Bund Evangelisch-Freikichlicher Gemeinden in Deutschland https://www.baptisten.de Die Nachrichten aus dem Bund Evangelisch-Freikichlicher Gemeinden de-de Bund Evangelisch-Freikichlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R. Fri, 05 Jun 2020 10:43:03 +0200 Fri, 05 Jun 2020 10:43:03 +0200 TYPO3 EXT:news news-2711 Fri, 22 May 2020 10:53:08 +0200 Im Himmel wird regiert Julia Grundmann https://www.baptisten.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/im-himmel-wird-regiert/ Unter dem Thema „Unser Glaube hat Zukunft!“ veranstaltete der BEFG am Himmelfahrtstag ein Online-Angebot mit Gottesdienst, Impulsreferat und Podiumsdiskussion. Unter dem Thema „Unser Glaube hat Zukunft!“ machte der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) aus der Not eine Tugend und veranstaltete am Himmelfahrtstag ein Online-Angebot mit Gottesdienst, Impulsreferat und Podiumsdiskussion. Die ursprünglich geplante Bundesratstagung musste wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden.

Die Aussage „Unser Glaube hat Zukunft!“, so BEFG-Generalsekretär Christoph Stiba in seiner Predigt, hänge mit der Himmelfahrt Jesu zusammen. Jesus, der auf der Erde gelebt und das Leiden der Menschen am eigenen Leib erfahren habe, habe im Himmel an der Allmacht Gottes teil und könne dort eingreifen, wo Menschen Hilfe bräuchten. Der Glaube habe Zukunft, weil Jesus „dort ist, wo regiert wird. Im Himmel wird regiert – für uns.“ BEFG-Präsident Michael Noss, wandte seinen Blick auf das Verlassenheitsgefühl, das Menschen in herausfordernden Zeiten wie in der derzeitigen Corona-Pandemie überkommen könne. Den Zuhörerinnen und Zuhörern machte er Mut, dass sie sich in solchen Situationen auf die Zusage Gottes verlassen können, die schon das Volk Israel vor 2500 Jahren gehört hat: „Ich habe Gedanken des Friedens und nicht des Leidens, das ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.“ So habe Jesus seinen Jüngerinnen und Jüngern gesagt, als er in den Himmel auffuhr, dass er bei ihnen bleibe. „Gott ist das Kontinuum unseres Lebens“, so Noss. „Er weicht uns nicht von der Seite. Gott geht mit uns. Darauf dürfen wir uns verlassen.“ ###3_IMAGES### Der Wirtschaftsjournalist und Zukunftsforscher Erik Händeler ging in seinem Impulsvortrag auf den Zusammenhang von Religion und Wirtschaft ein. In der technischen Entwicklung, so seine These, sei man mittlerweile so weit gekommen, dass die Produktionsfaktoren weltweit austauschbar geworden seien. Entscheidend für den wirtschaftlichen Wohlstand sei die Fähigkeit der Menschen vor Ort, mit Wissen umzugehen. Produktivität in der Wissensgesellschaft habe dabei mit Sozialverhalten, seelischer Gesundheit, transparenter Kommunikation, durchlässigen Strukturen und ehrlicher Streitkultur zu tun: „Deswegen ist es falsch“, so Händeler, „Religion auszusperren. In meinem Tun zeigt sich, wes Geistes Kind in bin.“ Das „eigentliche Verkünden und Bekennen“ sei die Art, wie man sich im Miteinander mit anderen verhalte. In der Geschichte von Wirtschaft und Gesellschaft zeige sich die Entwicklung von einer Gruppenethik über eine Individualethik zu einer Universalethik. Dies bedeute, dass man in der Lage sei, seine eigenen Gaben und Fähigkeiten zu reflektieren und sie zum Wohl für andere einzusetzen: „Dann haben wir das erreicht, was eine Gesellschaft produktiv macht im Umgang mit Wissen, aber es ist auch das, was vor Gott entscheidend ist.“ ###3_IMAGES### In der anschließenden Podiumsdiskussion, moderiert von Birte McCloy, berichteten Erik Händeler, Anna Eberbach aus dem GJW-Bundesvorstand, die Intensivkrankenschwester Isabell ter Haseborg und die Pastoren Jonas Schilke und Dirk Zimmer, wie sie die Zeit während der Corona-Pandemie in ihren unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsbezügen erleben. Deutlich wurde bei allen Gesprächsteilnehmerinnen und -teilnehmern, dass es neben vielen belastenden Erfahrungen auch Mut machende Entwicklungen gibt. Dirk Zimmer berichtete beispielsweise von seiner Arbeit in einem Pflegeheim, wo sich wegen des Besuchsverbots Angehörige per Skype mit ihren Verwandten in Verbindung setzen können. Wie Zimmer schilderte, habe er bei diesen Gesprächen gemerkt, das Nähe nicht unbedingt mit körperlicher Nähe zu tun habe. „Ich habe das mal als Herzensnähe für mich zusammengefasst“, sagte Zimmer. „Wo die da ist, kann man es auch aushalten, wenn man nicht beieinander ist.“###3_IMAGES###Die Graphik-Designerin Martina Grigoleit visualisierte die drei Veranstaltungsteile live mit der Methode des Graphic Recording. Während des ganzen Vormittags gab es zudem einen Chat zu inhaltlichen Fragen. Einige Statements daraus wurden in die Podiumsdiskussion eingebracht. Und zwischen den einzelnen Programmbeiträgen hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, sich in virtuellen Räumen zu treffen und miteinander zu sprechen oder zu beten.

Im Online-Kinder- und Familiengottesdienst des Gemeindejugendwerks ging es ebenfalls um Himmelfahrt. Neben Spielen, Liedern und Geschichten erklärten Jason Querner und Deike Brodt den Zuschauerinnen und Zuschauern: „Wir erinnern uns an Himmelfahrt daran, dass Jesus zu seinem Vater in den Himmel zurückgekehrt ist. Und damit beweist Jesus, dass er was ganz Besonderes ist. Er ist mächtig, er ist Gottes Sohn. Ist das nicht toll?“

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news-2698 Wed, 20 May 2020 19:03:00 +0200 Summen, beten, loben den Herrn – Gottesdienste in der Krise https://www.baptisten.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/summen-beten-loben-den-herrn-gottesdienste-in-der-krise/ Nachdem nun in vielen Bundesländern unter Auflagen Gottesdienste stattfinden dürfen, fragen sich viele Gemeinden, wie das praktisch möglich ist. Verschiedene Gemeinden des BEFG haben schon erste Erfahrungen gesammelt: Oft mit wenigen Personen in den Gemeindehäusern und weiteren online zugeschaltet. Wie das funktionieren kann und was es zu bedenken ist, darüber berichten zwei Pastorinnen (Sigrid Falk und Tamara Schenk) und ein Pastor (Hendrik Kissel) und geben Einblick in die Erfahrungen ihrer Gemeinden.

Nach dem ersten „Akademie im Gespräch online“ mit über 200 Teilnehmenden möchten wir gerne wieder diese Platform des Austausches und der Begegnung anbieten. Mit Verantwortlichen des ganzen Bundesgebietes von zu Hause aus.

Gemeinsam wollen wir bei „Akademie im Gespräch online“ diskutieren! In der Zoom-Konferenz gibt es zunächst mehrere Erfahrungsberichte. Danach besteht die Möglichkeit, sich in kleinen Gruppen auszutauschen. Abschließend können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Impulsgebern sowie einigen Vertretern des BEFG Fragen stellen.

Weitere Informationen und eine Anmeldemöglichkeit findet ihr hier

Mitwirkende an diesem Abend:

Sigrid Falk, Pastorin Uferkirche, Marburg
Tamara Schenk, Pastorin Kreuzkirche, Mainz
Hendrik Kissel, Pastor „Die Friedenskirche“, Berlin-Charlottenburg
Dr. Oliver Pilnei, Leiter Evangelisch-Freikirchliche Akademie Elstal
Christoph Stiba, Generalsekretär des BEFG
Michael Noss, Präsident des BEFG
Jasmin Jäger, Referentin im Generalsekretariat und Referat für Kommunikation
Udo Hermann, Leiter Dienstbereich Mitarbeiter und Gemeinde

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news-2709 Tue, 19 May 2020 18:40:22 +0200 „Gemeinsam vor Pfingsten“ Konstantin Fritz, Pressesprecher „Gemeinsam vor Pfingsten“ https://www.baptisten.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/gemeinsam-vor-pfingsten/ Anlässlich der Coronakrise verbanden sich vor kurzem über eine halbe Million Menschen zur Aktion „Deutschland betet gemeinsam“. Am 28. Mai soll das Online-Gebetstreffen eine Fortsetzung erfahren. „Deutschland betet gemeinsam“ mobilisierte anlässlich der Coronakrise über eine halbe Million Menschen. Nun findet die Aktion ihre Fortsetzung in der überkonfessionellen Gebetsinitiative „Gemeinsam vor Pfingsten“. Austragungsorte sind einige der bekanntesten Gotteshäuser Zentraleuropas, unter anderem die Frauenkirche Dresden, das Großmünster Zürich und die Votivkirche Wien, aber auch aktuelle Initiativen wie die Urban Life Church Ludwigsburg.

„Gemeinsam vor Pfingsten“ setzt in Zeiten der Corona-Erschütterung ein starkes Zeichen der Hoffnung. Sowohl physisch in kleinen Gruppen als auch online jeder für sich treffen sich Christen in einer Bandbreite verschiedener Strömungen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz beten sie in ehrwürdigen Gemäuern wie der Frauenkirche Dresden, dem Bamberger Dom, der Michaelskirche Fulda, der Stiftskirche Stuttgart, der Votivkirche Wien oder dem Großmünster Zürich, aber auch in frischen, jungen Glaubensinitiativen wie der Urban Life Church Ludwigsburg, diekreative Berlin oder der New Life Church Düsseldorf. Bei allen geht es um den revolutionären Geist von Pfingsten: Mut statt Angst, Verständigung statt Verwirrung. Denn Pfingsten ist genau das – der göttliche Traum vom gegenseitigen Verstehen, vom angstfreien Gestalten eines neuen Miteinanders.

Auf www.gemeinsamvorpfingsten.org, Bibel TV und Radio Horeb wird am Donnerstag, 28. Mai 2020 von 19:00 Uhr bis 20:30 Uhr das Live-Gebet aus 15 bekannten geistlichen Orten übertragen, das Dr. Johannes Hartl (Gebetshaus Augsburg) und Frauke Teichen (ICF München) gemeinsam moderieren. Zur gleichen Zeit finden Gebetstreffen in weiteren Domen, Kathedralen, Kirchen und Gemeinden statt. Katholische, evangelische, orthodoxe, freikirchliche Christen sowie alle Interessierten sind eingeladen mitzubeten. Für viele Menschen, selbst für Christen, ist die Bedeutung von Pfingsten nicht geläufig. Doch was an Pfingsten passierte, hat geradezu revolutionäre Sprengkraft für unsere Gesellschaft, denn Pfingsten ist viel mehr als das fünfte Rad am Wagen neben Weihnachten und Ostern! Es ist das Ereignis, bei dem der Funke von Gottes übernatürlicher Kraft auf uns Menschen übergegangen ist. Erstens: Die Jünger hatten Angst. Durch den Heiligen Geist bekamen sie Mut und verkündeten die Frohe Botschaft in der ganzen Welt. Zweitens: Die Jünger waren aus verschiedenen Nationen zusammengekommen und verstanden sich nicht. Durch den Heiligen Geist konnten sie wie durch ein Wunder miteinander sprechen. 

Auch heute brauchen unsere Gesellschaften nichts mehr als dieses Wunder. Daher macht „Gemeinsam vor Pfingsten“ die Kraft von Pfingsten relevant und erlebbar. Die Aktion steht unter sieben thematischen Schwerpunkten: Trost statt Entmutigung, Hoffnung statt Angst, Begegnung statt Zersplitterung, Klarheit statt Verwirrung, Einheit statt Misstrauen, Wahrheit statt Verschwörungstheorien, Glauben statt Unglauben.

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news-2700 Thu, 07 May 2020 19:14:00 +0200 Versöhnung mit den Völkern der Sowjetunion https://www.baptisten.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/versoehnung-mit-den-voelkern-der-sowjetunion/ Eine Stellungnahme des BEFG-Präsidium zum unversöhnten Verhältnis zwischen Deutschland und der Sowjetunion sowie ihrer Nachfolgestaaten. Vor 75 Jahren endete in Europa der Zweite Weltkrieg. Die Zerstörungen dieses von Deutschland angezettelten Krieges haben Folgen bis in die Gegenwart. Bis heute leiden Menschen unter dem Tod ihrer Eltern und Großeltern oder eigenen traumatischen Erlebnissen. Im perversen nationalsozialistischen Rassenwahn wurden durch Deutschland ca. 6 Millionen europäische Juden systematisch ermordet. Die Herrschaft der Nationalsozialisten kostete Millionen das Leben, sie vergiftete das Klima unter den Nationen und führte zur Vertreibung von Millionen Menschen, die ihre Heimat verloren. Die Traumata der Vergangenheit prägen auch die Nachgeborenen. Noch heute sind wir verantwortlich, die Wunden zu heilen und Versöhnung zu leben.

Dieser Aufgabe haben sich seit dem Krieg alle Generationen gestellt. Dabei – so sehen wir im Rückblick – fiel die Versöhnung mit den Völkern im Westen leichter als die mit den Völkern im Osten, besonders mit den Menschen in der Sowjetunion und ihren Nachfolgestaaten. Hier wirkte ein nationalistisches Überlegenheitsgefühl nach. Das rassistische Gift, Menschen und Völker als minderwertig zu betrachten, zeigt bis heute Wirkung.

