Bund Evangelisch-Freikichlicher Gemeinden in Deutschland https://www.baptisten.de Die Nachrichten aus dem Bund Evangelisch-Freikichlicher Gemeinden de-de Bund Evangelisch-Freikichlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R. Mon, 14 Jun 2021 13:52:58 +0200 Mon, 14 Jun 2021 13:52:58 +0200 TYPO3 EXT:news news-2967 Thu, 10 Jun 2021 13:50:54 +0200 Mit der „Rechenschaft“ nachdenken, lernen, fragen, streiten, bekennen… Dr. Michael Gruber https://www.befg.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/mit-der-rechenschaft-nachdenken-lernen-fragen-streiten-bekennen/ „Wir wollen die ‚Rechenschaft vom Glauben‘ in unseren Gemeinden wieder ganz neu ins Gespräch bringen“, so Dirk Zimmer, der dem Präsidium berichtete, wie das geschehen soll. „Wir wollen die ‚Rechenschaft vom Glauben‘ in unseren Gemeinden wieder ganz neu ins Gespräch bringen.“ Das hatte Dirk Zimmer, der den Theologischen Ausschuss des Präsidiums leitet, in der März-Sitzung des Präsidiums formuliert. Wie das konkret geschehen soll, darüber berichtete er nun in der Juni-Sitzung des Gremiums. Geplant sind mehrere Artikel, eine Vorlesung und ein Symposium. Zudem erscheint im Juli eine Neuauflage der Rechenschaft.

Der Theologische Ausschuss hatte sich in den letzten Monaten intensiv mit der „Rechenschaft vom Glauben“ als dem gemeinsamen Glaubensbekenntnis der deutschsprachigen Baptistinnen und Baptisten befasst. Im Austausch mit dem Kollegium der Theologischen Hochschule Elstal wurde das Ziel formuliert, die Auseinandersetzung mit dem Bekenntnisdokument zu beleben. „Wir wollen uns in den Gemeinden und im Bund über die zentralen Inhalte austauschen und uns fragen, was sie für uns heute bedeuten, womit wir uns identifizieren und wo wir Dinge heute vielleicht anders sehen“, so Prof. Dr. Michael Kißkalt, Rektor der Theologischen Hochschule.

Den ersten Anstoß dafür soll die Neuauflage der Rechenschaft geben, die im Juli erscheint. Darin wird die Rechenschaft nicht nur in deutscher, sondern auch in englischer Sprache nachzulesen sein. Dazu veröffentlicht die Zeitschrift DIE GEMEINDE einen Artikel unter der Überschrift „Vom Glauben erzählen - mit der ‚Rechenschaft vom Glauben‘ nachdenken, lernen, fragen, streiten, bekennen…“. Präsidiums- und Ausschussmitglied Andrea Kallweit Bensel, Dozentin für Praktische Theologie an der Biblisch-Theologischen Akademie Wiedenest, wird darin der Frage nachgehen, was die Rechenschaft eigentlich ist und welche Bedeutung sie hat. 2022 sollen dann weitere Artikel in der GEMEINDE folgen, die jeweils auf einen konkreten Abschnitt der Rechenschaft eingehen.

Im Sommersemester 2022 wird Prof. Dr. Uwe Swarat die „Rechenschaft vom Glauben“ in einer zweistündigen Vorlesung auslegen, die auch für Nicht-Theologen leicht verständlich sein und veröffentlicht werden soll. Für den Herbst 2024 plant die Theologische Hochschule Elstal dann ein wissenschaftliches Symposium, in dem ausgewählte Abschnitte der Rechenschaft einer kritischen Prüfung aus gegenwärtiger Sicht unterzogen werden sollen. Daraus soll ein Buch entstehen, das spätestens im Januar 2027 vorliegen soll. In dem Jahr jährt sich die Beschlussfassung über die Rechenschaft zum 50. Mal.

Zudem soll den Gemeinden Material zur Beschäftigung mit der „Rechenschaft vom Glauben“ zur Verfügung gestellt werden. Wer schon jetzt einsteigen möchte, kann die Rechenschaft online nachlesen. Der BEFG wird in seinen Veröffentlichungen weiter über die Publikationen und Veranstaltungen berichten.

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news-2966 Thu, 10 Jun 2021 13:41:27 +0200 Auf dem Weg zu mehr Gerechtigkeit Julia Grundmann https://www.befg.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/auf-dem-weg-zu-mehr-gerechtigkeit/ Das Präsidium des BEFG hat beschlossen, den Frauenanteil in Führungspositionen und Gremien des BEFG zu erhöhen. Das Präsidium des BEFG hat in seiner Sitzung am 3. Juni beschlossen, den Frauenanteil in Führungspositionen und Gremien des BEFG zu erhöhen. Ebenfalls entschieden wurde ein Monitoring, das die Umsetzung dieses Beschlusses begleiten soll.

„Ich bin sehr froh darüber, dass wir diese wichtige Entscheidung getroffen haben“, sagte Corinna Zeschky, Stellvertreterin des Präsidenten. „Als Kirche ist es unsere ureigenste Aufgabe, uns für Gerechtigkeit einzusetzen. Das gilt auch für die Geschlechtergerechtigkeit.“ Das Präsidium hatte einen Arbeitskreis damit beauftragt, einen Vorschlag zu erarbeiten, wie eine gerechtere Besetzung von Gremien und Führungspositionen innerhalb des BEFG aussehen könnte. Das beschlossene Konzept sieht vor, den Anteil der hauptamtlichen Referentinnen im Bundesdienst ab 2025 auf 35 Prozent und ab 2030 auf 40 Prozent zu erhöhen. In der Bereichsleiterkonferenz sollen ab 2030 25 Prozent Frauen vertreten sein. Die Bundesgeschäftsführung soll ab 2030 zu einem Drittel weiblich besetzt sein.

Ferner schlägt das Präsidium vor, dass Gremien, die durch den Bundesrat gewählt werden, ab 2025 zu mindestens einem Drittel mit Frauen besetzt werden. Ab 2030 sollen die Gremien paritätisch besetzt sein. Auch ehrenamtliche Arbeitskreise im Bund sollen zukünftig ein Drittel Frauenanteil haben. Ab 2025 sollen sie paritätisch besetzt sein. Darüber hinaus empfiehlt das Präsidium bei Tagungen und Veranstaltungen ebenfalls ein Drittel Rednerinnen, Workshop-, und Seminarleiterinnen vorzusehen.

Um die Umsetzung dieser vom Präsidium beschlossenen Absicht zu gewährleisten, wird bis Ende 2021 eine Person beauftragt, die die entsprechend notwendigen Schritte beobachtet. Ihre Aufgabe ist es, festzustellen, ob die Umsetzung den gewünschten Verlauf nimmt und die definierten Schwellenwerte eingehalten werden. Des Weiteren übernimmt die beauftragte Person die Funktion einer Ansprechperson für Fragen der Gleichstellung von Männern und Frauen sowie für alle Formen der Benachteiligungen aufgrund der Geschlechtszugehörigkeit.

„Ich freue mich über ein positives und kreatives Miteinander von Männern und Frauen in unserer Bundesgemeinschaft“, sagte Samantha Mail, Referentin im GJW und Mitglied des beauftragten Arbeitskreises. „Und es stimmt mich zuversichtlich, dass das Präsidium den Willen bekundet hat, sowohl weiter an den Werten des BEFG in dieser Frage zu arbeiten als auch das Mentoring von Frauen, jungen und internationalen Menschen in unserem Bund weiter voranzutreiben und so Entfaltungsfreiräume für alle zu öffnen. So kommen wir auf dem Weg zur Gerechtigkeit ein gutes Stück voran.“

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news-2965 Thu, 10 Jun 2021 13:31:01 +0200 Vom Himmel geschickt – für Gott und für Menschen aktiv Udo Hermann https://www.befg.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/vom-himmel-geschickt-fuer-gott-und-fuer-menschen-aktiv/ Evangelische Theologie sowie Diakonie und Sozialtheologie – diese Studiengänge kann man an der Theologischen Hochschule Elstal studieren. Evangelische Theologie sowie Diakonie und Sozialtheologie – diese Studiengänge kann man an der Theologischen Hochschule Elstal studieren. Udo Hermann von der Bundesgeschäftsführung des Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) ruft junge Menschen auf, in den pastoralen oder diakonischen Dienst zu gehen und sich dafür an der Theologischen Hochschule Elstal ausbilden zu lassen.

