut ist, auf unterschiedliche Weise je nach ihren Gegebenheiten und Wünschen nutzen.

Besonders nachhaltig ist das Angebot, dass erfahrene Mentoren sich über einen langen Zeitraum mit einer Gemeinde auf den Weg machen. Dies geschieht vor Ort und „maßgeschneidert“ für die jeweilige Situation. Der Prozess soll helfen, sich als Gemeinde bewusst in Gottes Mission einbeziehen zu lassen und mit den Menschen der Umgebung das Evangelium in Wort und Tat zu teilen.

Gemeinden helfen Gemeinden

P 41 500 | Bedarf 170.000 Euro

Als Bund haben wir die Aufgabe, die Gemeinden vor Ort zu stärken. Das geschieht durch geistliche
Impulse, Beratung, Begleitung und eben auch durch finanzielle Hilfen. Konkret unterstützen wir vom Dienstbereich Mission Gemeinden, die missionarische Projekte umsetzen wollen und dafür zu wenig eigene Ressourcen haben. Oder wir fördern Konzepte, bei denen Gemeinden gemeinsam missionarische Herausforderungen annehmen und ihre jeweiligen Kräfte und Möglichkeiten bündeln.
 
In den letzten Jahren unterstützen wir vermehrt auch Landesverbände und regionale Netzwerke. Für Anträge auf Gelder aus dem Fonds „Gemeinden helfen Gemeinden“ gibt es ein ordentliches Verfahren und entsprechende Leitlinien.

Außerdem unterstützt der Fonds verstärkt Projekte zur Integration von Menschen in unsere Gemeinden, die als Migranten mit uns in unserem Land leben.

Dass Gemeinden sich gegenseitig helfen und unterstützen, war schon zu neutestamentlichen Zeiten ein wichtiges Kennzeichen für die verbindende Liebe und Solidarität untereinander!

Pastor Joachim Gnep, Leiter des Dienstbereichs Mission

German Baptist Aid

Chancen für Kinder

P 45 107 | Bedarf 150.000 Euro

In den Ländern Mittel- und Osteuropas sowie im Nahen Osten ist vielen Kindern der Zugang zu guter Schulbildung, außerschulischer Förderung und einer gesunden Ernährung verwehrt. Damit diese Kinder eine bessere Chance für ihren Start ins Leben bekommen, gibt es zahlreiche baptistische Initiativen und Projekte, die versuchen, diese Defizite auszugleichen.

In Rumänien zum Beispiel konnten Kinder mit Behinderung in eine Schule integriert werden, im Libanon wurden Konzepte zur Förderung von Kindern mit Lernbehinderung entwickelt, die landesweit betroffenen Kindern und ihren Eltern helfen.  Auch viele unbegleitete minderjährige Flüchtlinge erhalten Unterstützung. In Ungarn und Rumänien werden Kinder aus Romafamilien gefördert, sodass sie einen Schulabschluss erhalten, und damit ihre Chancen für einen guten Start ins Leben steigen. Dieses Projekt verbessert die Chancen für Kinder in schwierigen Situationen nachhaltig.

Humanitäre Hilfe für Flüchtlinge

P 45 909 | Bedarf 550.000 Euro

Die Zahl der Kriege und Katastrophen in der Welt ist erschütternd. Viele Menschen erfahren zurzeit unglaubliches Leid: Hunderttausende fliehen beispielsweise vor den kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine, lassen ihre Heimat samt Hab und Gut in Angst vor dem Krieg hinter sich. Geschätzt sind weltweit ca. 70 Millionen Menschen auf der Flucht, so viele wie noch nie. Besonders betroffen ist unter anderem Syrien, wo die Bevölkerung schon seit Jahren unter gewalttätigen Auseinandersetzungen und terrorisierenden Milizen leidet.

Viele Menschen werden aufgrund ihrer Religion und ihres Lebenswandels vertrieben oder ermordet. Die Gewalt und das Elend der Betroffenen machen uns fassungslos. Gleichzeitig ist es beeindruckend und berührend, wie unsere Partner in den betroffenen Regionen reagieren und nachhaltig helfen. Viele dieser Projekte unterstützen wir, zum Beispiel das „Life Center“ in Zarqa in Jordanien. Es ermöglicht syrischen und ortsansässigen Frauen eine ganz neue Lebensperspektive. Dies geschieht zum Beispiel durch Sprachunterricht in Englisch oder der eigenen Sprache (viele können nicht lesen und schreiben), therapeutische Begleitung, das Erlernen von Fähigkeiten im handwerklichen Bereich – verbunden mit der Perspektive, damit für den Lebensunterhalt ihrer Familien Einkünfte zu erzielen. So haben mehrere Frauen erfolgreich eine kleine Seifenmanufaktur aufgebaut. Auch für die oft unter Traumatisierung und Gewalt leidenden Kinder ist das „Life Center“ ein Ort, wo sie Liebe, Geborgenheit und Förderung erfahren.

Birgit Fischer, German Baptist Aid (Europahilfe)

Dienste in Israel

„Dienste in Israel“ nimmt als eine Einrichtung des Diakoniewerks Kirchröder Turm e.V. einen Auftrag des BEFG wahr und arbeitet somit stellvertretend für unsere Bundesgemeinschaft. „Dienste in Israel“ trägt dazu bei, das Leitbild des BEFG zu verwirklichen, in dem es heißt: „Als Christen sind wir mit dem Judentum in besonderer Weise verbunden und als Deutsche besonders verpflichtet.“ Unser Ziel ist es, Brücken der Versöhnung in Israel zu bauen.