Baptisten und Brüder begrüßten damals den Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion und schwiegen zur massenhaften Ermordung von Juden, Russen, Ukrainern, Polen und Angehörigen vieler anderer Nationen. Etwa 20 Millionen Sowjetbürger starben durch Waffengewalt oder verhungerten durch den Entzug von Lebensmitteln durch die Deutschen. Ihre schrecklichen Erlebnisse mit der Brutalität des Krieges besonders im Osten brachten die Rückkehrer nach Kriegsende nach Deutschland zurück, was auch unter Deutschen tiefe Wunden riss.

In der Zeit der Teilung Deutschlands und angesichts politscher Verfolgung der Christen in der Sowjetunion wurde das Thema einer Versöhnung mit den Völkern der Sowjetunion nur zaghaft angegangen. Am ehesten im Bund in der DDR, wo die Verbindungen nach Osten früher wieder aufgegriffen wurden.

Nach der politischen Wende und der nuklearen Katastrophe von Tschernobyl entwickelten viele Gemeinden und Einzelne beeindruckende Hilfsprojekte, die zur Heilung der Erinnerung beigetragen haben. Christen und Nichtchristen öffneten den Deutschen die Tür und ermöglichten Versöhnung. Vor und nach der Wende war die Europäische Baptistische Föderation (EBF) ein wesentlicher Brückenbauer unter den einst verfeindeten Völkern. Inzwischen misstrauen sich die Völker Europas wieder zunehmend. Die Angst voreinander nimmt zu.

Im Rückblick haben wir es versäumt, deutlicher für eine Versöhnung mit den Völkern der Sowjetunion einzutreten. Seit einigen Jahren versuchen wir, uns hier stärker zu engagieren. Mit Blick auf den russischen Baptistenbund bauen wir weitere Beziehungen auf, die wir in Zukunft nach Möglichkeit noch intensiver gestalten wollen.

Wir bedauern, dass wir dem andauernden Rassismus, Nationalismus wie dem Antisemitismus nicht stärker widerstanden haben. Heute sind wir aufgerufen, aktiv für Versöhnung unter den Menschen einzutreten, die unter Fremdenfeindlichkeit und Hass leiden. Das gilt für alle Völker und Nationen. Wir wollen unsere Verantwortung für ein friedliches Leben in dieser Welt wahrnehmen und für Frieden und Gerechtigkeit für alle Menschen eintreten, damit wir dem offen nach Außen getragenen Hass widerstehen und ihm in unserer Gesellschaft keinen Raum geben. Es liegt auch an uns und unserer vom Evangelium getragenen Haltung.

Das Präsidium des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden im Mai 2020

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news-2696 Tue, 05 May 2020 16:30:00 +0200 Religionsunterricht durch EFG-Mitglieder nun auch in Baden möglich Julia Grundmann https://www.baptisten.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/religionsunterricht-durch-efg-mitglieder-nun-auch-in-baden-moeglich/ Seit dem 1. April können Mitglieder von BEFG-Gemeinden Religionsunterricht an Schulen im Bereich der badischen Landeskirche erteilen. Seit dem 1. April können Mitglieder von Gemeinden des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) Religionsunterricht an Schulen im Bereich der badischen Landeskirche erteilen. Das regelt eine sogenannte Vokationsvereinbarung, die im März von Landesbischof Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh, BEFG-Präsident Michael Noss und BEFG-Generalsekretär Christoph Stiba unterzeichnet wurde.

Generell gilt: Um an öffentlichen Schulen evangelische Religion unterrichten zu können, benötigt man eine kirchliche Beauftragung, die Vokation. Voraussetzung dafür ist, neben einer entsprechenden Ausbildung, in der Regel die Mitgliedschaft in einer evangelischen Landeskirche. Damit auch Lehrkräfte, die Mitglied einer BEFG-Gemeinde sind, die Unterrichtserlaubnis bekommen, muss eine entsprechende Vereinbarung mit der zuständigen Landeskirche getroffen werden.

„Als Bund freuen wir uns über diese nun geschlossene Vereinbarung, deren Erarbeitung auf Anregung von Prof. Reinhard Henkel aus Heidelberg und Pastor Lars Heinrich aus Tübingen vorgenommen wurde“, erklärte Christoph Stiba. Vor der Zustimmung der Landeskirche müsse staatlichen Lehrkräften aus Mitgliedsgemeinden des BEFG auch eine Vocatio durch den BEFG erteilt werden, heißt es in dem Dokument. Bei Pastoren und Pastorinnen ist diese Vocatio mit der Ordination gegeben. Für sie könne im Fall einer Lehrbeauftragung an der Schule eine religionspädagogische Nachqualifizierung erforderlich werden. Christoph Stiba wünscht „den Lehrerinnen und Lehrern sowie Pastorinnen und Pastoren aus unseren Gemeinden, die auf Grundlage der neuen Vereinbarung Religion unterrichten werden, dafür Gottes Segen.“

Mit den Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen (Rheinland, Westfalen, Schaumburg-Lippe), Württemberg, Berlin-Brandenburg und Sachsen haben der BEFG beziehungsweise die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) bereits ähnliche Vokationsvereinbarungen geschlossen. Mit der aktuellen Vereinbarung ist eine weitere Landeskirche hinzugekommen.

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news-2697 Tue, 28 Apr 2020 14:51:00 +0200 Beiträge zum Weiterdenken in der Corona-Zeit https://www.baptisten.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/beitraege-zum-weiterdenken-in-der-corona-zeit/ In der Coronakrise gibt es ständig neue Schlagzeilen. Wer diese „denkwürdigen“ Tage dazu nutzen möchte, bestimmte Fragestellungen zu vertiefen oder auch mal anderen Themen nachzugehen, findet an dieser Stelle in den nächsten Wochen einige Anregungen. Das Team der Akademie stellt Impulse zum Download bereit, die sich mit verschiedenen Themen und Bibeltexten beschäftigen. Oft sind es Auszüge aus Publikationen, die nun unkompliziert zugänglich gemacht werden.

Alle Artikel und Beiträge finden Sie hier

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news-2682 Fri, 24 Apr 2020 08:50:00 +0200 Coronakrise: Mögliche schrittweise Lockerung des Gottesdienstverbots Dr. Michael Gruber https://www.baptisten.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/coronakrise-moegliche-schrittweise-lockerung-des-gottesdienstverbots/ In die Gespräche zwischen Regierung und Religionsvertretern zu einer schrittweisen Lockerung des Gottesdienstverbots wird auch der BEFG über die ACK freikirchliche Anliegen einbringen können. Am 15. April entschieden Bund und Ländern, dass wegen der Corona-Lage das Verbot von Gottesdiensten – zusammen mit dem allgemeinen Kontaktverbot – mindestens bis 3. Mai verlängert wird. Davon gibt es mittlerweile in einigen Bundesländern Ausnahmen. In die Gespräche zwischen Regierung und Religionsvertretern zu einer schrittweisen Lockerung des Gottesdienstverbots, die dennoch weitergehen, wird auch der BEFG über die ACK freikirchliche Anliegen einbringen können.

Aktualisierung am 27. Mai: Beschlüsse der Länder zu Gottesdiensten

Aktualisierung am 30. April: neuer Bund-Länder-Beschlus

Die erste Runde der Gespräche zwischen Regierung und Religionsvertretern fand am 17. April statt. Dort wurde deutlich, dass es ab 10. Mai wieder erste Sonntagsgottesdienste geben könnte, sofern Bund, Länder und Religionsgemeinschaften sich hierfür auf Auflagen einigen, die für die gegenwärtige Situation angemessen sind. Ein Ergebnis des Gesprächs war, dass die Kirchen konkrete Vorschläge zu Gottesdienstkonzepten unterbreiten können, durch die sie die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln sicherstellen wollen. Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) steht den Kirchen als „Sammelstelle“ der Vorschläge zur Verfügung, wie BEFG-Generalsekretär und VEF-Präsident Christoph Stiba erläutert: „Diesen Weg wird auch der BEFG nutzen, um freikirchliche Aspekte in die Gespräche einzubringen.“ Es sei wichtig, dass die besondere Situation der Freikirchen berücksichtigt werde: „Die meisten freikirchlichen Gottesdienste finden nicht in großen Kirchenschiffen, sondern in verhältnismäßig kleineren Gemeindehäusern mit einer überdurchschnittlich hohen Zahl an Gottesdienstbesuchern statt.“ Es sei, so Stiba, „ein großer Schmerz, wenn wir keine Gottesdienste feiern können. Zusammen mit der ACK, den großen Kirchen und den anderen Religionsgemeinschaften wollen wir uns für eine gute Lösung einsetzen, mit der wir auch unserer Verantwortung in dieser gesellschaftlichen Ausnahmesituation nachkommen.“

Die Rückmeldungen der Kirchen und der anderen Religionsgemeinschaften werden dann am 30. April in der Evaluation der Beschlüsse zur Coronakrise behandelt. „Wenn die ersten sonntäglichen Gottesdienste wieder stattfinden, werden wir uns darauf einstellen, dass die üblichen Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen auch in unseren Gemeindehäusern eingehalten werden müssen“, so Christoph Stiba. Hinweise für gottesdienstliche Schutzkonzepte folgen Anfang Mai, wenn die Rahmenbedingungen klar sind.

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news-2685 Thu, 23 Apr 2020 10:44:25 +0200 Die Täufer – 500 Jahre bewegte Geschichte Julia Grundmann https://www.baptisten.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/die-taeufer-500-jahre-bewegte-geschichte/ Die Zeitschrift „Evangelische Orientierung“ hat ein Themenheft über die Täuferbewegung veröffentlicht. Mit der Taufe beschäftigt sich die aktuelle Ausgabe der Mitgliederzeitschrift „Evangelische Orientierung“ des Evangelischen Bundes. Die Autoren und Autorinnen gehen darin aus verschiedenen Blickwinkeln der „zentralen konfessionskundlichen“ Frage nach: „Wie war das eigentlich mit den Täufern damals, vor 500 Jahren, und was spricht für die verschiedenen Traditionen und Formen heute?“

Im ersten Beitrag des Heftes berichtet Baptistenpastor i.R. Reinhard Assmann vom Gedenken „500 Jahre Täuferbewegung“, dessen erste Halbdekade in diesem Jahr von Baptisten und Mennoniten eröffnet wird.

„Zwischen Verfolgung und Duldung“ standen die Täufer des 16. Jahrhunderts, wie Dr. Astrid von Schlachta, Vorsitzende des Vereins „500 Jahre Täuferbewegung 2025“ in ihrem Artikel beschreibt. Sie schildert darin das Verhältnis der täuferischen Bewegung zu den staatlichen Obrigkeiten.

Dr. Andreas Liese, 1. Vorsitzender des Historischen Beirats des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, stellt in seinem Beitrag Kennzeichen und Merkmale der täuferischen Kirchen wie die Glaubenstaufe und den Kongregationalismus vor.

„Die Erinnerung an die Entstehung der Täuferbewegung, die sich 2025 zum fünfhundertsten Mal jähren wird, ist für alle evangelischen Freikirchen wichtig. Die Täufer waren sozusagen der freikirchliche Zweig der Reformation“, sagt Dr. Martin Rothkegel, der an der Theologischen Hochschule Elstal Kirchengeschichte unterrichtet. An der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift gefalle ihm besonders, dass dort „evangelische Christen sowohl aus Freikirchen als auch aus Landeskirchen mitgearbeitet haben. Die radikale Jesusnachfolge der Täufer kann für Christen aus allen Konfessionen inspirierend sein. Auch für die, die noch nie etwas von den Täufern gehört haben, ist das Heft gut als Einstieg in das Thema geeignet.“

Der Evangelische Bund, der die Zeitschrift „Evangelische Orientierung“ herausgibt, wurde 1886 gegründet und ist ein Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

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news-2683 Wed, 22 Apr 2020 09:33:55 +0200 Ein Bekenntnisgebet https://www.baptisten.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/ein-bekenntnisgebet/ Der Baptistische Weltbund (BWA) ruft in seinem wöchentlichen Gebetsnewsletter zum Gebet für die weltweite baptistische Familie und Gottes Wirken in dieser Welt auf. Der Baptistische Weltbund (BWA) ruft in seinem wöchentlichen Gebetsnewsletter zum Gebet für die weltweite baptistische Familie und Gottes Wirken in dieser Welt auf.