„Die sind vom Himmel geschickt!“ Das sagte jemand, nachdem er die Predigt von Pastorin Katrin Laug und Pastor Andreas Malessa im Bundesgottesdienst gehört hatte. Das sind nur zwei von gut 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in unserem Gemeindebund, die eine Berufung Gottes zu ihrer Lebens- und Berufsperspektive gemacht haben. So setzen sie sich ein für Gott und für Menschen.

Wir suchen junge Menschen, die sich dafür ausbilden und senden lassen. Wir suchen nach innovativen Menschen, die Teil des Handelns Gottes in dieser Welt sein wollen. Wir suchen Dich, wenn Du Menschen liebst und Gemeinden entwickeln willst, dass sie zukunftsfähig sind. Oder wenn Du neue Gemeinden gründen willst. Dafür bieten wir in unserem Bund für den pastoralen oder diakonischen Dienst eine hervorragende Ausbildung an. Dabei soll Dein persönlicher Glaube vertieft werden und er soll sich weiterentwickeln. Das kann in einem staatlich anerkannten Bachelor- und Masterstudium der Evangelischen Theologie oder dem Masterstudiengang für Diakonie und Sozialtheologie geschehen.

Gern beantworte ich Dir alle Fragen zu unseren Ausbildungen und den Zukunftschancen im pastoralen oder diakonischen Dienst unserer Freikirche. Bewerbungen zum Studium in Elstal sind bis Mitte Juli einzureichen, wenn man auf dem Campus wohnen will, ansonsten bis Mitte August.

Aus erster Hand kannst Du Dich über unsere Ausbildungen vom 14. bis 18. Juni im Rahmen des Online-Schnupperstudiums der Theologischen Hochschule Elstal informieren.

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news-2964 Wed, 09 Jun 2021 14:49:11 +0200 Krisen als Chance zur Neuorientierung Volker Bohle https://www.befg.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/krisen-als-chance-zur-neuorientierung/ Die jährliche Tagung der Interimspastoren und -pastorinnen fand in diesem Jahr aufgrund der Coronakrise digital statt. Die jährliche Tagung der Interimspastoren und -pastorinnen fand in diesem Jahr aufgrund der Coronakrise digital statt. Dass Krisensituationen auch die Chance zur Neuorientierung bieten, war eines der Themen bei dem Online-Treffen. Pastor Volker Bohle berichtet, wie er den Tag erlebt hat.

Ja, Corona, hat wieder einmal „einen Strich durch die Rechnung“ oder besser, durch die Planung gemacht. Eine Präsenzveranstaltung war auch in diesem Jahr nicht möglich. So haben wir uns – wie so viele Gemeinden und Gremien in den vergangenen Monaten – online getroffen, mit immerhin 14 von 15 Interimspastoren.

Pastoren- und Leitungswechsel, Umbruchsituationen oder Krisen bieten eine Chance, sich neu zu orientieren. Interimspastoren begleiten und gestalten mit den Gemeinden diese Prozesse. Im Augenblick sind es fünf Gemeinden, die von Interimspastoren begleitet werden, trotz coronabedingter Einschränkungen. Hochinteressant, denn es ist erstaunlich, dass sich Gemeinden in zum Teil auch krisenbelasteten Situationen auf diese nicht immer einfachen Prozesse einlassen: menschlich, geistlich – aber auch „technisch“. Sie tun das digital beziehungsweise, wenn es die Corona-Verordnungen vor Ort möglich machen, auch analog. Kreativität, Geduld, technische Raffinesse, aber auch klassische Methoden – mal neu gedacht und praktiziert – sind in diesem Dienst gefragt. So hat uns bei unserer Tagung, neben dem persönlichen Austausch, zum Beispiel ein Referat von Dr. Bernd Busche zum Thema „Strukturierte Einzelinterviews als Tool im Interimsdienst“ motiviert, darüber nachzudenken, ob und in welcher Weise Interviews – neben seelsorgerlichen Gesprächen – eine gute, inhaltliche und strategische Hilfe sein können, besonders am Anfang eines Interimsdienstes.

Trotz der inzwischen vielfältigen digitalen Möglichkeiten haben wir aber in unserem Workshop dennoch die analoge, kollegiale Beratung nach dem Heilsbronner Modell vermisst. Und: das ganz persönliche Gespräch bei einem Glas Wein am Ende der oft intensiven Workshoptage in Elstal.

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news-2963 Wed, 09 Jun 2021 14:04:57 +0200 Das Evangelium auf neuen Wegen zu den Menschen bringen Jonathan Walzer https://www.befg.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/das-evangelium-auf-neuen-wegen-zu-den-menschen-bringen/ Bei Zukunfts-Café ging es um die Zukunft der Kirche. Das Online-Event mit 140 Gästen und 30 Gastgeberinnen und Gastgebern stand unter der Überschrift „Dich schickt der Himmel“. Gespräche sind kein belangloser Zeitvertreib, sondern essenziell. Sie haben das Potenzial für nachhaltige Veränderung. Einen Gesprächsort schaffen, um über ein Thema zu sprechen, das wichtig ist, Raum für Austausch geben und inspiriert werden: Dies war der Plan für das Zukunfts-Café des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) am 4. Juni, bei dem es um die Zukunft der Kirche ging. Das Online-Event mit 140 Gästen und 30 Gastgeberinnen und Gastgebern stand unter der Überschrift „Dich schickt der Himmel“, dem Jahresthema des BEFG. Pastor Jonathan Walzer war Teil des Vorbereitungsteams. Hier berichtet er, wie er das Treffen erlebt hat.

Einen Nachmittag und frühen Abend verbrachten wir gemeinsam und sprachen über „Dich schickt der Himmel“. Im Plenum moderieren Lea Herbert und Dennis Sommer. Fast 30 Gastgeberinnen und Gastgeber führten in den Breakout-Rooms durch die Gespräche. Dort war Raum für Austausch in kleinen Runden, sozusagen an virtuellen Café-Tischen, mit jeweils fünf bis sechs Leuten. Am Ende gab es auch noch einen Austausch in großer Runde, bei dem einige der Gedanken zusammengetragen wurden.

Dreimal 40 Minuten standen zur Verfügung, um über verschiedene Aspekte des Jahresthemas ins Gespräch zu kommen – ich durfte jedes Mal in einer anderen Gruppe dabei sein. In der ersten Breakout-Runde ging es um die Frage: Was würde Gott deiner Nachbarin schicken? Was bedeutet „Dich schickt der Himmel“ für sie? Oft merkten Teilnehmende, dass sie ihre Nachbarn gar nicht so gut kennen. Wir haben gehört, dass wir uns als Gemeinden oft um uns selbst drehen. Aber gerade die YouTube-Gottesdienste oder kreative Aktionen wurden auch als Wege realisiert, wie wir als Christen das Evangelium Gottes mit neuen Möglichkeiten zu den Menschen bringen können. Am spannendsten fand ich die Frage: Warum bekomme ich eigentlich ein Paket Gottes, das an die Nachbarin adressiert ist – vielleicht, um dafür sensibilisiert zu werden, dass ich zu ihr geschickt bin?###3_IMAGES###In der zweiten Breakout-Runde hieß es – wieder unter dem Stichwort „Dich schickt der Himmel“: „Was schickt Gott dir mit einem Paket?“ Denn Hoffnung können wir nur durch ihn, durch das, was er uns gibt, nach außen tragen. Zunächst faszinierte es hier manche, dass Gott direkt zu uns spricht. Eine Botschaft für den Umgang mit Corona würde uns auch nach über einem Jahr Corona noch helfen. Spannend in meiner Gruppe: Was müsste Gott uns einpacken, damit wir Familien erreichen, die mittlerweile ja völlig platt sind?

Die dritte Runde brachte uns ein drittes Schreiben von Gott – diesmal kam die Frage sogar als Einschreiben: Welche zündende Idee gibt es für unsere Gemeinden vor Ort? Wie wäre es, die Nachricht zu erhalten, dass Gott das Feuerwerk zündet – und wir nicht selbst etwas Großes abreißen müssen? Was müsste Gott uns schenken, damit wir uns nicht um uns selbst drehen, sondern Wege zu den Menschen finden? Oder könnte Gott uns etwas schenken, damit wir als Gemeinden in einer Spät- oder Nach-Corona-Zeit Menschen jedes Alters ansprechen?