Die etwa 30 jungen Freiwilligen arbeiten vor Ort unter anderem in folgenden Projekten:

Volontärsarbeit im Givat Hashlosha

P 01  | Bedarf 20.000 Euro

In dieser Einrichtung in Petach Tikvah nahe Tel Aviv betreuen unsere Volontäre alte Menschen, die die Shoah überlebt haben.

Volontärsarbeit im Beit Aviv

P 02 | Bedarf 10.000 Euro

Im „Beit Aviv“ (Haus des Frühlings) in Jerusalem, einer Einrichtung der Organisation Alut, pflegen und betreuen unsere Volontäre Jugendliche und Erwachsene mit Autismus.

Unsere Mitarbeiterin vor Ort begleitet diesen physisch, vor allem aber psychisch herausfordernden Einsatz der jungen Leute durch Einzelgespräche, Hauskreise und Seminare.

Pastor Ralph Zintarra, Leiter Dienste in Israel

EBM INTERNATIONAL

Weltmission im Auftrag des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.

Menschen ganzheitlich stärken

E 10400 | Bedarf 500.000 Euro

Wenn man Adrián Campero begegnet, dann hinterlässt das bleibende Eindrücke: Seit über 30 Jahren ist er der leitende Missionar von EBM INTERNATIONAL unter den Ketschua in den Anden von Peru. Eine Arbeit, die ohne Adriáns tiefen Glauben unmöglich wäre. Unzählige Menschen wurden in dieser Zeit Christen und Gottes Liebe hat ihr Leben grundlegend verändert: Armut wird bekämpft, Menschen werden von Alkoholabhängigkeit frei und ihre Gesundheit verbessert sich. Mittlerweile ist ein Netzwerk von 60 Gemeinden entstanden und 50 weitere sollen in den nächsten Jahren dazukommen.

Um die Menschen in ihrer Kultur und Sprache noch besser zu erreichen, gibt es seit 2017 das Ketschua-Bibelseminar. Hier werden 150 Frauen und Männer für ihren Dienst gestärkt und mit wertvollen Kompetenzen ausgestattet. Das Unterrichtsmaterial ist auf die Lebensart der Ketschua abgestimmt. Neben theologischen Kompetenzen vermitteln die Schulungen lebenspraktische Fähigkeiten, wie den Anbau verschiedener Getreidesorten. Das ist ein wichtiger Aspekt in der Andenregion, wo durch harte Witterungsverhältnisse regelmäßig Ernteausfälle das Leben bedrohen.

EBM INTERNATIONAL unterstützt über 50 verschiedene Projekte und Mitarbeiter im Bereich der
Kompetenzförderung.
Mehr als eine halbe Millionen Euro an Spenden sind dafür nötig.

Weitere Beispiele sind die Schulungsarbeit von Regina Claas im südlichen Afrika und die Arbeit von
Karin Schwarz auf der Balaka-Farm in Malawi. In Indien konnten in diesem Jahr 70 Frauen ihre Ausbildung zur Schneiderin bei unserem Partner CREAM beenden. Unsere Partner und Missionare tragen mit ihrer Arbeit dazu bei, dass Menschen ihr Leben aktiv in die Hand nehmen und in ihren Berufungen gestärkt werden.

Pastor Christoph Haus, Generalsekretär EBM INTERNATIONAL

Empfehlung Kollekten-Verwendung

Die folgende Tabelle enthält eine Übersicht über die Empfehlungen der Bundesgeschäftsführung für die Verwendung der Kollekten.

Verwendung der Kollekten

Kollekte für

Ostern

Bildungsarbeit des Bundes:

BEFG

Theologische Hochschule Elstal und

Evangelisch-Freikirchliche Akademie Elstal

Erntedank

siehe Flyer

Diverse

1. Advent

Weltmission

EBM INTERNATIONAL

Weihnachten

Not in der Welt (konkrete Empfehlungen folgen)

BEFG

Gefährdete Kinder

EBM INTERNATIONAL

Projektbeschreibung folgt

Brot für die Welt

Alle Spendenkonten werden bei der Spar- und Kreditbank Ev.-Freik. Gemeinden Bad Homburg eG (SKB) geführt (BIC: GENODE51BH2).  Bitte gebt bei allen Überweisungen neben Eurer Gemeindenummer auch die Projektnummer und das Stichwort „Erntedank“ im Verwendungszweck an.

Hinweis für alle Projekte:

Falls für ein bestimmtes Projekt mehr Spenden eingehen als benötigt, werden wir das Geld in einem
ähnlichen Projekt verwenden.

IBAN-Nummern

BEFG: DE14 5009 2100 0000 0333 08

Dienste in Israel: DE45 5009 2100 0000 3003 73

EBM: DE69 5009 2100 0000 0468 68

Online spenden

Hier können Sie an den Bund bequem online spenden. Bei „eigener Zweck“ können Sie die Projektnummer selbst angeben.

Hier können Sie an EBM INTERNATIONALonline spenden.