„Standing together“ lautet das Motto: Zusammenstehen. „Gerade jetzt wollen wir gemeinsam für die Baptistenbünde und Gemeinden beten, die nach einer Antwort suchen, wie sie auf COVID-19 reagieren“, unterstützt BEFG-Generalsekretär Christoph Stiba den Gebetsaufruf. „Wir wollen für alle beten, die unter dieser Pandemie leiden, dass sie Trost und Hoffnung finden.“ Im Folgenden ein Gebet aus Armenien: 

Ein Bekenntnisgebet 

Du bist nicht der Ankläger, sondern der Erlöser,
nicht der Zerstörer, sondern der Erretter,
nicht der Henker, sondern der Heiland,
nicht der, der zerstreut, sondern der, der versammelt,
nicht der Verräter, sondern der Befreier.
Du ziehst nicht herunter, sondern erhebst.
Du schlägst nicht zu Boden, sondern stehst aufrecht.
Du verfluchst nicht, sondern segnest.
Du nimmst keine Rache, sondern gibst Gnade.
Du quälst nicht, sondern tröstest.
Du radierst nicht aus, sondern schreibst.
Du schwankst nicht, sondern stabilisierst.
Du trittst nicht mit Füßen, sondern spendest Trost.
Du denkst Dir keine Todesursachen aus,
sondern suchst Wege, das Leben zu bewahren.
Du vergisst nicht zu helfen.
Du gibst das Gute nicht auf.
Du hältst Mitgefühl nicht zurück.
Du bringst nicht das Todesurteil,
sondern das Vermächtnis des Lebens.
Du wirst nicht abgelehnt für Deine Großzügigkeit
Du wirst nicht beschimpft für Deine Gnade.
Du wirst nicht verflucht für Deine Freigebigkeit.
Du wirst nicht beleidigt für Deine freien Gaben.
Du wirst nicht verspottet für Deine Geduld.
Du wirst nicht beschuldigt für Deine Vergebung.
Du wirst nicht angeklagt für Deine Güte.
Du wirst nicht entehrt für Deine Anmut.
Du wirst nicht verachtet für Deine Sanftmut.
Deswegen senden wir keine Klagen,
sondern Dank, der nicht zum Schweigen gebracht werden kann.
Nimm meine Sünden hinfort, Allmächtiger.
Entferne den Fluch von mir, gesegnet.
Vergib meine Schuld, barmherzig.
Lösche meine Übertretungen, mitfühlend.
Strecke Deine Hand der Befreiung aus
und ich werde sofort vollkommen sein.
Was ist leichter als das für Dich, Herr,
und was ist Dir wichtiger?
Auf diese Weise, allwissender Herr, belebe mich,
nach Deinem Bilde geschaffen und zum Leben erweckt durch Deinen Atem,
um den Atem Deiner reinen erleuchtenden Gnade zu erneuern,
und meine sündige Seele zu schützen.

2001 The Armenian Prayer Book, English translation by Thomas J. Samuelian. Deutsche Übersetzung: Jasmin Jäger )

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news-2678 Fri, 17 Apr 2020 14:31:24 +0200 Neues schaffen Jasmin Jäger https://www.baptisten.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/neues-schaffen/ Durch die Coronakrise sind neue Formen des Gemeindelebens entstanden. Das Entwicklungsteam des BEFG möchte diesen Wandel begleiten und ermutigt, neue Ideen auszuprobieren. Durch die Coronakrise sind neue Formen des Gemeindelebens entstanden. Das Entwicklungsteam des BEFG möchte diesen Wandel begleiten und ermutigt, neue Ideen auszuprobieren.

Auf einen Schlag konnten ab Mitte März keine Gottesdienste oder andere gemeindliche Veranstaltungen stattfinden. Gemeinden wurden herausgefordert, ihr Gemeindeleben umzugestalten: Es mussten neue Formen der Gemeinschaft und andere Mittel und Wege zur Begegnung gesucht werden. So treffen sich Gemeindeleitungen beispielsweise via Videokonferenzen, an Ostersonntag wurde ein Bundesgottesdienst gestreamt, Kindergottesdienste für zu Hause werden angeboten und Predigttelefone eingerichtet. „Die Coronakrise nötigt uns zu einem Wandel“, so BEFG-Generalsekretär Christoph Stiba. „An vielen Ecken und Enden wird mutig Neues gewagt. Das ist auch eine Chance, einfach Dinge auszuprobieren. Möge diese Zeit – trotz Einschränkungen – eine lehr- und segensreiche Zeit sein.“

Neue Ideen wurden – ohne langfristige Planungen – einfach ausprobiert. Auf diese Art und Weise arbeitet auch das Entwicklungsteam des Bundes. Es stößt neue Projekte an und möchte damit Veränderungen im Bund Schritt für Schritt voranbringen. „Die Coronakrise hat in den Gemeinden einen Wandel angestoßen, den wir als Entwicklungsteam gerne unterstützen und begleiten wollen“, so Stefan ter Haseborg, Leiter des Entwicklungsteams. „Wenn Ihr in Eurer Gemeinde einen Bedarf erkennt, meldet ihn uns gerne. Oder wenn Ihr eine Projektidee habt, dann wollen wir Euch ermutigen, diese auszuprobieren. Lasst uns gemeinsam über Eure Erfahrungen sprechen. Vielleicht können so auch andere Gemeinden davon profitieren.“  

Das Entwicklungsteam plant derzeit eine Best-Practice-Plattform, die wie ein digitales Lexikon zum Nachschlagen funktionieren soll. Außerdem hat das Team eine Gruppe von Expertinnen und Experten zusammengestellt, die sich Gedanken über die Finanzierung des Bundes machen. Diese Finanzgruppe hat verschieden Thesen aufgestellt und dem Präsidium vorgestellt. Eine These besagt zum Beispiel, dass Gemeindegebäude oftmals unzureichend genutzt werden. Ein optimiertes Immobilien-Management könnte beispielsweise durch Vermietung die Erträge und somit die gemeindlichen Finanzen steigern. Außerdem wurde die Nutzung von Stiftungsgeldern und anderen Finanzquellen bedacht. „Gedanklich wollen wir uns erstmal keine Grenzen setzen. Wir wollen alternative Maßnahmen und mögliche Umsetzungen gemeinsam diskutieren“, sagte ter Haseborg. „Setzt Euch gerne mit uns in Verbindung!“

Das Entwicklungsteam ist unter e-team(at)baptisten.de zu erreichen und freut sich über Frage und Ideen.

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news-2676 Thu, 09 Apr 2020 17:07:13 +0200 Spenden für die Corona-Hilfe des BEFG https://www.baptisten.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/spenden-fuer-die-corona-hilfe-des-befg/ Baptistische Partner des BEFG – aktuell oft selbst in Not – helfen Menschen, deren Situation sich wegen Corona verschlechtert hat: arbeitslose Tagelöhner, ausgegrenzte Roma, bedürftige Rentner... Eine digitale Kollekte: Das hatte es in dieser Form beim Bund noch nicht gegeben. Dazu aufgerufen wurde während des Bundesgottesdiensts zum Ostersonntag, der als  Livestream aus Berlin-Schöneberg übertragen wurde. Gesammelt wurde für die Corona-Hilfe des BEFG. Über diesen zweckgebundenen Fördertopf des Katastrophenfonds werden baptistische Partner weltweit in ihrer Arbeit unterstützt.

Viele der Projekte sind von der Pandemie betroffen. Und oft ist die Not der Menschen, denen die baptistischen Partner des BEFG helfen wollen, durch Corona noch größer geworden. So sind durch die Coronakrise in Serbien unter den Roma noch mehr Menschen von Armut betroffen, die deshalb Lebensmittelpakete erhalten. Aufgrund der auch dort geltenden Kontaktbeschränkungen bringen ehrenamtlich engagierte Jugendliche die Pakete direkt an die Haustür der Bedürftigen.

In der Türkei hat die Krise dazu geführt, dass viele Tagelöhner schlagartig keine Arbeit mehr haben. Über das Projekt von German Baptist Aid werden sie mit Essen versorgt – zusätzlich zu den vielen Flüchtlingen im Land. Auf www.baptisten.de/corona-hilfe werde diese und weitere Projekte sowie die Auswirkungen der Krise auf deren Arbeit vorgestellt.

Darunter befindet sich auch der Hinweis auf einen Hilfsfonds der Baptist World Alliance (BWA) mit einem Gesamtvolumen von 500.000 US-Dollar, an dem sich der BEFG beteiligen wird. Mit diesem Fonds unterstützt der Baptistische Weltbund finanzschwächere Baptistenbünde in aller Welt, die unter den Folgen der Pandemie leiden.

Christoph Stiba, der Generalsekretär des Bundes betont: „Auch in Sachen finanzieller Unterstützung stehen wir sicher erst am Anfang dieser Krise.“ Weiter bittet er: „Uns ist wichtig, schon jetzt Zeichen der Solidarität zu zeigen – gerade auch auf internationaler Ebene. Dabei hilft jede Spende!“

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news-2673 Mon, 06 Apr 2020 13:32:31 +0200 „Deutschland betet gemeinsam“ Jasmin Jäger https://www.baptisten.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/deutschland-betet-gemeinsam/ Am Mittwoch, dem 8. April, von 17:00 bis 18:30 Uhr beten Christinnen und Christen aus unterschiedlichen Konfessionen. Am Mittwoch, dem 8. April, von 17:00 bis 18:30 Uhr beten Christinnen und Christen aus unterschiedlichen Konfessionen. „Deutschland betet gemeinsam“ heißt die Aktion, die der BEFG unterstützt.

„Wie wäre es, wenn sich Hunderttausende in Deutschland zeitgleich zum Gebet versammeln würden?“ Diese Frage stellten sich die Initiatoren der Aktion „Deutschland betet gemeinsam“. Am Mittwoch, dem 8. April, zu Beginn des jüdischen Pessachfests gedenken Jüdinnen und Juden, wie Gott das Volk Israel durch Plagen hindurch aus der Gefangenschaft befreit hat. „Wir rufen dazu auf, an diesem Tag von 17:00 bis 18:30 Uhr gemeinsam zu beten: für Kranke und Gesunde, für alle, die jetzt wichtige Dienste leisten. Für unser Land! Wir beten gemeinsam! Online! Aus unseren Häusern und Wohnungen! Verbundenheit statt Isolation - Hoffnung statt Angst. Unser Land braucht Gottes Hilfe und wir wollen ein deutlich sichtbares Zeichen setzen“, heißt es auf der Internetseite der Aktion.

Das gemeinsame Gebet soll ein Zeichen gegen Antisemitismus und Hoffnungslosigkeit sein. Auch der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden unterstützt den Gebetsaufruf, wie BEFG-Präsident Michael Noss und Generalsekretär Christoph Stiba unterstreichen: „Es ist wichtig, dass Christen gemeinsam beten. Nicht nur jetzt, aber jetzt ist es vielleicht ein besonders starkes Zeichen. Es geschieht eben durch unser Gebet etwas, das ohne unser Gebet nicht geschehen würde. Davon sind wir überzeugt. Das Gebet ‚für Kranke und Gesunde, für alle, die jetzt wichtige Dienste leisten‘ unterstützen wir sehr. Sie alle brauchen unsere Solidarität und unsere Gebete.“

Christoph Stiba erinnert auch an das Gebet der Christen, das jeden Sonntagmorgen in den Online- Gottesdiensten deutschlandweit stattfindet, und an andere Gebetsinitiativen: So beten viele jeden Tag um 20:20 Uhr auf Initiative der Evangelischen Allianz Deutschland. Und am 30. März gab es einen 24-Stunden-Gebetsmarathon der Baptist World Alliance, der sich rund um die Welt spannte. 

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news-2672 Thu, 02 Apr 2020 13:22:06 +0200 „Gemeinsam glauben, fragen, entdecken!“ Timo Neumann https://www.baptisten.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/gemeinsam-glauben-fragen-entdecken/ Vieles geschieht zurzeit digital – auch einige Angebote des Bundes. Die Akademie und Hochschule des BEFG sind auch weiterhin aktiv und auf die Unterstützung durch Spenden angewiesen. Zu Ostern bittet der BEFG traditionell um Spenden für die Bildungsarbeit des Bundes. Neben dem umfangreichen Fortbildungsangebot der Evangelisch-Freikirchlichen Akademie dienen die Zuwendungen der Förderung der Theologischen Hochschule Elstal, wo junge Menschen für den pastoralen und den diakonischen Dienst ausgebildet werden.  

Bis zum Sommer 2017 gehörte auch Anna Kälber als Studentin der Freikirchlichen Diakonie dazu. „Ich wusste schnell, dass ich in Elstal am richtigen Ort gelandet war. Ich fand es total genial, in dieser Gemeinschaft nicht nur gemeinsam zu lernen, sondern auch gemeinsam zu glauben, zu fragen und zu entdecken. Geprägt haben mich natürlich auch die Studieninhalte und ich genieße, dass ich das, was ich heute im Berufsalltag erlebe, durch die angelernte Grundlage im Studium gut reflektieren kann.“ Als Gemeindediakonin mit dem Schwerpunkt Junge Gemeinde gibt sie nun ihre Erfahrungen in der Friedenskirche in Neu-Ulm weiter: „Ich finde es immer spannend zu erleben, wenn Jugendliche an die gleichen Fragen kommen, die mich auch in meiner Studienzeit beschäftigt haben und teilweise immer noch beschäftigen.“

Aktuell steht Anna aufgrund der Coronakrise vor ganz neuen Herausforderungen. Sie sucht nach den besten Mitteln, um auch weiterhin mit den Menschen in Kontakt zu bleiben und für sie da zu sein. Dabei spielen nicht nur technische Details eine Rolle. Bei allen Gruppenchats und Videoschalten dürfe man die individuellen Bedürfnisse der Menschen nicht aus den Augen verlieren. Nach wie vor liebt Anna es, „Gemeinschaft mitzugestalten und gemeinsam mit anderen Gott zu entdecken. Mir macht es unglaublich Spaß, nahe an Menschen dran zu sein – auch wenn diese Nähe für den Moment auf andere, neue Weise gestaltet werden muss.“

Auch die Hochschule mit ihren aktuell 55 Studierenden stellt sich zurzeit darauf ein, zumindest einen Teil des kommenden Sommersemesters online zu veranstalten. An den Inhalten und der Ausrichtung des Studiums wird das jedoch nichts ändern. Biblisch fundiert, wissenschaftlich reflektiert und auf den Gemeindedienst zugeschnitten: Wissen, Sein und Tun.