Benedikt Elsner aus Hannover, einer der Gastgeber, schätzte am Zukunfts-Café vor allem die Ehrlichkeit und Verbundenheit, die man auch im digitalen Raum erleben kann. Sarah Stumpf aus Berlin sagte, dass sichere, zweckfreie Räume nötig sind, in denen auch Fehler gemacht werden können. Viele konnten aus dem Zukunfts-Café neue Inspiration mitnehmen.

Für alle Teilnehmenden pflanzt der BEFG in der Sahelzone (Kamerun, Nigeria, Tschad) einen Zukunftsbaum – in Partnerschaft mit EBM INTERNATIONAL. So wurden im Zukunfts-Café nicht nur Ideen für die Zukunft des BEFG und seiner Gemeinden entwickelt, sondern auch etwas für die Zukunft dieser afrikanischen Region beigetragen.

Die Ideen aus den einzelnen Runden wurden digital auf einem Conceptboard gesammelt und können auf der Seite www.befg.de/zukunftscafe noch einmal nachgelesen werden.

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news-2962 Tue, 08 Jun 2021 14:22:00 +0200 Passgenau, vergleichbar, schneller: neues Vermittlungsverfahren Julia Grundmann https://www.befg.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/passgenau-vergleichbar-schneller-neues-vermittlungsverfahren/ Mit dem neuen Vermittlungsverfahren sollen Gemeinden und Hauptamtliche besser zueinander finden. Wie das funktioniert, erklären Udo Hermann, Thomas Seibert und Dr. Matthias Walter. Eine Gemeinde sucht eine neue Pastorin. Ein Pastor sucht eine neue Gemeinde. Sie alle wenden sich an den Berufungsrat, damit dieser bei der Vermittlung hilft. Dafür wurde jetzt ein neues Verfahren entwickelt. Udo Hermann (UH), Leiter des Dienstbereichs Mitarbeiter und Gemeinde, Personalreferent Thomas Seibert (TS) und Dr. Matthias Walter (MW), Vorsitzender des Vertrauensrats der Pastorenschaft, stellen es in einem Interview mit Julia Grundmann (JG) vor.

JG: Zur Stellenvermittlung von Ordinierten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen (OM) innerhalb unseres Bundes gibt es jetzt ein neues Verfahren. Warum?

UH: Das bisherige Verfahren hatte drei wesentliche Schwachstellen: Die erste war, dass die Profile von Gemeinden und Ordinierten Mitarbeitenden einfach nicht vergleichbar waren. Die zweite war die Aussagekraft beziehungsweise Widersprüchlichkeit der Profile. Gerade bei Gemeinden mussten wir oft in zahlreichen Gesprächen ermitteln, was sie eigentlich wirklich wollen. Die dritte Schwachstelle war der Zeitfaktor. Der Berufungsrat als Vermittlungsstelle traf sich alle sechs bis acht Wochen. In der Zwischenzeit ruhte das Verfahren. Das wollten wir besser machen.

JG: Ein zentrales Element bei dem Verfahren ist ein „Rollenset“, bestehend aus 28 Spielkarten. Auf jeder dieser Karte steht eine Rolle, wie zum Beispiel „Talentscout“, „Prediger/in“ oder „Grenzgänger/in“. Unter der Rollenbezeichnung gibt es jeweils drei Sätze, die Verhalten beschreiben, welches mit dieser Rolle einhergeht. Bei „Prediger/in“ steht unter anderem „Hat eine außergewöhnliche Redebegabung (inhaltlich und rhetorisch)“, bei „Grenzgänger/in“ steht „Ermahnt und erinnert die Gemeinde regelmäßig an ihre soziale Verantwortung“. Was hat es mit diesem Kartenset auf sich?

TS: Die Rollen sind Bilder, die beschreiben, mit welchen Stärken und Schwerpunkten man Ordinierte Mitarbeiterin oder Ordinierter Mitarbeiter sein kann. Um diese Bilder zu nutzen haben wir sie auf Spielkarten drucken lassen. Die suchenden Gemeinden und Hauptamtliche auf der Suche nach einer neuen Stelle haben die Aufgabe, diese 28 Karten in eine Reihenfolge zu bringen. Die ersten Karten beschreiben besondere Stärken, die letzten Karten, was weniger wichtig ist. Ganz neu an diesem Verfahren ist es, dass alle Beteiligten mit denselben Begriffen und Definitionen arbeiten. Das bietet für die folgenden Berufungsgespräche sehr konkrete Themenstellungen über die gesprochen werden muss.

MW: Da, wo Kolleginnen und Kollegen das Rollenset schon kennengelernt haben, hören wir von vielen: Das hat richtig Spaß gemacht. Es ist eine tolle Methode, sich gründlich zu reflektieren. Diese konkret beobachtbaren Beschreibungen sind für viele eine große Hilfe, um sich selber richtig einzuschätzen. Unser Wunsch als Vertrauensrat wäre, dass die Gemeinden sich in gleicher Weise auf diesen Prozess einlassen. Das stelle ich mir natürlich ungleich schwieriger vor, weil statt einer Person ganze Gemeindegruppen solch ein Profil-Ranking, ein gemeinsames Verständnis von Aufgaben und Erwartungen, erstellen müssen. Doch so können falsche Erwartungen vermieden werden!

TS: Die ersten Erfahrungen zeigen, dass dieses Modell auch bei Gemeinden sehr positiv wahrgenommen wird. Gerade die Geschichte mit den Karten gibt dem Ganzen etwas Spielerisches, ohne dass es zu einer Spielerei wird. Wir erleben, dass Gemeinden dadurch motiviert werden, mit einem hohen Maß an Ernsthaftigkeit ganz konkret darüber zu sprechen: Wen brauchen wir eigentlich?

JG: Wenn Ihr durch die festgelegten Begriffe die Vergleichbarkeit erhöht, leistet Ihr quasi eine Art Übersetzungsarbeit?

UH: Das stimmt, durch diese formulierten Verhaltensanker gibt es eine gemeinsame Sprache – die auch uns als Berufungsrat hilft, für die Gemeinden geeignete Hauptamtliche zu finden.

JG: Hilft diese gemeinsame Sprache denn auch dabei, Widersprüchlichkeiten in den Profilen aufzudecken?

UH: Ja, neu bei dem Verfahren ist auch die Prozessbegleitung – sowohl für Gemeinden als auch für Ordinierte Mitarbeitende. Sobald beide Parteien mithilfe des Rollensets die Grobsortierung abgeschlossen haben, gibt es Gespräche mit geschulten Begleiterinnen und Begleitern, die schauen, ob das, was da entwickelt wurde, stimmig ist. Die verschiedenen Rollen unterscheiden sich zum Beispiel in ihren Werten oder in der Persönlichkeit. Nicht jede gewünschte Kombination ist möglich. Am Ende der Begleitung sollte bei den Pastorinnen und Diakonen klar sein, was ihre Stärken und Schwächen sind und bei den Gemeinden, dass es stimmig ist, was sie anfordern. Dieser begleitete Prozess erhöht die Aussagekraft deutlich.

JG: Die Beteiligten müssen erst das Rollenranking vornehmen, sich dann mit ihrer Prozessbegleitung verständigen und schließlich ihre Unterlagen an den Berufungsrat senden. Zeit scheint mir dadurch nicht gewonnen zu sein, oder?

UH: Das ist für die gründliche Vorarbeit richtig. Das Ganze ist Element eines geistlichen Prozesses, bei dem alle Beteiligten versuchen, zu hören, ob eine Platzanweisung Gottes zu erkennen ist. Im konkreten Verfahren gewinnen wir Zeit. Die Unterlagen sind viel kürzer als beim alten Verfahren. Ein erster Abgleich kann sogar durch eine Datenbank vorgenommen werden. Zudem wird sich der Berufungsrat in Zukunft alle zwei, drei Wochen online treffen, die eingegangenen Ergebnisse miteinander vergleichen und so viel schneller Gemeinden und Stellensuchende einander zuordnen.

JG: Das neue Vermittlungsverfahren gilt ab sofort und ist sogar schon angelaufen. Was wünscht Ihr Euch in diesem Zusammenhang für die nahe Zukunft?