Die Akademie, die allen Engagierten in der Gemeindearbeit ein breit gefächertes Bildungsprogramm bietet, musste ebenso umdisponieren: Einige Veranstaltungen wurden verschoben, manche online angeboten und andere mussten leider abgesagt werden.

„Aber nicht alles ist abgesagt“, macht Christoph Stiba Mut. „Kreativität und Flexibilität sind nicht abgesagt, Nächstenliebe und Fürsorge nicht, und schon gar nicht Gottes bedingungs- und grenzenlose Liebe für uns.“ Weiter bittet der Generalsekretär des BEFG: „Wir sind überaus dankbar, dass wir technische Mittel haben, mit denen wir schnell reagieren konnten. Das verdanken wir auch treuen Spenderinnen und Spendern – in den Gemeinden wie auch in der bundesweiten Arbeit. Wir würden uns freuen, wenn auch weiterhin viele Geschwister die Bildungsarbeit des Bundes mit einer Spende fördern, damit auch in Zukunft Menschen wie Anna ihren Dienst an den Menschen und an Gott auf so motivierte und menschenzugewandte Weise ausfüllen – egal ob digital oder bald wieder in wirklichen Begegnungen.“

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news-2671 Thu, 02 Apr 2020 12:28:04 +0200 Historisches Lexikon des BEFG https://www.baptisten.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/historisches-lexikon-des-befg/ Das Nachschlagewerk ist ab sofort für alle Interessierten online zugänglich. Mehr als 320 bedeutende Männer und Frauen aus Baptistengemeinden und aus dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden sind in einem Historischen Lexikon verzeichnet, das ab sofort online zugänglich ist.

Die einzelnen Beiträge enthalten eine Kurzbiografie der jeweiligen Person, Veröffentlichungen und Literatur von ihr und über sie sowie Hinweise auf weitere Quellen. „Ich habe einen großen Respekt für die akribische und professionelle Arbeit, die hier ehrenamtlich geleistet wurde“, so BEFG-Generalsekretär Christoph Stiba. „Die Portraits geben Auskunft über Theologie und Frömmigkeit unseres Bundes und des deutschen Baptismus. Großartig!“ Darüberhinaus können auch relevante Orte, Länder und Themen recherchiert werden, wie zum Beispiel Schlesien, Diakonie oder Täufer. Das digitale Nachschlagewerk wird vom Historischen Beirat des Präsidiums des BEFG verantwortet.


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news-2669 Thu, 02 Apr 2020 10:24:12 +0200 „Gemeindeberatung in Kontaktsperrezeiten – muss nicht ausfallen“ Heike Beiderbeck-Haus https://www.baptisten.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/gemeindeberatung-in-kontaktsperrezeiten-muss-nicht-ausfallen/ Von ersten Erfahrungen, wie Gemeindeberatung trotz Kontaktsperre weitergehen kann, davon berichtet Heike Beiderbeck-Haus. In den Gemeinden werden Veranstaltungen abgesagt, Klausurtage und Workshops gecancelt, Meetings sind nur erschwert möglich. Von ersten Erfahrungen, wie Gemeindeberatung trotz Kontaktsperre weitergehen kann, davon berichtet Heike Beiderbeck-Haus.

Bevor die Pandemie alle Aufmerksamkeit auf sich zog, hatten Gemeinden bereits für sie wichtige Themen auf der Agenda. Manche Gemeindeberatung war gerade angebahnt. Manch neugewähltes Team hatte sich soeben mit einem Coach auf den Weg gemacht, Rollen und Zusammenarbeit zu reflektieren. An einem anderen Ort war eine Konfliktberatung in den Startlöchern. Längere Gemeindeprozesse waren voll im Gange; mancherorts wurde eigentlich gerade mit Spannung der nächste Workshop mit der Gemeindeberaterin erwarten. Doch wie wird es damit weitergehen? Ist jetzt alles auf Eis gelegt?

Gemeindeberaterinnen und Gemeindeberater berichten in den letzten Tagen davon, wie sie ihre Beratung nun per Telefon und vermehrt auch mit Online-Formaten weiterführen: Einzelberatung am Telefon, Supervisions-Gespräche, Team-Coaching und Mediation per Videokonferenz. So mancher von ihnen nimmt an Trainings teil, um sich für diese Arbeitsform fit zu machen.

Aus den ersten Erfahrungen heraus sagen etliche übereinstimmend: „Das geht erstaunlich gut.“ Auch Vorteile der digitalen Form wurden schon beobachtet: So berichtet ein Gemeindeberater: „Als positiv erlebe ich, dass man relativ schnell auf den Punkt kommt. Und es hat Auswirkungen auf die Gesprächskultur, da bei digitalen Formaten ja immer nur eine oder einer gleichzeitig reden kann.“ Jemand anders meint: „Bei sehr emotionsgeladenen Gesprächen sorgt das Online-Setting automatisch für ein bisschen mehr Distanz – das kann der Sache auch gut tun.“ Andererseits werden darin auch Grenzen deutlich, wenn zum Beispiel Mimik, Körpersprache, nonverbale Signale und Stimmungen nicht mehr so fein wahrgenommen werden können.

Dazu kommt: Für viele Geschwister sind diese Arbeitsformen ungewohnt und erfordern erst einmal die Bereitschaft, innere Hürden zu überwinden. Darin sind alle miteinander Lernende: die Gemeindeberaterinnen und Gemeindeberater, die Gemeindeleitungen, das Netzwerk „Beratung von Gemeinden“ insgesamt.

Aber auch in dieser Zeit der Coronakrise gilt: Offene Fragen, die nicht besprochen werden, Gesprächsprozesse, die im Sande verlaufen, Konflikte, die weiterschwelen – all das muss möglicherweise nicht sein. Das Netzwerk „Beratung von Gemeinden“ ermutigt Gemeinden: „Schaut, auf welche Weise die so wichtigen Prozesse weitergeführt werden können! Oder meldet Euch mit neuen Beratungsanliegen und Fragen direkt bei Heike Beiderbeck-Haus – derzeit am besten per Mail an gemeindeberatung(at)baptisten.de.“

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news-2668 Wed, 01 Apr 2020 13:17:47 +0200 Chormusical bei Bibel TV Stiftung Creative Kirche https://www.baptisten.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/chormusical-bei-bibel-tv/ Die Stiftung Creative Kirche hat den Mitschnitt von der Uraufführung des Chormusicals Martin Luther King dem Sender Bibel TV zur Verfügung gestellt. Am Samstag, dem 4. April, um 20:15 Uhr wird die Essener Uraufführung des Chormusicals „Martin Luther King – Ein Traum verändert die Welt“ auf Bibel TV zu sehen sein.

Der 4. April ist der Todestag von Martin Luther King. Und eigentlich sollten an diesem Tag über 1200 Sängerinnen und Sänger in Wetzlar auf der Bühne stehen bei der letzten Aufführung der diesjährigen Chormusical-Tour, die übrigens zu Kings Geburtstag im Januar gestartet ist. Wegen des Corona-Virus‘ mussten die Wetzlarer und die Bayreuther Termine nun in den Herbst verschoben werden, doch eine Aufführung an Kings Todestag wird es trotzdem geben: So wie in diesen Tagen der Krise viele Kulturschaffende ihre Kunst kostenlos öffentlich zugänglich machen, hat auch die Stiftung Creative Kirche den Mitschnitt von der Uraufführung des Chormusicals Martin Luther King, den es bislang nur als DVD zu kaufen gab, dem Sender Bibel TV zur Verfügung gestellt.

Inhalte der Musical-DVD sind nun kostenfrei im Netz zu sehen

Bei der Uraufführung waren an zwei Tagen insgesamt 2.400 Menschen in der beide Male ausverkauften Grugahalle beteiligt. Aus diesen beiden Aufführungen wurde eine Show zusammengeschnitten, die es bislang nur auf DVD zu kaufen gab. Diese Aufzeichnung wird nun diesen Samstag, 4. April, um 20.15 Uhr auf dem Musikkanal von Bibel TV zu sehen sein. Der Livestream ist zu empfangen unter www.bibeltv.de/livestreams/musik.

King: „Jede Krise hat nicht nur ihre Gefahren, sondern auch ihre Möglichkeiten.“  

Geduld war eine der Stärken von Martin Luther King – ebenso wie Hoffnung und eine unendliche Zuversicht. Und wenn anderen eine Situation ausweglos schien, dann konnte er ihr immer noch etwas Positives abgewinnen. Was er wohl zur aktuellen Corona-Krise gesagt hätte? Von ihm stammt jedenfalls der Ausspruch „Jede Krise hat nicht nur ihre Gefahren, sondern auch ihre Möglichkeiten.“ Und recht hatte er: Inmitten in der weltweiten Schockstarre entstehen gerade überall neue Ideen, wie Menschen trotz aller Einschränkungen Gemeinschaft erleben, etwas mit anderen und für andere tun können. Dazu gehören die zahlreichen Kulturangebote nach dem Motto „Wenn die Menschen nicht zu uns kommen, kommen wir eben zu den Menschen“: Allerorten stellen Kulturschaffende ihre Werke ohne Bezahlschranke ins Netz und machen es möglich, dass jeder und jede ihre Kunst genießen kann – unabhängig von Standort, kulturellem Hintergrund, Mobilität und finanzieller Situation. Angebote also, an denen alle gleichermaßen teilhaben können – das wäre genau in Martin Luther Kings Sinn gewesen. 

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news-2666 Wed, 01 Apr 2020 09:51:56 +0200 Die Welt nicht vergessen Birgit Fischer, Jasmin Jäger https://www.baptisten.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/die-welt-nicht-vergessen/ German Baptist Aid unterstützt gemeinsam mit der Hilfsorganisation „Roter Halbmond“ Flüchtlinge in der Nähe der syrischen Stadt Idlib. German Baptist Aid unterstützt gemeinsam mit der Hilfsorganisation „Roter Halbmond“ Flüchtlinge in der Nähe der syrischen Stadt Idlib. 25.000 Euro wurden für Nahrungsmittel und Decken zur Verfügung gestellt. Auch mit Partnern in der Türkei, Ungarn und dem Libanon steht German Baptist Aid in enger Verbindung.

Anfang des Jahres spitzte sich die Lage an der türkisch-syrischen Grenze dramatisch zu. Millionen Flüchtlinge aus der Stadt Idlib versuchten, den Kämpfen zu entfliehen. Viele Kinder leben im Lager, oft in Begleitung von Großeltern, da ihre Eltern bei den Kämpfen ums Leben gekommen sind. In dieser Situation bekamen Mitglieder der Baptistengemeinde in der türkischen Stadt Adana die Möglichkeit, zusammen mit dem „Roten Halbmond“ diesen Flüchtlingen zu helfen. So wurden durch die Katastrophenhilfe über German Baptist Aid 25.000 Euro zur Verfügung gestellt. „Gerade in diesen schwierigen Zeiten der Coronakrise ist der Kontakt zu unseren Projektpartnern für uns besonders wichtig”, so Birgit Fischer von German Baptist Aid. Mit dem Geld konnte Hilfe für 3.500 bis 4.000 Menschen geleistet werden. Sie erhielten Nahrungsmittel und Decken. Die Decken seien in dieser Situation besonders nötig, da es in Idlib momentan sehr kalt und regnerisch ist. Ein syrischer Mann sagte: „Wir haben die Welt nicht vergessen. Und die Welt sollte Idlib nicht vergessen. Ich danke den Menschen, die gespendet haben. Sie zeigen uns, dass Menschlichkeit noch nicht gestorben ist.“###3_IMAGES###„Die Menschen, die in Zelten leben, waren sehr glücklich und dankten den Leuten, die ihnen halfen“, berichtet Pastor Sükrü aus Adana. „Einige Millionen Menschen leben im Gebiet von Idlib, ohne Trinkwasser. Sie kochen schmutziges Wasser ab und geben dieses ihren Kindern zu trinken. Die Menschen leben in sehr schwierigen Verhältnissen, die geleistete Hilfe erleben sie als ein Wunder Gottes.“ Auch die Mitarbeiter des „Roten Halbmonds“ seien sehr froh darüber, diesen bedürftigen Menschen helfen zu können.

 „Wir starten auch andernorts Projekte, sodass den Ärmsten geholfen werden kann, wie zum Beispiel den Tagelöhnern, die jetzt in Ungarn und in der Türkei keine Arbeit mehr haben”, so Birgit Fischer. „Aktuell erleben wir in beeindruckender Weise, dass unsere Verbindung sich nicht auf die Unterstützung von Projekten beschränkt”, sagt Joachim Gnep, Leiter des Dienstbereichs Mission. „Es ist berührend, wie einige Partner danach fragen, wie es uns hier in Deutschland geht – und für uns beten. In einer Videokonferenz hatten wir beispielsweise eine Zeit des Gebets und des Austauschs mit den Geschwistern aus dem Libanon, wo die Situation seit Monaten viel schlechter ist als bei uns.”

Im Moment gibt es noch keine Coronafälle in Idlib. Die Menschen haben jedoch kaum Möglichkeit sich zu schützen, zumal nicht einmal der Zugang zu sauberem Wasser gewährleistet ist.

Wenn Sie die Menschen in Idlib weiter unterstützen wollen, können Sie Spenden auf das Konto des BEFG, IBAN DE14 5009 2100 0000 0333 08, unter der Projektnummer P 45 921 überweisen.