UH: Ich hoffe auf eine hohe Beteiligung! 60 bis 70 Prozent aller Berufungen laufen bisher über den Berufungsrat. Wir hoffen, dass es mehr werden. Die Gemeinden haben natürlich weiterhin die Möglichkeit, auch auf anderen Wegen nach neuen Mitarbeitenden zu suchen. Aber dieses neue Verfahren hilft Gemeinden bei der Klärung, in welche Richtung es gehen soll. Es ist passgenau, geht schnell und spart am Ende viel Frust, der sonst auf beiden Seiten entstehend kann, wenn Gemeinde und Diakonin oder Pastor nicht zusammenpassen.

MW: Im Bund haben wir hier wirklich etwas Gutes entwickelt – sowohl für die Hauptamtlichen als auch für die Gemeinden!

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news-2960 Mon, 07 Jun 2021 15:12:30 +0200 „Der auferstandene Christus begabt die Berufenen“ Dr. Michael Gruber https://www.befg.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/der-auferstandene-christus-begabt-die-berufenen/ Etwa 7.000 bis 8.000 Menschen nahmen am 6. Juni am gemeinsamen Online-Gottesdienst des BEFG teil, der aus der Christuskirche Dortmund und der EFG Berlin-Schöneberg übertragen wurde. Etwa 7.000 bis 8.000 Menschen nahmen am 6. Juni am gemeinsamen Online-Gottesdienst des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) teil, der aus der Christuskirche Dortmund und der EFG Berlin-Schöneberg übertragen wurde. Bis Montagmittag gab es mehrere tausend weitere Zugriffe auf YouTube.

Zahlreiche Bundesgemeinden beteiligten sich am Sonntag am Gottesdienst zum Jahresthema „Dich schickt der Himmel“. Moderation (Pastorin Lea Herbert) und Predigt kamen aus der EFG Berlin-Schöneberg, die Musik gestalteten Jan Primke und Band in der Christuskirche in Dortmund. BEFG-Pastorin Katrin Laug von der Erlöserkirche in Gelsenkirchen und Autor, Journalist und Pastor Andreas Malessa zeigten in ihrer Predigt über Johannes 20,19-22, was es für Christen bedeutet, zu den Menschen gesandt zu sein. Katrin Laug machte deutlich, dass für die Sendung Jesu kein Leistungsnachweis nötig sei: „Jesus schickt uns, sendet dich! Auch mit deinen Wunden, Narben und Zweifeln. Du hast etwas zu geben in deinem Leben, auf deine Weise, an deinem Ort – und zwar jetzt und heute. Nicht erst morgen oder nächstes Jahr, wenn die Pandemie rum ist.“ Andreas Malessa betonte, der auferstandene Christus berufe nicht zuerst die Begabten, sondern er begabe die Berufenen: „Was uns menschlich Ungeschickte, aber göttlich Gesandte in die Welt hinein sendet, aus den eigenen Traditionskammern und Überzeugungszimmern herausholt und zu den Menschen schickt – ist Gottes guter Heiliger Geist. Kraftvoll wie die Schöpfung, liebevoll wie eine tröstende Mutter, besonnen wie der gute Hirte Jesus Christus.“###3_IMAGES###In drei Videoclips wurde im Gottesdienst gezeigt, wie Gemeinden den Sendungsauftrag Jesu in ihrem Umfeld leben. So erreicht das Jesus-Projekt in Rottenburg mit seiner Pfadfinderarbeit viele Familien. „Mittlerweile sind wir eine Gruppe von Menschen, die gemeinsam ihren Glauben leben“, so Gemeindegründerin Hanna Pusch in der Reportage. In der Christus-Gemeinde Magdeburg haben zahlreiche Menschen aus dem Iran und Afghanistan ein geistliches Zuhause gefunden. Und die Kreuzkirche Oldenburg erreicht die Menschen im Umfeld der Gemeinde mit zahlreichen Aktionen wie einem Pilgerpfad.

Während der Übertragung lief auf YouTube ein Live-Chat, in dem viele Menschen sich dankbar für diese Form der Bundesgemeinschaft zeigten. So schrieb eine Zuschauerin: „Überwältigend, so viele gleichzeitig in einem Gottesdienst!“ Eine andere schrieb: „So eine große Gemeinschaft, ich bin überwältigt!“ Eine Zuschauerin beschrieb den Gottesdienst als „Rundum-Versorgung und allerbest-mögliche Gemeinschaft“. Und ein Zuschauer schrieb, er wünsche sich „Bundesgemeinschaft im Bundesgottesdienst“ drei bis vier Mal im Jahr. Und tatsächlich wird die Online-Bundesratstagung des BEFG vom 5. bis 7. November mit einem Bundesgottesdienst abgeschlossen. ###3_IMAGES###2.200 Geräte waren während der Übertragung zugeschaltet. „Darunter waren vielen Gemeinden, die den Gottesdienst in ihren Häusern zeigten“, so BEFG-Generalsekretär Christoph Stiba.

„Deshalb schätzen wir, dass während der Übertragung 7.000 bis 8.000 Menschen dabei waren. Mit denen, die danach zugeschaltet haben, waren wir eine ‚fünfstellige Gottesdienstgemeinschaft‘. Für dieses starke Zeichen der Verbundenheit inmitten der Einschränkungen durch Corona sind wir dankbar!“ Hier zeige sich, wie der Bund gemeinsam in der Sendung Jesu unterwegs ist. „800 Ortsgemeinden bringen den Menschen in ihrem Umfeld die gute Botschaft, und als Bundesgemeinschaft unterstützen wir uns bei diesem Auftrag gegenseitig.“

Gottesdienst noch einmal anschauen

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news-2957 Thu, 27 May 2021 09:06:44 +0200 Große Spendenbereitschaft für Corona-Hilfe in aller Welt Birgit Fischer https://www.befg.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/grosse-spendenbereitschaft-fuer-corona-hilfe-in-aller-welt/ Birgit Fischer von der Katastrophenhilfe des BEFG blickt zurück auf ein Jahr Corona-Hilfe und bittet um Spenden für weitere Projekte. Während sich das Leben unter der Corona-Pandemie hierzulande allmählich entspannt, ist die Not der Menschen andernorts nach wie vor ungebrochen groß. Birgit Fischer von der Katastrophenhilfe des BEFG blickt zurück auf ein Jahr Corona-Hilfe und bittet um Spenden für weitere Projekte.

Seit mehr als einem Jahr beschäftigt uns die Corona-Pandemie. Ähnlich wie bei uns in Deutschland wussten unsere internationalen Partner am Anfang nicht, wie sie der Krise begegnen sollten und welche neuen Herausforderungen auf sie zukommen würden.

Aber das änderte sich sehr schnell. Schon wenige Wochen nach Beginn der Krise entwickelten viele unserer Partner neue Projekte und reagierten so auf die Nöte in ihrer Umgebung. Sofort entstand ein hoher Bedarf an Förderung für medizinische Hilfen, die zur Pandemiebekämpfung in Krankenhäusern, Altenheimen und Hospizen eingesetzt wurden. Krankenhäuser erhielten zum Beispiel dringend benötigte neue Beatmungsgeräte. Zum Schutz der Bevölkerung in Ländern wie Indien, Rumänien, Sierra Leone, der Ukraine und dem Libanon konnten Masken und Schutzkleidung gekauft werden. In Ländern wie Serbien und Georgien wurden Lebensmittelpakete und Hygieneartikel an die Not leidende Bevölkerung verteilt. Auch in den Krisengebieten wie zum Beispiel in Syrien oder den Flüchtlingsunterkünften in der Türkei und dem Libanon wurde mit dringend benötigen Hygieneartikeln geholfen. Menschen, die durch die Krise ihre Arbeit verloren haben, konnten mit Lebensmittel-Vouchern oder Zuschüssen zu Miet- und Heizkosten sowie zu Kosten für die Schulbildung ihrer Kinder unterstützt werden.

Mit Beginn der Pandemie setzte eine sehr große Hilfsbereitschaft in Deutschland ein. So wurden insgesamt ungefähr 268.000 Euro für die Corona-Hilfe gespendet. Diese Mittel wurden mittlerweile verteilt. Dringend werden weitere Gelder benötigt, um den andauernden Herausforderungen der Pandemie begegnen und auch weiterhin ein Zeichen der Verbundenheit und Unterstützung setzen zu können. Spenden bitte an das Konto des BEFG unter der Projektnummer P 45 019.