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news-2663 Wed, 25 Mar 2020 15:40:18 +0100 Die Steigerung der Katastrophe verhindern https://www.baptisten.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/die-steigerung-der-katastrophe-verhindern/ Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen unterstützt die Forderung des Europäischen Parlaments, Flüchtlingslager zu evakuieren, um eine Ausbreitung von COVID-19 unter den Geflüchteten zu verhindern. Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) unterstützt die Forderung des Europäischen Parlaments, Flüchtlingslager zu evakuieren, um eine Ausbreitung von COVID-19 unter den Geflüchteten zu verhindern. Wir dürfen angesichts der Coronakrise unsere humanitäre Verantwortung nicht vergessen. Die staatlich organisierte Aufnahme von Flüchtlingen aus Krisenregionen muss in Deutschland und in Europa fortgesetzt werden.

Die VEF begrüßt und unterstützt alle weltweiten, europäischen und deutschen Bemühungen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Wir beten, dass sie zum Erfolg führen.

Als besonders wichtig erachten wir, dass alles zum Schutz der Schwachen und Kranken getan wird, was möglich ist. Unsere diakonischen Einrichtungen und zahlreiche Nachbarschaftsinitiativen unserer Gemeinden in Deutschland sind diesem Auftrag verpflichtet.

Schwache und Kranke gibt es aber nicht nur in Deutschland. Aktuell leben nach Angaben des griechischen Bürgerschutzministeriums mehr als 40.700 Migrantinnen und Migranten in den Flüchtlingslagern auf Lesbos, Samos, Kos, Leros und Chios – dabei liegt deren Kapazität eigentlich nur bei rund 7.000 Plätzen. Rund 1.500 dieser Geflüchteten sind laut EU-Kommission unbegleitete Minderjährige. Medial ist diese humanitäre Katastrophe fast in Vergessenheit geraten. Die Menschen sind aber immer noch da, und ihre Lebensumstände haben sich nicht verbessert. Sie sind nach wie vor inhuman. Menschen, die dort leben, sind dem Virus gegenüber vollkommen schutzlos. Sie können Anderen nicht einfach ausweichen. Ein Zwei-Meter Abstand ist für sie nicht umsetzbar. Eine adäquate medizinische Betreuung können sie nicht erwarten, da das Gesundheitssystem vor Ort nicht einmal für die lokale Bevölkerung ausreichen würde. Ein Ausbruch von COVID-19 in einem dieser Brennpunkte hätte katastrophale Auswirkungen auf die Gesundheit tausender Menschen.

Europa und Deutschland dürfen ihre Verantwortung für diese Menschen inmitten der Coronakrise nicht vergessen. Deshalb unterstützt die VEF die Forderung des Europäischen Parlaments, die Flüchtlingslager möglichst rasch zu evakuieren, um eine schnelle Ausbreitung von COVID-19 unter den dort lebenden Menschen zu verhindern. Nicht nur in Deutschland sind Kommunen bereit zu helfen. Wir bitten die politischen Verantwortungsträgerinnen und Verantwortungsträger, dass sie die Menschen in diesen Krisenherden am Rande Europas weiterhin im Blick behalten. Und wir fordern sie auf, zügig Lösungen zu finden, die eine Steigerung der Katastrophe durch das Coronavirus an diesen Orten verhindern. Die staatlich organisierte Aufnahme von Flüchtlingen aus Krisenregio-nen muss in Deutschland und in Europa fortgesetzt werden.

Die Bemühungen für die eigene Gesellschaft dürfen nicht dazu führen, dass andere Schwache und Kranke vergessen werden. Jesus sagte: „Alles, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, das tut ihnen auch.“ Matthäus 7,12

Wustermark, 25. März 2020
Der Vorstand

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news-2651 Mon, 16 Mar 2020 10:46:48 +0100 Drei Gründe zu feiern Vera Paetzold https://www.baptisten.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/drei-gruende-zu-feiern/ Die EFG Weinstadt hat groß gefeiert: Vom 5. bis 8. März gab es gleich drei Gründ zu feiern, berichtet Vera Paetzold. Die EFG Weinstadt hat groß gefeiert: Nach zweijähriger Umbauzeit des neu erweiterten Gemeindezentrums gab es vom 5. bis 8. März gleich drei Gründe, ihre Festivitäten auf die Bühne zu bringen. Ein Bericht von Vera Paetzold.

Von Donnerstag bis Samstag wurden die im Umkreis bekannten und gut besuchten „Himmelbesa“-Abende zum zehnten Mal angeboten. Hier bringen sich im Service-Team, in der Küche und vielen anderen Bereichen viele ehrenamtliche Mitarbeiter ein, um dieses besondere Gästeangebot umzusetzen. Live-Musik und Bewirtung umrahmten den jeweiligen Programmteil.  Der Journalist Andreas Malessa referierte am Donnerstag zum Thema „Wenn mich die Erinnerung nicht täuscht“. Der Illusionist Tommy Bright brachte in seiner Magic Show am Freitag den vollen Saal mit seiner Finger- und Wortakrobatik zum Staunen, kombiniert mit evangelistischen Elementen wurde das Evangelium anschaulich. Am Samstag war Ruben Fritz mit seiner Band zu Gast mit eigenen Songs zu persönlichen Lebenserfahrungen.

Samstagnachmittag wurde zu einer Zeitreise eingeladen mit Filmen, Bildern, einer Infowand, einer Festschrift sowie einer Präsentation zur Historie anlässlich des 150. Gemeindejubiläums in Weinstadt-Endersbach.

Dieser Anlass sowie die offizielle Einweihung des neu erweiterten und fertig gestellten Gemeindezentrums wurden am Sonntag mit einem Festgottesdienst groß gefeiert. Die Pastorin Ana Kadira, die im November 2018 ihren Dienst in Weinstadt angetreten hat, predigte über die ermutigende Aussage aus Jesaja 43,19: „Siehe, ich wirke Neues! Jetzt sprosst es auf. Erkennt ihr es nicht? Ja, ich lege durch die Wüste einen Weg, Ströme durch die Einöde.“

Beim anschließenden Festakt mit Schlüsselübergabe gab es neben Musik und Geschenken auch Grußworte vom Oberbürgermeister, Vertretern von Stadt und Gewerken, der umliegenden Kirchen und Gemeinden sowie von Renate Girlich-Bubeck vom Landesverband.  Der ehemalige Pastor Manfred Ewaldt als Ehrengast ging auf die Frage ein „Warum kam es denn soweit?“ und Pastorin Ana Kadira ergänzte mit der Frage „Wie geht es mit allem weiter?“  Nach einem umfangreichen Catering sowie einer Festtagstorte mit dem Event-Emblem „Dankbar!“ gab es einen bunten fröhlichen Luftballonstart mit Rücksende-Gutschein-Karten „Jubel“, um Nah und Fern an der Freude teilhaben zu lassen. Von diesen gingen inzwischen schon zahlreiche ein, sogar aus weit über 100 Kilometern Entfernung.

Die Gemeinde freute sich über ein volles Haus mit vielen Gästen in ihrem neuen, hellen und einladenden Gemeindezentrum, in dem künftig noch motivierter ihre Vision umgesetzt werden kann: „Wir sind Gemeinde vor Ort mit einem einladenden, belebten und offenen Zentrum für uns und unsere Umgebung“.

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news-2649 Fri, 13 Mar 2020 15:04:22 +0100 Politik und Rundfunk: Evangelische Freikirchen berufen zwei neue Beauftragte Dr. Michael Gruber https://www.baptisten.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/politik-und-rundfunk-evangelische-freikirchen-berufen-zwei-neue-beauftragte/ Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) hat Konstantin von Abendroth als ihren neuen Beauftragten am Sitz der Bundesregierung berufen. Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) hat Konstantin von Abendroth als ihren neuen Beauftragten am Sitz der Bundesregierung berufen. Der 39-jährige Pastor tritt damit am 1. Mai die Nachfolge von Peter Jörgensen an, der zwölf Jahre lang die Stimme der VEF in den politischen Diskurs eingebracht hat. Bei der Mitgliederversammlung in Kassel wurde zudem die Theologin Jasmin Jäger als Rundfunkbeauftragte berufen. Die Delegierten bestätigten Präsident Christoph Stiba und Vizepräsident Marc Brenner sowie die Vorstandsmitglieder Stefan Kraft und Frank Uphoff im Amt und wählten mit Jochen Geiselhart ein neues Mitglied in das Leitungsgremium.

Konstantin von Abendroth hob anlässlich seiner Berufung die gesellschaftliche Relevanz des christlichen Glaubens hervor: „Die Bibel ist durchzogen mit politischen Perspektiven, vom Schöpfungsauftrag bis zur Nächstenliebe und dem Auftrag, das Evangelium in all seinen Facetten zu verbreiten.“ Um diese Perspektiven „in der Gesellschaft wirksam werden zu lassen“, sehe er die Zusammenarbeit von Kirche und Politik als sehr bedeutsam an, so der Pastor des Bundes Freier evangelischer Gemeinden. VEF-Präsident Christoph Stiba zeigte sich erfreut über die Berufung: „Konstantin von Abendroth ist eine gewinnende Persönlichkeit und ein hervorragender Netzwerker. Er wird die VEF weiterhin mit einem starken freikirchlichen Profil und inhaltlicher Weite vertreten.“

Stiba würdigte von Abendroths Vorgänger: „Peter Jörgensen hat die politische Arbeit über zwölf Jahre mit Herzblut, Engagement und Kompetenz ausgefüllt.“ Jörgensen habe die Freikirchen für ihren geistlichen Auftrag sensibilisiert, im Rahmen der Politik und darüber hinaus gesellschaftlich Verantwortung zu übernehmen. Und es sei in einem erheblichen Maße sein Verdienst, „dass an vielen Stellen freikirchliche und politische Akteure miteinander im Gespräch sind und die Freikirchen auch in der Politik einen Beitrag leisten können.“

Die Baptistin Jasmin Jäger wird ab 1. Juli Rundfunkbeauftragte der VEF. „Die Chancen, die diese Arbeit für die Freikirchen mit sich bringt, über Rundfunkgottesdienste und -andachten viele Menschen zur erreichen, sind enorm“, so Christoph Stiba. „Pastorin Andrea Schneider hat diese Arbeit seit 1996 mit viel Leidenschaft und Kompetenz nachhaltig geprägt und war das Gesicht für die Freikirchen in den Redaktionen.“

Die Delegierten wählten mit Pastor Jochen Geiselhart von Foursquare Deutschland ein neues Mitglied in den fünfköpfigen Vorstand der VEF. Vier Vorstandsmitglieder wurden erneut gewählt: Christoph Stiba (als Präsident bestätigt, im Hauptamt Generalsekretär des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden), Marc Brenner (als Vizepräsident bestätigt, im Hauptamt Präses der Gemeinde Gottes in Deutschland), Stefan Kraft (Superintendent der Evangelisch-methodistischen Kirche im Distrikt Essen) und Frank Uphoff (Vizepräses des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden). Christoph Stiba dankte Major Frank Honsberg von der Heilsarmee in Deutschland, der sich nicht zur Wiederwahl stellte, für seine Mitarbeit im Vorstand.                                                                        

Konstantin von Abendroth, Jahrgang 1980, studierte Evangelische Theologie. 2005 gründete er zusammen mit einem Kollegen das „Berlinprojekt – Kirche für die Stadt“, dessen Pastor und Geschäftsführer er bis Ende 2019 war.

Jasmin Jäger, Jahrgang 1989, studierte Evangelische Theologie und „Medien – Ethik – Religion“. Neben ihrer VEF-Beauftragung arbeitet sie für den Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden als Referentin im Generalsekretariat.

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news-2645 Thu, 12 Mar 2020 16:15:18 +0100 Bundesgeschäftsführung zur Coronakrise https://www.baptisten.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/bundesgeschaeftsfuehrung-zur-coronakrise/ Was bedeutet die Coronakrise in der nächsten Zeit für die Veranstaltungen der Gemeinden, für die Landesverbandsräte und auch für die Bundesratstagung? Hinweis: Wegen der rasanten Entwicklung der Coronakrise ist dieser Text nicht mehr aktuell. Bitte beachten Sie für die neuesten Hinweise unsere Seite befg.de/corona.

Die Corona-Krise spitzt sich weiter zu. Das öffentliche und soziale Leben wird weiter eingeschränkt. Und wahrscheinlich stehen wir erst am Anfang. Niemand kann heute exakt prognostizieren, was in den nächsten Wochen passiert. Ob aus der Krise eine Katastrophe wird oder ob es eine schwere, aber vorübergehende Situation bleibt, das hängt vor allem am Faktor Zeit und damit auch am Verhalten jeder Einzelnen und jedes Einzelnen. Wir alle können durch unser besonnenes Verhalten dazu beitragen, dass wir diese „Probe bestehen“, wie unsere Bundeskanzlerin am Mittwoch sagte. In Zeiten von Corona gilt: Bleib ruhig, aber mach vieles anders. Das betrifft nicht nur Händewaschen und Husten-Etikette. Wir müssen auch überlegen, wie wir mit unseren Veranstaltungen umgehen. Zahlreiche Großveranstaltungen sind bereits abgesagt worden, und es ist zu erwarten, dass sich das ausweiten wird. Was bedeutet das in der nächsten Zeit für die Veranstaltungen der Gemeinden, für die Landesverbandsräte und auch für die Bundesratstagung? Darüber hat die Bundesgeschäftsführung beraten und fasst zusammen:

a)   Jeder Veranstalter muss derzeit eine Risikoabwägung vornehmen, ob wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Durchführung einer Veranstaltung noch angezeigt ist oder besser abgesagt werden sollte. Großveranstaltungen in Hessen, also auch in Kassel, sind seit heute bis zum 10. April 2020 nicht zulässig. Ob diese Regelung über den 10. April hinaus verlängert werden wird, müssen wir abwarten. Falls dieser Erlass nicht verlängert wird, werden wir uns bei unserer Entscheidung am Kriterienkatalog des Robert Koch Institutes (RKI) für Großveranstaltungen orientieren und uns mit dem Gesundheitsamt Kassel abstimmen. Unter Berücksichtigung dieser Bedingungen bereiten wir die Bundesratstagung weiterhin intensiv vor und laden alle Delegierten und Gäste herzlich ein, sich anzumelden. Sollte die Bundesratstagung 2020 zu einem späteren Zeitpunkt abgesagt werden müssen, wird es die Möglichkeit geben, bereits bezahlte Teilnehmerbeiträge erstattet zu bekommen.

b)   Die Verantwortung, ob eine Landesverbandsratstagung stattfindet oder abgesagt wird, liegt bei der Landesverbandsleitung. Ebenso verhält es sich mit Veranstaltungen in den Gemeinden. Hierfür trägt die jeweilige Gemeindeleitung die Verantwortung. In Bezug auf die kommenden Landesverbandsräte sind die Anweisungen der Gesundheitsbehörden vor Ort zu beachten. Natürlich auch im Blick auf alle Gemeindeveranstaltungen (zurzeit ist uns nur aus einer Stadt bekannt, dass Kirchen und Vereine gebeten wurden, auf ihre Veranstaltungen wie zum Beispiel Gottesdienste zu verzichten). Bitte informiert Euch im Vorfeld, ob die geplanten Veranstaltungen jeweils stattfinden (z.B. im Internet). Hier findet Ihr eine „Checkliste für Veranstaltungen“ der Stadt und Städteregion Aachen, die als Kriterienkatalog hilft, eine Risikobewertung für einzelne Veranstaltungen vorzunehmen, um eine gut begründete Entscheidung treffen zu können. Im Zweifel rät die Bundesgeschäftsführung dazu, alle Veranstaltungen, die nicht zwingend notwendig sind, nicht stattfinden zu lassen. In Einzelfällen kann es auch sinnvoll sein, den Teilnehmerkreis auf die Delegierten zu begrenzen und eine Sitzung oder Tagung auf die notwendigen Punkte zu beschränken.

c)    Im Übrigen sollte bei Veranstaltungen im Vorfeld generell aktiv darauf hingewiesen werden, dass folgende Personen ein erhöhtes oder hohes Infektionsrisiko aufweisen. Menschen sollten für sich eine Teilnahme an Veranstaltungen prüfen und gegebenenfalls nicht teilnehmen, wenn sie

  • in den vom RKI definierten Risikogebieten wohnen (RKI-Risikogebiete),
  • mit Personen aus den vorgenannten Risikogebieten Kontakt hatten,
  • Kontakt mit infizierten Personen hatten oder selbst infiziert sind,
  • Kontakt mit Verdachtsfälle hatten,
  • Symptome einer Infektion aufweisen (Husten, Schnupfen, Halskratzen, Fieber und Durchfall).

d) Hier findet Ihr Hinweise und Maßnahmen zum Verhalten in der Gemeinde, um das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten. Allgemein wird geraten, selbst einzuschätzen, ob die Teilnahme an einer Veranstaltung, zum Beispiel aufgrund einer Vorerkrankung, angebracht ist.

Es ist und bleibt wahr, dass wir auch in Krisenzeiten in Gottes Hand sind. Darum handeln wir nicht aus Angst oder in Panik, sondern aus Verantwortung und Solidarität mit den Mitmenschen, deren Gesundheit in Gefahr sein könnte. Vielleicht sind Besonnenheit und Gelassenheit in diesen Tagen die anmutigsten Formen des Gottvertrauens. Hoffen und beten wir, dass wir bald wieder andere Themen haben. Und tun wir unser Bestes dafür.

Christoph Stiba
Generalsekretär

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news-2641 Wed, 11 Mar 2020 11:16:56 +0100 Zeiten der Stille Thomas Seibert https://www.baptisten.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/zeiten-der-stille/ Wie Elemente geistlichen Lebens in den gemeindlichen Beratungsprozess integriert werden können, damit beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Worskhop Pastoraler Interimsdienst. Wie lassen sich Elemente geistlichen Lebens in einen gemeindlichen Beratungsprozess integrieren? Das war eine der Fragen, mit der sich insgesamt 15 Interimspastoren und -pastorinnen im Rahmen ihrer jährlichen Tagung im Bildungszentrum Elstal beschäftigten.

Als Referentin führte die evangelische Pfarrerin Susanne Weichenhan die Teilnehmenden einen Vormittag lang durch Zeiten der Stille und der Betrachtung eines Bibeltextes. Die Erfahrung ermutigte mehrere Teilnehmende, ähnliche Erfahrungsräume in die Gestaltung ihrer Dienste einzubeziehen. „Ich fühle mich sehr erfrischt“, war das begeisterte Fazit einer Teilnehmerin. Neben der Fortbildung ist der kollegiale Austausch ein wesentliches Element der Tagung. „Das hat mir sehr geholfen für meinen nächsten Einsatz“, meinte eine Teilnehmerin.

Der Interimsdienst ist ein Angebot des Bundes, Gemeinden in Übergangszeiten zu unterstützen. Interimspastoren und -pastorinnen sind für einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten jeweils für mehrere Tage pro Monat vor Ort, um Veränderungsprozesse zu begleiten, Krisen zu verarbeiten oder die Erwartungen bei der Berufung eines neuen Pastors bzw. einer neuen Pastorin zu klären. Sie bringen neben ihrer pastoralen Erfahrung beraterische Kompetenzen mit. „Hier kommt ein Pastor, eine Pastorin auf Zeit. Gerade dieser Mix aus zielorientierter Beratung einerseits und Predigt, Bibelgespräch, Gottesdienst, geistlichen Prozessen andererseits macht das ganz Besondere des Interimsdienstes aus“, meinte Heike Beiderbeck-Haus, die mit Thomas Seibert das Team im Dienstbereich Mitarbeiter und Gemeinde bildet. Interessierte Gemeinden können sich an Heike Beiderbeck-Haus wenden.

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news-2637 Tue, 10 Mar 2020 13:37:06 +0100 Gottesdienst und Infektionsrisiko https://www.baptisten.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/gottesdienst-und-infektionsrisiko/ Um das Infektionsrisiko durch das Coronavirus zu senken, gibt es hier einige Hinweise für Gemeinden zu Gottesdiensten, Verantwortung und Gebet. Hinweis: Wegen der rasanten Entwicklung der Coronakrise ist dieser Text nicht mehr aktuell. Bitte beachten Sie für die neuesten Hinweise unsere Seite befg.de/corona.

Das „Coronavirus“ (SARS-CoV-2) breitet sich in Deutschland aus. In Menschenansammlungen ist eine Übertragung wahrscheinlicher. Gottesdienste, Gruppentreffen sowie persönliche Gesprächssituationen können zur Verbreitungsherden von Grippe- und Coronaviren werden. Wir bitten die Gemeindeleitungen um erhöhte Aufmerksamkeit und die Mitglieder sowie Gäste um Beachtung der üblichen Hygienemaßnahmen.

Verantwortung der Gemeindeleitung

  • Verantwortung der Gemeindeleitung: Die Verantwortung für die Ortsgemeinden liegt bei der jeweiligen Gemeindeleitung: Bitte seien Sie wachsam und informieren Sie sich an den entsprechenden Stellen.
    | Infektionsschutz.de | Bundesgesundheitsministerium | Robert-Koch-Institut
  • Konkrete Maßnahmen im Gemeindehaus:
    • Drucken Sie bitte je nach Zielgruppe folgende Infografiken aus und hängen Sie diese aus, damit jeder mitbekommt, was zu tun ist. | Infografiken in sechs Sprachen >>
    • Hängen Sie an gut sichtbaren Stellen im Foyer aus: „Aktuelle Informationen zum Coronavirus“:
      deutsch | englisch | türkisch
  • Zusammenarbeit mit den Behörden: Arbeiten Sie bereitwillig mit den Behörden zusammen und fragen Sie gegebenenfalls beim Gesundheitsamt um Rat.

Verhaltensweisen im Gottesdienst | Gemeindegruppen

  • Zu Hause bleiben: Wer sich krank fühlt, sollte Zuhause bleiben und sich – wenn vorhanden – den Livestream anschauen oder auf Rundfunk- und Fernsehgottesdienste ausweichen.
  • Körperkontakt vermeiden: Vermeiden Sie in dieser Zeit unnötigen Körperkontakt. Freundliche Begrüßung geht auch ohne Händeschütteln.
  • Räume lüften: Bitte sorgen Sie für eine gute Belüftung der Gottesdiensträume und der Nebenräume.
  • Abstand halten: Beim Husten oder Niesen größtmöglichen Abstand halten: in die Armbeuge oder in ein Papiertaschentuch niesen und es entsorgen: Hände waschen!
  • Abendmahl: Vermeiden Sie beim Abendmahl (Mahl des Herrn) in diesen Wochen den Gemeinschaftskelch und benutzen Sie nach Möglichkeit Einzelkelche.

Gebet und Unterstützung

  • Gebetsaufforderung: „Betet für die Regierenden und für alle, die Gewalt haben, damit wir in Ruhe und Frieden leben können, in Ehrfurcht vor Gott und in Rechtschaffenheit. So ist es gut und gefällt Gott, unserem Retter.“ | Die Bibel: 1. Timotheus 2,2-3
  • Politiker: Bitte beten Sie im Gottesdienst für die verantwortlichen Politiker um Weisheit in dieser Krisensituation.
  • Forscher: Beten Sie für die medizinischen Forscher, dass Gott ihnen Einsicht und Kreativität gibt, ein Gegenmittel für das Virus zu finden.
  • Erkrankte: Beten Sie für die Erkrankten um Heilung und Genesung.
  • Tipp zur Hilfe und Unterstützung: Sollte es zu Krankheitsfällen kommen, richten Sie einen telefonischen Meldedienst ein. Sollte es zu einer Quarantäne kommen, bieten Sie sich als Gemeinde an, für diese Menschen einzukaufen oder sie in sicherer Entfernung zu unterstützen.

Alternative Treffen

  • Sollten aus gesundheitlichen Gründen größere Ansammlungen von Menschen behördlich untersagt werden, können andere gottedienstliche Treffen in Betracht kommen:
  • Kleine Gruppen: Zuhause treffen und Hausgottesdienste in der Familie feiern. Die Pastorin oder der Pastor könnte dafür einen Ablauf, eine Liturgie oder Vorlesepredigt mit Hinweisen oder Fragen vorbereiten und sie per Mail oder zum Download zur Verfügung stellen.
  • Technische Hilfsmittel: Livestream nutzen, Predigt per Audio oder Video aufnehmen und herumschicken oder zum Download anbieten.
  • Virtuelle Lösungen: Gottesdienst oder Hauskreis per Chat oder Video-Konferenz ausprobieren.

Mut zum Vertrauen auf Gott

Die Gemeinde Jesu und das Reich Gottes hat zu allen Zeiten und in möglichen und unmöglichen Situationen bestanden, durchgehalten und trotzdem Gott gelobt sowie den Menschen im Umfeld gedient. Lasst uns miteinander auf unseren Gott, Heiland und Retter vertrauen, der Herr der Lage ist: auf ihn vertrauen, helfen wo Nöte sind, für andere beten und den Gesunden und Kranken im Namen Jesu Mut zusprechen.

Fragen und Beratung

Die USB-Dienstleistungen GmbH steht für konkrete Fragen der Gemeindeleitung zur Hygiene und Prävention gerne zur Verfügung: info(at)usb-net.de

Mit freundlicher Genehmigung des Bundes Freier evangelischer Gemeinden.

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news-2636 Thu, 05 Mar 2020 13:54:59 +0100 Oncken Verlag Kassel: Nach Insolvenz geht es weiter Julia Grundmann https://www.baptisten.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/oncken-verlag-kassel-nach-insolvenz-geht-es-weiter/ Kurz vor Weihnachten musste die J. G. Oncken Nachf. GmbH Insolvenz anmelden. Blessings 4 you (Foto: Angela May und Tobias Blessing) führt den Oncken Verlag unter bekanntem Namen weiter. „Es gibt die J.G. Oncken Nachf. GmbH nicht mehr. Aber es gibt weiterhin den Oncken Verlag!“ Das sagte Silke Tosch, Geschäftsführerin der J.G. Oncken Nachf. GmbH, nachdem der Verlag am 1. März von der Blessings 4 you GmbH übernommen wurde. Kurz vor Weihnachten musste die Kasseler J. G. Oncken Nachf. GmbH Insolvenz anmelden. Die Stuttgarter Firma Blessings 4 you führt den Oncken Verlag nun unter bekanntem Namen weiter.