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news-2953 Thu, 20 May 2021 14:23:57 +0200 Der 3. Ökumenische Kirchentag „schaut hin“ ÖKT / Jasmin Jäger https://www.befg.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/der-3-oekumenische-kirchentag-schaut-hin/ Der 3. Ökumenische Kirchentag (ÖKT) ermutigte Christinnen und Christen, gemeinsam gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und hinzuschauen. Der 3. Ökumenische Kirchentag (ÖKT) ermutigte Christinnen und Christen, gemeinsam gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und hinzuschauen. Der ÖKT fand vom 13. bis 16. Mai digital und dezentral unter dem Leitwort „schaut hin“ (Markus 6,38) statt. Auch Personen aus dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG)  waren mit dabei.

Den Auftakt des 3. Ökumenischen Kirchentages bildete am 13. Mai ein Himmelfahrtsgottesdienst, der live im Ersten übertragen wurde. „Wir wollen ein Stück vom Himmel mit Ihnen teilen. Denn ein bisschen Himmel kann wohl jede und jeder von uns gut gebrauchen in diesen Zeiten.“ Mit diesen Worten eröffnete Liturgin Sarah Vecera (Vereinte Ev. Mission Wuppertal) den Gottesdienst. Die schwierige Situation im Land und auch bei den Vorbereitungen des 3. ÖKT vor Augen, ergänzte sie: „Wir kommen seit über einem Jahr immer wieder an unsere eigenen Grenzen. Mir tut es da gut, Hoffnungsgeschichten zu hören.“ Und genau diese Hoffnungsgeschichten bildeten die zentralen Elemente des Gottesdienstes, bei dem neben Sarah Vecera auch der Vikarbischof der griechisch-orthodoxen Metropolie in Deutschland, Emmanuel Sfiatkos, und Rosemarie Wenner, Bischöfin i.R. der Evangelisch-methodistischen Kirche Deutschland, die liturgische Leitung innehatten.###3_IMAGES###„Dich schickt der Himmel“ – mit dem virtuellen Chor des BEFG und dem Song zum Jahresthema startete die Stunde mit dem Schwerpunkt Ökumene unter der Überschrift „Einheit in der Vielfalt“. Sie war die erste von zehn Stunden, die am Samstag aus dem ÖKT-Studio gesendet wurden. An einigen Stellen – in der Vorbereitung, hinter den Kulissen und auf manchen Podien – waren auch Vertreterinnen und Vertreter des Bundes und anderer Freikirchen aktiv. In der Ökumene-Stunde stellte zum Beispiel BEFG-Pastor Sebastian Gräbe aus Frankfurt am Main die baptistische Taufpraxis vor. Es wurde deutlich: Bei allen Unterschieden der einzelnen Konfessionen und Denominationen gibt es viel Vereinendes und eine gemeinsame Sendung, miteinander Zeugnis für Jesus Christus zu geben.

Nach vier Tagen endete der 3. Ökumenische Kirchentag mit deutlichen Appellen, aktiv das ökumenische und gesellschaftliche Miteinander zu suchen und Verantwortung dafür zu übernehmen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte in einer Rede vor Beginn des Abschlussgottesdienstes, was für ein „wunderbarer Anblick“ die versammelten Menschen nach den zurückliegenden Wochen und Monaten der Pandemie für ihn seien. Sorgenvoll blickte er auf die soziale Dimension der Krise und rief dazu auf, insbesondere jetzt die sozial Schwachen, die, die für andere hart schufteten, die Einsamen und Menschen, die Gewalt erfahren, nicht aus dem Blick zu verlieren.

Den Abschlussgottesdienst leiteten gemeinsam Erzpriester Radu Constantin Miron, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK), der Limburger Bischof Georg Bätzing und Volker Jung, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Es predigten Mareike Bloedt, Pastorin der Evangelisch-methodistischen Kirche, und die Generaloberin der Oberzeller Franziskanerinnen, Schwester Katharina Ganz. Beide thematisierten eine neue Gerechtigkeitsdebatte, ausgelöst durch die Corona-Pandemie. Bloedt gab sich zuversichtlich: „Mitten in der Krise geht Gott mit. Er lädt sein Volk dazu ein, alles gerecht zu teilen.“ Ganz ermutigte, tatkräftig selber für Gerechtigkeit zu sorgen: „Drücken wir uns nicht vor der Verantwortung! Wir machen einen Unterschied, wenn wir für Menschen sorgen.“###3_IMAGES###Sehr konkret war die dringende Bitte, die Leidtragenden der Coronakrise nicht aus dem Blick zu verlieren: „Als Christinnen und Christen setzen wir uns ein für Menschen, die durch die Pandemie in seelische oder wirtschaftliche Not geraten sind. Jede und jeder ist gefordert, zu helfen. Schaut hin!“

„Gemeinsam blicken die christlichen Kirchen auf diese Situation und engagieren sich“, so BEFG-Generalsekretär und VEF-Präsident Christoph Stiba „und auch nur gemeinsam – vor Ort, in der Stadt, bei den Menschen – können wir als Christinnen und Christen diese gesellschaftliche Situation mitgestalten. Daran hängt am Ende unsere Glaubwürdigkeit. Wenn wir als Gemeinde Jesu unsere Sendung glaubhaft leben wollen, ist es wichtig, dass wir uns um die Einheit der christlichen Kirchen bemühen, gemeinsam handeln, wo es geht, und gemeinsame Antworten auf die gesellschaftlichen Herausforderungen finden.“

Der 3. Ökumenische Kirchentag war ein Ausdruck dieses Miteinanders der Christenheit in Deutschland. Die Veranstaltungen können in der Mediathek unter www.oekt.de/mediathek nachträglich angesehen werden. „Schaut hin!“

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news-2951 Tue, 18 May 2021 15:56:48 +0200 Online-Seminar für farsisprachige Mitarbeitende Thomas Klammt https://www.befg.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/online-seminar-fuer-farsisprachige-mitarbeitende/ Zum zweiten Mal in diesem Jahr bot die Akademie Elstal am 08. Mai ein Online-Seminar für farsisprachige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. Zum zweiten Mal in diesem Jahr bot die Akademie Elstal am 8. Mai ein Online-Seminar für farsisprachige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. Zum Thema „Was ist Vergebung? Wie können wir vergeben lernen?“ konnten Grundlagen des Glaubens, aber auch tiefe persönliche und seelsorgliche Fragen angesprochen werden.

Etwa 100 Farsisprachige aus ganz Deutschland waren online den ganzen Tag dabei und hörten die Vorträge von Amir Paryari (Mainz), Zohreh Niazi Vahdati (Dortmund), Thomas Klammt (Berlin) und Omid Homayouni (Varel). Sie lernten, was es bedeutet, dass Vergebung zuerst Gottes Geschenk an uns ist, und wie wir zum Beispiel im „Vater Unser“ angeleitet werden darum zu bitten. Anhand der Geschichte von Josef und seinen Brüdern aus dem AT wurde deutlich, dass Vergebung und Versöhnung oft ein langer schwerer Weg sind, gerade wenn schwere Schuld und tiefe Verletzungen vorliegen. Die Bedeutung der Vergebung und die praktischen Schritte dazu wurden im letzten Vortrag erläutert. Wie wichtig und persönlich das Thema ist, zeigte sich daran, dass die Gespräche im Videomeeting nach Ende des Seminars noch eine Stunde lang weitergingen.

Die Seminare der Akademie Elstal sind eine besondere Gelegenheit für farsisprachige Christinnen und Christen, miteinander in Kontakt zu kommen. Das Leitungsteam hofft daher, im nächsten Jahr die Angebote noch erweitern zu können, bei Online-Seminaren zu Grundfragen des Glaubens und des Lebens in der Gemeinde, und bei Präsenz-Seminaren zur Schulung von leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

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news-2942 Wed, 05 May 2021 06:08:00 +0200 Zehn Jahre Schriftenreihe „Baptismus-Dokumentation“ des Oncken-Archivs Julia Grundmann https://www.befg.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/zehn-jahre-schriftenreihe-baptismus-dokumentation-des-oncken-archivs/ Pünktlich im Jubiläumsjahr „10 Jahre Baptismus-Dokumentation“ ist nun der 10. Band der Schriftenreihe erschienen: „Walter Rauschenbusch und die Anfänge seiner Theologie des Social Gospel 1886-1891“. Seit zehn Jahren gibt es die Schriftenreihe „Baptismus-Dokumentation“ des Oncken-Archivs in Elstal. Pünktlich zum Jubiläumsjahr ist nun der 10. Band der Reihe erschienen: „Walter Rauschenbusch und die Anfänge seiner Theologie des Social Gospel 1886-1891“.

Geplant wurde die Schriftenreihe, um das umfangreiche Material des Oncken-Archivs für „öffentliche, wissenschaftliche und private Zwecke zur Verfügung zu stellen“, sagt Ines Pieper, Archivarin im Oncken-Archiv. Der gerade neu erschienene Band 10 von Klaus Jürgen Jähn beschäftigt sich mit dem „Sozialen Evangelium“ und dem deutsch-amerikanischen Baptisten und Theologen Walter Rauschenbusch, der wesentliche Impulse für die Bewegung gab.

„Das Anliegen dieser und der vorangegangenen Veröffentlichungen war und ist, deutlich zu machen, wie spannend die Auseinandersetzung mit Themen der Geschichte sein kann, besonders, wenn sie einen Bezug zu aktuellen Herausforderungen haben“, erläutert Mitinitiator Reinhard Assmann vom Historischen Beirat des BEFG. So hat es in den vergangenen zehn Jahren jährlich eine Neuveröffentlichung gegeben, getragen vor allem durch ehrenamtliche Arbeit. In großer Breite seien, so Assmann, „Beispiele aus der Vielfalt baptistischer Geschichte dokumentiert – vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart.“

Auch BEFG-Generalsekretär Christoph Stiba freut sich: „Ich habe großen Respekt vor der Arbeit, die in diesen Veröffentlichungen steckt – manche eignen sich direkt als baptistisches Nachschlagewerk. Ich bin begeistert von dem Engagement der Autoren und dem Oncken-Archiv als Herausgeber.“

Pläne für die Zukunft gibt es auch schon: So sollen demnächst wichtige Quellentexte und Stellungnahmen des BEFG aus den Jahren des Nationalsozialismus, der DDR und der Bundesrepublik herausgegeben werden.

Und Ines Pieper versichert: „Nach wie vor gibt es im Oncken-Archiv ausreichend baptistisches Quellenmaterial, welches sich noch für viele weitere Veröffentlichungen in der Schriftenreihe eignet.“

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news-2940 Tue, 04 May 2021 13:46:48 +0200 Erlebnispfad in Oldenburg Julia Grundmann https://www.befg.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/erlebnispfad-in-oldenburg/ Vor der Kreuzkirche in Oldenburg ist ein kleiner Weg aufgebaut. Fünf Holzinstallationen stehen dort und laden ein, nachzudenken und aktiv zu weden. Vor der Kreuzkirche in Oldenburg ist ein kleiner Weg aufgebaut. Fünf Holzinstallationen stehen dort und laden zum Innehalten ein. Dazu gibt es Fragen unter der Überschrift des BEFG-Jahresthemas „Dich schickt der Himmel!“, um über das Leben nachzudenken und sich herausfordern zu lassen.

Entstanden ist der Erlebnispfad eigentlich aus einer Notsituation heraus. Die ursprünglich geplante Ausstellung zur Passionszeit in den Räumen der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde musste wegen steigender Inzidenzzahlen der Corona-Pandemie abgebrochen werden. Die Gemeinde wollte trotzdem mit der Nachbarschaft in Kontakt kommen und hat dabei entdeckt, wie gut sich dazu der sonst eher stiefmütterlich behandelte Gemeindevorplatz eignet. Eine Litfaßsäule vor der Gemeinde als Kommunikationsplattform mit den Menschen in der Umgebung wurde von der Stadtverwaltung nicht genehmigt. So kam man schließlich auf die Idee des Erlebnispfads.

„Runde Sache“, „Zerbrochenes“, „Stufen des Erfolgs“, „schiefe Bahn“ und „mit am Tisch“ heißen die Stationen dieses Entdeckerwegs, an denen Einzelne Impulse bekommen, „Himmelsbote oder Himmelsbotin“ zu werden. Die Gemeinde hat Informationen aus dem ganzen Stadtgebiet gesammelt, wo man sich ehrenamtlich für eine gute Sache einbringen kann. Am Ende des Pilgerweges stehen zwei große Tafeln. Hier kann man Bitten um Unterstützung veröffentlichen oder sich über Möglichkeiten zur Beteiligung informieren. Das Ganze wurde in digitaler Form auch im Internet veröffentlicht: www.dichschicktderHimmelOL.de

In Oldenburg hat man gute Erfahrungen damit gemacht, die Schwellen zum eigenen Grundstück oder den Räumen zu senken. So entstand im letzten Sommer ein Spielplatz und es wurden Fußballtore auf dem Rasen aufgestellt. All das, sowie auch die neue Büchertauschbörse vor der Kirche, erfreut sich regen Zuspruchs. Der Kirchenparkplatz kann von den Lehrkräften der benachbarten Schule oder den Besucherinnen und Besuchern der Apotheke genutzt werden.

„Wir haben zu Beginn der Corona-Situation gemerkt, wie sehr wir um uns selber kreisen und uns wünschen, dass alles wieder wird wie früher. Irgendwann haben wir gemerkt, dass wir damit nicht weiterkommen und diese Sichtweise nur zu Stillstand führt. Deswegen haben wir uns überlegt, wie man stattdessen aktiv werden kann. Und dazu wollten wir auch die Nachbarschaft mit einladen“, sagt Martin Seydlitz aus dem dreiköpfigen Pastorenteam.

Hausmeister Willi Folz, der für die praktische Umsetzung verantwortlich war, freut sich, dass der Erlebnispfad so gut angenommen wird: „Durch die viel befahrene Straße und die Apotheke nebenan, haben wir auch ‚Laufkundschaft‘: Menschen, die zufällig vorbeikommen, neugierig werden und die Stationen erkunden.“ Und über die beiden neuen Computerexperten, die man via Aushang für das Repair-Café gesucht hatte, freut er sich auch.

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news-2935 Tue, 27 Apr 2021 10:52:12 +0200 Veranstaltung Lebenskunst - Malerei Joachim Keferstein https://www.befg.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/veranstaltung-lebenskunst-malerei/ Fast 30 Teilnehmende haben sich am am 21. April in der zweiten Online-Veranstaltung „Lebenskunst-Kunst des Lebens“ über Bildende Kunst ausgetauscht. Fast 30 Teilnehmende haben sich am am 21. April in der zweiten Online-Veranstaltung „Lebenskunst-Kunst des Lebens“ über Bildende Kunst ausgetauscht. 

Wolfgang Weiss, Künstler aus Siegen und Ralf Ossa, Pastor und Künstler aus der EFG Erfurt nahmen die Teilnehmenden mit in ihre Gedanken über ihr künstlerisches Werk. Wolfgang Weiss reflektierte über seine Bilder zum Thema „Unschärfe“ und postulierte dadurch, dass man durch diese Technik lernt, „das Wesentliche zu sehen“.

Ralf Ossa stellte zwei seiner Bilder vor, die sich mit der Flüchtlingsproblematik und mit der Gewalt, dem Leiden, aber auch mit der Perspektive „Licht im Dunkeln“ befassen.

Abschließend entwickelte Thomas Oetzmann, FeG Lüneburg, Gedanken zum „Lebensteppich“. Ausgehend vom Knüpfen eines Teppichs, der durch das Einbinden unzähliger Fäden ein Bild ergibt, sei das auch in unserem Leben der Fall. Gelingendes Leben sei abhängig von Dankbarkeit und Versöhnung mit anderen Menschen und dem eigenen Sein.