Nachdem Anfang 2018 bereits das Verlagsgebäude der J.G. Oncken Nachf. GmbH verkauft worden und im April 2019 die Versandbuchhandlung an die Blessings 4 you GmbH übergegangen war, habe man gehofft, ausreichende Sanierungsmaßnahmen ergriffen zu haben, so Tosch. „Leider erwies sich das zurückgebliebene Verlagsgeschäft als nicht kostendeckend, sodass wir im Dezember 2019 Insolvenz anmelden mussten.“ Dankbar zeigte sich Tosch, jetzt leitende Redakteurin der verlagseigenen Zeitschrift DIE GEMEINDE, dass die Blessings 4 you GmbH nun auch den verbliebenen Verlag samt seinen angestellten Mitarbeitenden übernommen habe: „Damit konnten nicht nur sieben Arbeitsplätze, sondern auch die Zukunft der Printmedien gesichert werden, die immer noch eine wesentliche Bedeutung in der Information und Vernetzung innerhalb unseres Gemeindebundes haben.“ Froh sei sie zudem, dass das Geschäft unter dem traditionsreichen Namen Oncken Verlag weitergeführt werden könne.

„Über Jahrhunderte hat der Oncken Verlag den deutschen Baptismus geprägt und Segensspuren hinterlassen“, sagte BEFG-Generalsekretär Christoph Stiba. „Publikationen aus dem Hause Oncken haben Generationen von Baptisten geprägt. So dankbar wir für die Verbreitung des Evangeliums in der bewegten 191-jährigen Verlagsgeschichte sind, so sehr betrübt uns die Insolvenz des Oncken Verlags. Gleichzeitig sind wir froh darüber, dass wesentliche Geschäftsbereiche durch Blessings 4 you nun weitergeführt werden. Wir wünschen dem Verlag Gottes Segen und freuen uns auf eine segensreiche Zusammenarbeit.“

Die Blessings 4 you GmbH ist aus der ehemaligen Versand- und Verlagsbuchhandlung der Evangelisch-methodistischen Kirche hervorgegangen. Sie wird von Angela May und Tobias Blessing geführt. Der Unternehmenssitz liegt in Stuttgart.

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news-2633 Fri, 28 Feb 2020 16:04:32 +0100 In kleinen Schritten verändern Jasmin Jäger https://www.baptisten.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/in-kleinen-schritten-veraendern/ Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BEFG lernten bei einem Agilitätstraining die Arbeitsweise des Entwicklungsteams kennen, um auf diese Weise neue Ideen und Projekte zu verwirklichen. Das Präsidium hat das Entwicklungsteam eingesetzt, um in kleinen Schritten den Bund zu verändern. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der regionalen und überregionalen Arbeit des BEFG lernten bei einem Agilitätstraining die Arbeitsweise des Entwicklungsteams kennen, um neue Impulse im BEFG zu setzen.

Das Entwicklungsteam des Bundes hat am 25. Februar zu einem Agilitätstraining in die EFG Potsdam eingeladen. Die 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Dienstbereichen in Elstal, den Landesverbänden und dem GJW lernten dabei eine agile Arbeitsweise kennen. Diese Arbeitsweise folge dem Prinzip, dass Projekte selbstorganisiert und nutzenorientiert in kleinen Teilschritten innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens durchgeführt werden und so zeitnah ein überprüfbares Ergebnis hervorbringen, erklärte André Häusling, der das Training leitete. Er und seine Firma „HR Pioneers“ beschäftigen sich damit, Strukturen innerhalb von Organisationen durch agile Werte und Prinzipien neu zu gestalten.

Das Agilitätstraining hatte das Ziel, den im Bund angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern agiles Arbeiten nicht nur theoretisch beizubringen, sondern auch praktisch erlebbar zu vermitteln. Die Teilnehmenden spielten das sogenannte „Ball Point Game“, bei dem Bälle ohne Bodenkontakt, jedoch so, dass alle sie mindestens einmal berührt haben, an einen Zielort gelangen müssen. Es verdeutlichte zum Beispiel die Selbstorganisation des Teams und das Pull-Prinzip, dass jede und jeder die Aufgabe, die vor einem liegt, fokussiert angeht – mit Ziel, aber ohne fertiges Endkonzept. In mehreren Runden war zudem eine Qualitätssteigerung der Ergebnisse zu beobachten. Agile Prozesse können auf diese Weise die Struktur von Organisationen verändern.###3_IMAGES###Für Veränderungen gebe es stets innere und äußere Treiber, so Häusling. Sie seien Gründe dafür, die Arbeitsweise und Struktur einer Organisation zu überdenken. Die Teilnehmenden benannten im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden zum Beispiel die abnehmende konfessionelle Bindung oder die Überalterung von Gemeinden als treibende Faktoren. Aus diesen Gründen, die für eine Veränderung sprechen, entwickelten die Teilnehmenden Zielbilder, wie die Zusammenarbeit der Freikirchen, und überlegten sich, wie sie dieses Ziel mit konkreten, kleinen Schritten angehen wollen. Auf diese Weise arbeitet auch das Entwicklungsteam, das vom Präsidium des BEFG eingesetzt wurde. Es soll neue Ideen und Projekte ausprobieren, um die Struktur des Bundes gegebenenfalls an die Bedürfnisse und Herausforderungen von Gemeinden und Landesverbänden sowie an die gesellschaftlichen Veränderungen anzupassen. Daher werden in Zukunft weitere Agilitätstrainings angeboten, so Stefan ter Haseborg, Leiter des Entwicklungsteams.

Das Entwicklungsteam ist unter e-team(at)baptisten.de zu erreichen und freut sich über Frage und Ideen.

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news-2632 Thu, 27 Feb 2020 12:37:44 +0100 Mit Enthusiasmus für einen guten Sound sorgen Julia Grundmann https://www.baptisten.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/mit-enthusiasmus-fuer-einen-guten-sound-sorgen/ Seit 20 Jahren bietet Dr. Andreas Langbehn in Elstal Seminare für Tontechnikerinnen und Tontechniker aus Gemeinden an. Seit 20 Jahren bietet Dr. Andreas Langbehn in Elstal Seminare für Tontechnikerinnen und Tontechniker aus Gemeinden an. Er ist Lehrbeauftragter für Musikpädagogik an der Universität der Künste in Berlin. Mittlerweile konnten schon über 1.800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von dem Angebot profitieren. Welche Bedeutung diese Arbeit für die Gemeinden hat und wie sich die Tontechnik in den letzten 20 Jahren entwickelt hat – darüber sprach Andreas Langbehn (AL) in einem Interview mit Julia Grundmann (JG).

JG: Kannst du dich noch an das allererste Tontechnikseminar erinnern?

AL: Ja klar, daran kann ich mich noch gut erinnern. Ich bin damals voller Enthusiasmus gestartet. Freitagnachmittag fing das Seminar an und eine halbe Stunde vor Mitternacht habe ich zum ersten Mal wieder auf die Uhr gesehen. Am Samstag habe ich dann ein Zehn-Stunden-Programm „durchgezogen“. Ich musste erst lernen, dass Pausen auch „Musik sind“, um als Musiker zu sprechen. Sie sind auch deshalb wertvoll, weil es hier zum Austausch zwischen den verschiedenen Teilnehmern kommt. Eine sehr wichtige und motivierende Komponente.

JG: Deine Seminare richten sich in erster Linie an Gemeindemitarbeiterinnen und -mitarbeiter. Gerade in Bezug auf die Tontechnik hat sich da in den letzten 20 Jahren ja einiges verändert.

AL: Das stimmt. Die Tontechnik ist in den meisten Gemeinden viel komplexer geworden. Bands oder Musikteams gehören mittlerweile zum Standard und erfordern eine immer bessere Tontechnik. Der Trend geht natürlich zu Multimedia, also auch Beamer- und Videotechnik haben sich dazugesellt. Wohl jede zweite Gemeinde ist inzwischen mit digitalen Mischpulten ausgestattet. War vor 20 Jahren Tontechnik noch eine Männerdomäne, so hatten wir beispielsweise beim letzten Seminar in Elstal über dreißig Prozent Frauen dabei.
 
JG: Du hast mal gesagt „Wer in seiner Gemeinde für den richtigen Ton sorgt, leistet missionarische Arbeit.“ Wieso?

AL: Willow Creek hat uns bereits vor gut 20 Jahren auf beeindruckende Weise gezeigt, wie gerade ein attraktiver Gottesdienst eine tolle Möglichkeit ist, um mit Kirchendistanzierten in Kontakt zu kommen. Musik und Multimedia haben dabei einen hohen Stellenwert, weil die Menschen dadurch sowohl rational als auch emotional angesprochen werden können. Durch gekonnt eingesetzte Tontechnik kommt das Ganze dann noch besser zu Geltung.

JG: Gibt es Seminarerlebnisse, die dir besonders in Erinnerung geblieben sind?

AL: Ja! Sehr begeistert war ich von den beiden über 70jährigen Diakonissen, die in ihrer Kirchengemeinde für den richtigen Sound sorgen wollten. Ein Teilnehmer ist mal mit Wohnmobil angereist, weil die Zimmer ausgebucht waren, er aber unbedingt am Seminar teilnehmen wollte. Wenn jemand bereits zum fünften Mal an einem Seminar teilnimmt, freut mich das natürlich auch, heißt es doch, dass er jedes Mal was Neues lernt. Und wenn ich nach Jahren von ehemaligen Teilnehmern höre, dass sie mittlerweile selbst leitend für den guten Sound verantwortlich sind, motiviert mich das sehr, mit Schulung und Coaching weiterzumachen.

Deshalb würde ich mich sehr freuen, wenn sich in den nächsten Jahren weiterhin so viele Tontechniker schulen lassen bzw. Gemeinden Tontechniker nach Elstal schicken oder Vorortseminare bei mir buchen. Tontechniker werden mehr denn je gebraucht!

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news-2631 Wed, 26 Feb 2020 13:10:29 +0100 „Da will ich hin!“ Thomas Klammt https://www.baptisten.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/da-will-ich-hin/ Bei der Fortbildung im Anfangsdienst lernten die Teilnehmenden, auf innovative Art und Weise Gottesdienste und Predigten zu gestalten. Bei der Fortbildung im Anfangsdienst vom 17. bis 21. Februar lernten die Teilnehmenden, auf innovative Art und Weise Gottesdienste und Predigten zu gestalten.

„Da will ich hin!“ Zwanzig Leute bewegen sich durch den Lehrsaal, nehmen mit diesem Satz jeweils ein neues Ziel in den Blick und gehen hin. Was für den Zuschauer komisch aussieht, ist für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fortbildung im Anfangsdienst eine wertvolle Übung: mit Felix Ritter, Dramaturg aus Amsterdam, trainieren sie ihre Präsenz im Gottesdienst. „Felix Ritter hat mich in den Bann gezogen, mich herausgefordert und in neue Welten entführt,“ sagt einer von ihnen begeistert. Einen Tag lang lernten die jungen Leute „Predigen wie TED“: eine Botschaft kurz und klar präsentieren, mit einer persönlichen Geschichte und aus wenigen Stichworten. Am Ende des Tages waren zwanzig 1-Minuten-Predigten zu hören, die es in sich hatten!

Neben den intensiven Übungen zur Präsenz und Präsentation hatte die Fortbildung zwei weitere Schwerpunkte. Dr. Thorsten Dietz, Professor für Systematische Theologie in Marburg, entführte die Gruppe gedanklich ins Kino und zeigte anhand aktueller Filme und Serien, wie man heute über Sünde reden kann. Dr. Guido Baltes, Dozent in Marburg, erklärte und diskutierte mit den Teilnehmenden die Bedeutung der Musik im Gottesdienst. Ganz praktisch wurde das bei der Vorbereitung und Gestaltung des Abschlussgottesdienstes der Fortbildung.

Vier Tage in Elstal, die nicht nur von intensivem Lernen, sondern auch vom fröhlichen Wiedersehen mit Studienfreunden und Kolleginnen geprägt waren. Die Akademie freut sich, auf diese Weise den wertvollen Dienst von Pastorinnen und Pastoren und Diakoninnen unterstützen zu können, und bereitet sich auf die nächste Fortbildung im September vor, bei der zum Beispiel „Theologisieren mit Kindern“ und „Jugendarbeit und Medien“ auf dem Programm stehen.

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news-2630 Mon, 24 Feb 2020 11:13:55 +0100 Neu. Starten. Durchstarten. Carsten Hokema https://www.baptisten.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/neu-starten-durchstarten/ Wie kann der Glaube in der heutigen Zeit überzeugend weitergegeben werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Seminar „Neu. Starten. Durchstarten.“ Wie kann der Glaube in der heutigen Zeit überzeugend weitergegeben werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Seminar „Neu. Starten. Durchstarten.“ vom Arbeitskreis Mission im Landesverband Norddeutschland.

Während des ersten Seminartages im November 2019 hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter der Anleitung von Pastor i.R. Gunter Stein aus Dortmund über ihr persönliches Glaubensleben nachgedacht und sich darüber ausgetauscht. Gunter Stein hatte den Tag durch seine Referate und seine einfühlsame Art zu einem sehr persönlichen Seminartag gemacht, der alle Beteiligten über das Besondere ihres eigenen Glaubens an Jesus Christus nachdenken ließ. Der Referent machte Mut, sich seines eigenen Glaubens gewiss zu sein und mit Hingabe den Weg der Nachfolge zu gestalten. Dabei sei es wichtig, immer Hörender zu bleiben, um aufmerksam zu sein für das Wirken des Heiligen Geistes.