Eine Teilnehmerin schrieb an den BEFG: „Von Herzen möchte ich allen danken, die an diesem Abend mitgestaltet haben. Es tat so gut, diese Bilder zu sehen - endlich mal über den eigenen (Corona) Rahmen rauszuschauen. Menschen zu hören, die einen Weitblick haben und vermitteln können. In diesen Zeiten kann einem die Lebens-Luft knapp werden. Ich freue mich auf die kommenden Veranstaltungen.“

Weitere Veranstaltungen folgen. Am 9. September 2021 zum Thema „Tanz als Sprache des Glaubens“ mit Claudia Sokolis-Bochmann und am 13. Oktober 2021 zum Thema „Sprache“ mit Andreas Malessa. 

Die Beiträge von Wolfgang Weiß und Ralf Ossa können hier angeschaut werden.

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news-2933 Fri, 23 Apr 2021 14:45:45 +0200 „Ich bin da“ – Online-Seminar in der EFG Gütersloh Jutta Teubert https://www.befg.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/ich-bin-da-online-seminar-in-der-efg-guetersloh-1/ Wie wir das erleben und praktizieren können, dazu fand ein Online-Seminar in der EFG Gütersloh am 19.04.2021 statt. Gemeinschaft stärken, Kontakte pflegen, füreinander da sein - darum geht es im Seminar „Ich bin da“. Aber wie können wir das erleben und praktizieren, jetzt in Zeiten der Pandemie?

Zu dieser Frage hatte die EFG Gütersloh am 19.04.2021 Friedrich Schneider und Jutta Teubert in einem Online-Meeting zu Gast. Kurze Inputs zu den wesentlichen Inhalten des Seminars mit Blick auf die aktuelle Situation brachten 14 Mitarbeitende der Gemeinde in den Austausch. Deutlich wurde, dass die Pandemie Veränderungsprozesse in Gang gebracht hat, woraus Chancen und auch Herausforderungen für die Zukunft folgen. Feste Gruppenstrukturen werden zunehmend weniger favorisiert, aber bedarfsorientierte Formen der Gemeinschaft gern angenommen. Was stärkt den Zusammenhalt wirklich?, war ein zentraler Impuls.

Friedrich Schneider wies in seinem Input zum Kommunikationsdreieck „Ich – Du - Gemeinde“ auf die Bedeutung dieser wechselseitigen Beziehung hin. Zu reflektieren, warum stehe ich mit wem in Kontakt, hilft den Blick zu weiten für Kontakte, die stärken und gut tun. Ein weiterer thematischer Schwerpunkt war „Einsamkeit begegnen“. Dazu erläuterte Jutta Teubert den Unterschied zwischen einsam und allein: Alleinsein ist ein Zustand, und einsam ist, wer sich einsam fühlt. Sie hob hervor, dass Einsamkeit ernst zu nehmen ist und krank machen kann, zeigte aber auch Wege auf, die aus der Einsamkeit herausführen können. Besonders große Bedeutung kommt dabei dem (Wieder-)Aufbau von sozialen Kontakten zu. Ebenso helfen können Rituale, die den Glauben und die Verbundenheit stärken, wie auch Zuspruch, der Vertrauen schafft.

Daran schloss Friedrich Schneider einen geistlichen Impuls zur Gemeinschaftstreue Gottes an.

Am Ende wiesen der Referent und die Referentin darauf hin, wie lohnenswert das Tagesseminar „Ich bin da“ mit vertiefenden Inputs und interaktiven Elementen als Präsenzveranstaltung ist. 

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news-2930 Wed, 21 Apr 2021 19:04:50 +0200 Systemrelevante Gemeinden entwickeln Wolfgang Bauer https://www.befg.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/systemrelevante-gemeinden-entwickeln/ Christian A. Schwarz (Bild) hielt Impulsreferat zum Thema „Glauben leben – Gemeinde systemrelevant entwickeln“. Die Beteiligung von Menschen am Leben christlicher Gemeinden hat sich in den vergangenen Jahren drastisch verändert. Darauf hat der evangelische Theologe und Spezialist für Gemeindewachstum Christian A. Schwarz (Emmelsbüll) in einem Impulsreferat für die Ratstagung des Landesverbandes Niedersachsen-Ostwestfalen-Sachsen-Anhalt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden hingewiesen.

Bei seinen Untersuchungen von weltweit mehr als 70.000 Gemeinden sei dieser Trend überall zu beobachten gewesen. Er rate Gemeinden, die Qualität ihres Gemeindelebens regelmäßig durch Befragungen zu überprüfen. Dann sei es auch möglich, die veränderbaren Faktoren für ein Wachstum der Gemeinden nach innen und außen zu beeinflussen. Zu diesen acht Faktoren zählt Schwarz unter anderem die Leitung der Gemeinde, ihre Spiritualität, effektive Strukturen und die Gottesdienste. Er machte jedoch auch deutlich, dass ein zahlenmäßiges Wachstum immer ein Geschenk Gottes sei.

Die Ratstagung stand unter dem Thema „Systemrelevante Gemeinden entwickeln“ und fand am 17. April 2021 zum ersten Mal in Form einer 210minütigen Videokonferenz statt. Trotz der räumlichen Trennung meldeten Teilnehmer, sie hätten das „Gefühl von Gemeinschaft und Begegnung“ erlebt. Dazu dienten drei Begegnungsräume mit unterschiedlichen Zusammensetzungen und Themenstellungen von insgesamt 30 Minuten. Zeitweise nahmen 140 Besucher an der Tagung teil. Möglich war sie durch die intensive Vorbereitung durch die Leitung des Landesverbandes, eine stringente freundliche Verhandlungsführung und die Disziplin aller Beteiligten, innerhalb der Zeitvorgaben zu bleiben. Technisch betreut wurde die Tagung äußerst umsichtig und hilfreich von Mitarbeitern des Gemeindejugendwerks.

Rückmeldungen zeigten auch, dass die Teilnehmer das Treffen abwechslungsreich und kurzweilig empfanden. Durch den engen Zeitrahmen blieben die Diskussionszeiten eingeschränkt, ein Austausch war jedoch durch die Chatmöglichkeiten, die Breakout-Gruppen und E-Mails möglich. Auf diese Weise konnten einige Diskussionen geführt, sowie Fragen gestellt und bearbeitet werden.

Während der Ratstagung fielen Entscheidungen zu den Finanzen des Landesverbandes. Unter anderem wurde über eine Erhöhung der jährlichen Beiträge auf 28€ ab 2022 entschieden. Mit Eckart Müller-Zitzke (Salzgitter) und Andreas Raschke (Halberstadt) wurden zwei Kandidaten für Funktionen in Bundesgremien nominiert. Auch eine Änderung der Satzung stand auf der Tagesordnung. Sie wurde unter anderem vorgeschlagen, um für die Zukunft unterschiedliche Formen der Ratstagungen zu ermöglichen sowie die Personalverantwortung für die Hauptamtlichen zu regeln.

Alle Dokumente und Anträge standen den Teilnehmern vorab online zur Verfügung. Die Ergebnisse der Abstimmungen stehen erst nach Auszählung der brieflichen Abstimmungsunterlagen Anfang Mai fest.
In den nächsten Tagen werden Videos vom Vortrag, Statements zur „Natürlichen Gemeindeentwicklung“ sowie des Eingangsimpulses von Pastor Jürgen Tischler, dem Leiter des Landesverbandes, auf die Homepage www.baptisten-nosa.de gestellt.

Der Landesverband NOSA besteht aus 86 Gemeinden mit ca. 11.000 Mitgliedern in Teilen von Niedersachsen und Ostwestfalen sowie dem Bundesland Sachsen-Anhalt. Landesverbandsleiter ist Pastor Jürgen Tischler, Springe, Stellvertreter Dr. Stefan Voges, Salzgitter.

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news-2921 Tue, 30 Mar 2021 15:39:25 +0200 3. Kurs Seelsorge und Beratung des Kurses 2019/2021 Hélena Noß, Kinder- und Bildungsreferentin im Gemeindejugendwerk NRW (BEFG) https://www.befg.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/3-kurs-seelsorge-und-beratung-des-kurses-20192021/ Gerade hat die dritte Kurswoche des laufenden Kurses 2019/2021 mit 16 Teilnehmenden aus FeG und EFG stattgefunden. Zum ersten mal digital! Eine Teilnehmerin berichtet davon. Vom 21. bis 26. März 2021 hat die dritte Kurswoche des laufenden Kurses 2019/2021 mit 16 Teilnehmenden aus FeG und EFG stattgefunden. Zum ersten mal digital! Eine Teilnehmerin berichtet davon.