Im Februar beim zweiten Treffen der Seminarreihe zu Fragen des persönlichen Glaubenslebens und zu aktuellen Gemeindefragen waren 25 Teilnehmende aus dem ganzen Landesverband in der EFG Eimsbüttel, Tresckowstrasse, zusammengekommen. Dieses Mal referierte Raphael Stein, Pastor in der EFG Stelle bei Hamburg. Raphael Stein legte in seinen Überlegungen einen Schwerpunkt auf das gesellschaftliche Umfeld des Christseins und Gemeindelebens. Anhand der aktuellen Sinusstudie gab er kurze Erläuterungen zu den unterschiedlichen gesellschaftlichen Milieus und ermutigte die Seminarteilnehmenden dazu, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden, um in dem Umfeld, in dem sie leben, Kontakt zu Menschen zu gestalten und das Evangelium auf jeweils angemessene Weise weiterzugeben. Er machte auch deutlich, dass alle Mission ihren Ursprung in der Mission Gottes, der Sendung Jesu auf diese Welt, hat. Die Mission Gottes, so Raphael Stein, unterscheide nicht zwischen diakonischem Handeln und evangelistischer Verkündigung.

Wie schon am ersten Seminartag wechselten sich auch am zweiten Seminartag Vortragsteile, Austauschrunden und Gesprächsgruppen ab. Die Gemeinde Eimsbüttel hatte an beiden Tagen für einen rundum wohltuendes Äußeres gesorgt und zum Gelingen der Tage einen großen Teil beigetragen.

Am letzten Seminartag wird Pastor Carsten Hokema, EFG Hamburg-Altona, durch den Tag leiten und referieren. Dann wird es um die Frage gehen, wie der persönliche Glaube in einer multioptionalen und immer stärker divergierenden Gesellschaft und auch ganz persönlich an einzelnen Mitmenschen konkret und einladend weitergegeben werden kann. Der Tag will zu neuer persönlicher Sprachfähigkeit des Glaubens verhelfen.

 Das nächste und letzte Seminar, zu dem weitere Interessierte sich noch anmelden können (E-Mail an pastor(at)christuskirche.de), wird am Samstag, 18. April, von 10:00 bis 17:00 Uhr wieder in der EFG Eimsbüttel stattfinden.

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news-2620 Mon, 03 Feb 2020 14:59:30 +0100 Vom Dunkeln zum Licht Carla Fischer https://www.baptisten.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/vom-dunkeln-zum-licht/ Carla Fischer beschreibt, wie die Teilnehmenden bei einem Workshop der Evangelisch-Freikirchlichen Akademie Elstal die Jahreslosung künstlerisch sichtbar gemacht haben. „Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar“, so der Künstler Paul Klee. Bei einem Workshop der Evangelisch-Freikirchlichen Akademie Elstal haben die Teilnehmenden die Jahreslosung sichtbar gemacht. Teilnehmerin Carla Fischer beschreibt den künstlerischen Weg vom Dunkeln zum Licht.

Man sieht eine bunte Mischung von Menschen an diesem Morgen in der Bernhard-Göring-Straße. Eine bunte Mischung von Gesichtern und Ausdrücken darin, von Erwartungen, Nationalitäten und Altersgruppen. Ulrike Korn, freischaffende Künstlerin und Mitglied der Baptistengemeinde Leipzig, begrüßt die einzelnen Teilnehmenden, stellt sie einander vor und verbindet jeden im Raum mit einem Lächeln.

Künstlerisch wird heute die Jahreslosung „Ich glaube. Hilf meinem Unglauben!“ (Markus 9,24) gestaltet und verstanden, erspürt und erfasst. Dabei geht es ebenso um die Schaffenden wie um das zu Schaffende, geht es um die Verbindung zwischen dem Künstler und seinem Werk, um die Inspiration und die Welt, die sich zwischen diesen Pfeilern spannt. Und so beginnt der Tag, indem ein jeder seinen Namen in ein schwarzes Kärtchen ritzt, wodurch die Buchstaben leuchtend bunt zum Vorschein kommen und ganz bewusst ein Sinnbild für die Personen hinter den Namen werden: einzigartig und wunderbar – ein Gefühl der Wertschätzung, das Leitmotiv des Workshops wird.

Die einen suchen Anschluss und Gemeinschaft, die anderen Inspiration für den Alltag und schlichtweg Neues. Doch jeden Einzelnen verbindet das Interesse an der Kunst und eine starke Identifikation mit der Losung – das Pendeln zwischen Glaube, Unglaube und Hoffnung und der Wunsch den Bibeltext für sich mit mehr anzureichern als den eigenen Assoziationen und Gefühlen.

„Vom Dunkeln zum Licht“ ist der Titel der ersten Arbeitsphase und während sich alle um eine lange Straße aus Papier versammeln, verteilt Ulrike Paletten mit schwarzer Farbe und ermutigt die Teilnehmer diese zu mischen, dem Schwarz ein Gesicht zu geben. Denn: „Schwarz ist nicht gleich Schwarz!“. Und während erst zögerlich und dann immer mutiger gewalzt und gestrichen wird, schließt sich die dunkle Fläche – wortwörtliche Dunkelheit. Ein Anfangspunkt und Basis für das, was da noch folgen wird. „Malt Licht!“ ist die zweite Anweisung und plötzlich kommt Bewegung in die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Für die einen ist Licht ein helles Blau, für die nächsten Orange, Gelb oder die Mischung aus Farben. Bunt wird es und die Papierstraße zur Lichtstraße zwischen den Künstlern. Keiner arbeitet mehr an nur einem Bild, es wird ein Gemeinsames geschaffen – die Plätze getauscht. „Vertrauen“ nennt es eine der Teilnehmerinnen. Das sei es was man hier lerne. Seine in Acryl gebrachten Gedanken und Gefühle dem nächsten zu überlassen, sie abzugeben, sich zu öffnen und sich nicht hemmen zu lassen im eigenen Empfinden. „Freiheit“ nennt es eine andere. „Allein bin ich eingeschränkt“ sagt sie. In der Gruppe führt der Gedanke des einen zum Gedanken des anderen. Alles fließt ineinander über und alles, was entsteht, ist neu und gemeinsam. ###3_IMAGES###Der Pastor André Krause beschäftigt sich hingegen mit dem Text an sich, lässt die Teilnehmenden die Energie der Bibelstelle erspüren, lässt sie in verteilten Rollen lesen und eröffnet dadurch einen weiteren Zugang, der all das, was noch kommt, unterfüttert. Gemeinsam erschließt sich die Gruppe im Gespräch Höhe- und Tiefpunkt des Textes und findet zum Zentrum, zur Kernaussage: dem diesjährigen Losungstext. Ein Hilferuf in tiefster Not, getragen von dem Spannungsverhältnis zwischen Glaube und Unglauben. Diesen zwei Beinen, auf denen wir stehen, diesen zwei Polen in jedem von uns und dazwischen das Seil, auf dem wir alle balancieren. Und wieder kommen wir zurück auf den Vertrauensgedanken: die Notwendigkeit von Vertrauen, auch in größter Verzweiflung. Vertrauen auf Gott und Jesus, auf Heilung und Vertrauen ins Gebet. Drum ist „balancieren“ vielleicht doch nicht der richtige Begriff, denn wir dürfen uns tragen lassen. „Wir müssen uns nicht festklammern.“ Erzählt eine weitere Teilnehmerin und beschreibt die Erfahrung eines anderen Gemeindemitglieds. Es ist kein Kraftakt, zu glauben und kein Kraftakt bei Gott zu sein, denn er ist immer da und hält uns, wo wir gehen und stehen.

„Hilf meinem Unglauben.“ Lesen die Teilnehmenden in ihren unterschiedlichen Muttersprachen und fast ist es, als sei es eine einzige. Denn die Kraft der Worte ist für jeden spürbar, ganz egal, ob man der Sprache mächtig ist. Und so verbreitet sich langsam ein Verstehen, neue Assoziationen und tatsächliche Gemeinschaft auf diesem Weg, den alle zusammengehen. Und so beginnen wir im nächsten Schritt uns selbst darin zu reflektieren, suchen uns und unsere Glaubenssätze in dem geschaffenen Bild. Jeder schneidet postkartengroße Flächen heraus, sucht sich seinen Blick auf die Welt und so stobt die Lichtfläche auseinander, in viele kleine Blätter, jedes eine Geschichte, ein Aspekt – eben jedes ein Glaubenssatz. Immer wieder verweist Ulrike dabei auf Paul Klee mit seinem berühmten Satz: „Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar.“ Vom Dunkeln zum Licht. Alles scheint ineinander zu greifen, sich wiederaufzunehmen. So auch die unterschiedlichen bildnerischen Mittel, welche ebenfalls laut Paul Klee Voraussetzung seien, um Gefühle auszudrücken, sich zu artikulieren. Herauskratzen, helle Buchstaben auf dunklen Grund, aufmalen, bunte Farben auf schwarzer Fläche, den eigenen Blickwinkel suchen und nun die Linie. Zeichnen, mit Wachsstiften auf schwarzem Papier. „Einen Spaziergang“ nennt es Ulrike und verweist auf die schöpferische Konfession Klees. Die Linie geht nach vorne, um einen Acker herum, zurück. Neue Welten entstehen auf dem Papier und die Künstler finden nicht nur zu ihrer eigenen Ausdrucksweise, sondern üben sich schon in dem, was nun auf sie wartet. Der Stencil-Technik folgend fertigt jeder mithilfe eines selbstgewählten Fotos eine Schablone und sprayt das Bild mit Farbdosen auf eine Leinwand. Neben den Einzelwerken entsteht auch ein weiteres Gemeinschaftsbild. „Die Gemeinde ist der Leib – und jedes seiner Glieder gleich wichtig“, sagt Ulrike und tatsächlich ist aus den Teilnehmenden eine Gemeinde geworden, geprägt von gegenseitigem Vertrauen und Liebe, geeint im Glauben und dem Blick auf das Licht im Dunkeln. So geht jede und jeder nach diesem außergewöhnlichen Tag getragen und bereichert – bestätigt und ruhig.

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news-2618 Sun, 02 Feb 2020 08:48:00 +0100 Teppiche für den Iran Bischof Ilia Osephashvili https://www.baptisten.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/teppiche-fuer-den-iran/ Zwei baptistische Bischöfe aus Georgien reisten in den Iran, um dort mit der Unterstützung von German Baptist Aid Obdachlosen zu helfen. Ein Reisebericht von Bischof Ilia Osephashvili. Zwei baptistische Bischöfe aus Georgien reisten in den einst verfeindeten Iran, um dort mit der Unterstützung von German Baptist Aid Obdachlosen zu helfen. Ein Reisebericht von Bischof Ilia Osephashvili.

Am 4. Januar flog ich zusammen mit Bischof Malkhaz Songulashvili in den Iran. Einen Tag zuvor war in Bagdad der iranische General Qassem Soleimani zusammen mit seinen Kollegen ermordet worden. Und das ganze Land trauerte.

Zusammen mit German Baptist Aid haben wir ein soziales Projekt für die Obdachlosen im Iran ins Leben gerufen. Denn im März 2019 wurden einige iranische Provinzen überschwemmt. Nach offiziellen Angaben sind dabei 70 Menschen ums Leben gekommen und 86.000 obdachlos geworden. Auf Initiative von Bischof Malkhaz Songulashvili hin trafen wir die Entscheidung, für 100 betroffene Familien Teppiche zu erwerben. Warum Teppiche? Weil sie praktisch im Alltag verwendet werden. Teppiche sind im Iran essentiell. An den meisten Orten haben wir auf Teppichen zusammen mit unseren Gastgebern gegessen und Tee getrunken.

Ein schiitischer Wissenschaftler und Geistlicher georgischer Herkunft, Herr Akkbar Moghadassi, half uns, die Teppiche bei einem Werk in der Stadt Kaschan (Provinz Isfahan) zu bestellen. Der Chef dieses Werkes war so begeistert, dass wir – die christlichen Bischöfe – den muslimischen Obdachlosen helfen wollten, dass er für unser Projekt zusätzlich 125 Teppiche spendete. Also konnten wir statt 100 Familien 225 Familien helfen. Als Zeichen des Respekts bekamen wir in diesem Werk Porträtteppiche von uns geschenkt und das war nicht alles… Sie fertigten extra für uns noch Teppiche mit dem Abendmahlsbild an.###3_IMAGES###Wir besuchten die Dörfer der Provinz Lorestan, die von der Überschwemmung völlig zerstört worden waren. An vielen Orten konnten wir nur noch die Spuren der einstigen Dörfer erkennen. Es war ein schönes Erlebnis, den geretteten Dorfbewohnern zu begegnen. Sie luden uns herzlich in ihre Zelte ein und bewirteten uns gastfreundlich mit frischer Kuhmilch. 

Die Geschichte Georgiens kennt eine schlimme Feindschaft mit dem Iran, damals Persien. Im 17. Jahrhundert schlug Schah Abass der Große Ostgeorgien viermal vernichtend und etwa 100.000 Georgier wurden in den Iran verschleppt. Seither gibt es in der Provinz Isfahan, in Fereydan, eine georgische Diaspora. Die Georgier haben im Iran ihre Muttersprache behalten, sind aber zum Islam konvertiert. Herr Akkbar Moghadassi gehört zur georgischen Diaspora. 

Im Iran besuchten wir auch geschichtlich interessante Orte wie Persepolis, Pasargade und Naqsch-e-Rostam. Wir beteten zum Beispiel am Grab von Kyros II. (580-530 v. Chr.), der die Juden aus der babylonischen Gefangenschaft befreit und ihnen das Recht gegeben hatte, zurückzukehren und den Tempel aufzubauen (Esra 1).

Wir sind Gott sehr dankbar für diese Reise in den Iran. Die Zusammenarbeit der Evangelisch-Baptistischen Kirche von Georgien mit German Baptist Aid hat uns ermöglicht, Brücken des Friedens zwischen Christen und Muslimen aufzubauen.

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