„Als ich vor über einem Jahr in den Kurs startete, war mein Wunsch, Fach- und Handlungskompetenzen im Bereich der Seelsorge zu erwerben. Dabei dachte ich vor allem an hilfreiche Theorieeinheiten und methodisches Training, weniger an die „Selbsterfahrung in der Gruppe“. War ich anfangs noch sehr überrascht, wie viel es um die Wahrnehmung der eigenen Person und Lebensgeschichte ging, schätze ich dies inzwischen umso mehr. Mich mit mir selbst auseinanderzusetzen hilft mir, mich in andere hineinzuversetzen. Eine besondere Form des Lernens. 

In der 3. Woche unseres Kurses stand die Biografiearbeit im Wochenplan. Eine sehr bereichernde Arbeit für mich persönlich, für uns als miteinander Lernende und nicht zuletzt für uns als Seelsorgende. Anhand unserer Geschichten haben wir erlebt, dass jede und jeder von uns einen metaphorischen Rucksack trägt und dass es sehr hilfreich sein kann, in Begleitung anderer Menschen, die wahres Interesse an einem zeigen, in den Rucksack hineinzuschauen und ihn vielleicht sogar abzulegen. Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrungen, und dass die dritte Kurswoche trotz Pandemie stattfinden konnte. Ich bin freudig gespannt auf die abschließende 4. Kurswoche Ende September.“

Für den nächsten Kurs, der im März 2022 in Elstal beginnt, läuft das Bewerbungsverfahren. Nähere Infos unter: akademie-elstal.de oder seelsorge.feg.de

 

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news-2920 Tue, 30 Mar 2021 14:07:41 +0200 Menschen im Gemeindeumfeld erreichen Walter Klimt https://www.befg.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/menschen-im-gemeindeumfeld-erreichen/ Seit ihrer Gründung 2001 ist der Name Programm: Die projekt:gemeinde Wien verwirklicht Projekte, von der Arbeit mit Geflüchteten über eine Bibelschule bis hin zu einem Wohnangebot für Studierende. Seit ihrer Gründung 2001 ist der Name Programm: Die projekt:gemeinde Wien verwirklicht Projekte, von der Arbeit mit Geflüchteten über eine Bibelschule bis hin zu einem Wohnangebot für Studierende. 2015 kam mit dem Donauhof der Aufbau eines Sozial- und Veranstaltungszentrums hinzu. In einem Ballsaal und einem ehemaligen Casino soll unter anderem ein Caféhaus entstehen – als Ort der Begegnung mit den Menschen in dem innerstädtischen Neubaugebiet. In ihrem Bericht geben Pastor Walter Klimt und Pastorin Mira Ungewitter Einblick in den aktuellen Stand des Projekts.

PDF: Bericht über das Projekt:Donauhof

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news-2918 Mon, 29 Mar 2021 11:02:23 +0200 „Zwischenhalt“: Formen der Gemeinschaft Dr. Matthias Walter https://www.befg.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/zwischenhalt-formen-der-gemeinschaft/ Statt eines Konvents gab es in diesem Jahr den „Zwischenhalt“ mit Referent Tobias Künkler (Bild) von der CVJM-Hochschule in Kassel. „Zwischenhalt“ hieß das dreistündige Online-Treffen der Pastorinnen und Pastoren des BEFG, das als Ersatz für den wegen Corona auf 2022 verschobenen Konvent vom Vertrauensrat organisiert wurde. Referent war Tobias Künkler von der CVJM-Hochschule in Kassel.

Wie werden wir in Zukunft zusammenkommen? Welche Formen von Gemeinschaft suchen die Menschen heute? Keine unwesentlichen Fragen für eine Kirche, die ihr Ideal in der „versammelten Gemeinde“ hat.
Rund 350 ordinierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundes machten sich darüber Gedanken.

Tobias Künkler sprach über das „Vergemeinschaftungsparadox“. Menschen suchten die Gemeinschaft, um der Einsamkeit zu entgehen, und fürchteten doch zugleich, in der Gemeinschaft ihre Individualität zu verlieren. Die Angst vor physischer Ansteckung in Zeiten der Pandemie verstärke bloß einen Trend, der schon vorher eingesetzt habe. Es sei wahrscheinlich, dass die Zukunft in flexibleren Gemeinschaftsformen liege: hybride Veranstaltungen mit anwesenden und online zugeschalteten Besuchern, stärker noch auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten und mit vielfältigen Beteiligungsmöglichkeiten.

Aus den Reaktionen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sprachen sowohl die Sorge über den Zusammenhalt der Gemeinde als auch die Lust, neue Wege zu erkunden. Gemeinsam war allen die Überzeugung, dass entscheidend sei, in welcher Versammlungsform auch immer Christus als unsere Mitte zu erleben.

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news-2917 Wed, 24 Mar 2021 14:30:09 +0100 „Toller Service“ bringt Gemeinden ins Internet Referat für Kommunikation https://www.befg.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/toller-service-bringt-gemeinden-ins-internet/ Der Arbeitskreis Internet wird zum 1. April offiziell an das Referat für Kommunikation des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) angedockt. Der Arbeitskreis Internet wird zum 1. April offiziell an das Referat für Kommunikation des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) angedockt. Der Wechsel vom Landesverband NRW auf die Bundesebene ist für Landesverbandsleiter Martin Hamann „folgerichtig“, weil der Arbeitskreis schon lange „für alle BEFG-Gemeinden da ist“, wie dessen Gründer Christian Kuntze betont. „Wir sind dankbar für den tollen Service, der aktuell 200 Gemeinden, Landesverbänden und Werken alles aus einer Hand bietet: Internetseite, Schulung, Support, und auch für das Hosting ist gesorgt“, so BEFG-Kommunikationsleiter Dr. Michael Gruber.

Christian Kuntze, der den Arbeitskreis 2005 gegründet hat, hebt hervor, dass „die neue Anbindung die Realität besser widerspiegelt, weil ein Landesverband nicht der ‚klassische Heimathafen‘ für ein bundesweites Angebot ist.“ Er leitet den Arbeitskreis zusammen mit Jonathan Schneider Paas, der seit 2009 mit dabei ist. Beide betonen: „Wir sind dem Landesverband sehr dankbar, dass unsere Arbeit dort wachsen konnte und wir einen Raum hatten, um unsere Ideen umzusetzen.“ Die neue Anbindung sei ein konsequenter Schritt, doch für Gemeinden ändere sich nichts: „Wir wollen Einrichtungen in unserem Bund das Handwerkzeug liefern, um sich online zu präsentieren. Wir sorgen für die Technik, damit Gemeinden sich auf die Inhalte konzentrieren können.“ Aktuell engagieren sich elf Ehrenamtliche in dem Arbeitskreis.

Der scheidende Landesverbandsleiter Dieter Orzessek würdigt, dass der Arbeitskreis „Pionierarbeit auf dem Weg der Digitalisierung der Gemeinden“ geleistet habe. Es sei beeindruckend, „mit wie viel Einsatz hier getestet, geforscht, entwickelt und beraten wurde“, um jeweils passgenaue Angebote für die Internetseiten von Gemeinden und Werken zu machen. Die Anbindung eines deutschlandweiten Angebots an den Bund halten er sowie das neue Führungsduo Martin Hamann und Hartmut Hoevel für sinnvoll: „So traurig wir auch sind, dass diese Arbeit nicht mehr ‚bei uns‘ beheimatet ist, so dankbar sind wir, dass sich das Engagement ausgezahlt hat und nun auch offiziell dem gesamten Bund zur Verfügung gestellt wird.“

Darüber freut sich auch Volker Springer, der kaufmännische Geschäftsführer des BEFG. Für ihn wird hier „das gute Miteinander von lokalen, regionalen und bundesweiten Initiativen im Bund deutlich“. Und das hebt auch Christian Kuntze hervor: „Mit einigen Bundesmitarbeitenden gibt es seit Jahren eine gute Zusammenarbeit, und wir freuen uns darauf, kommende Herausforderungen gemeinsam anzugehen.“ Schließlich seien die Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung rasant. „Und hier wollen wir Gemeinden und Werke unterstützen.“

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news-2913 Fri, 19 Mar 2021 09:48:44 +0100 Seelsorge: Eigene Grenzen und Stärken kennen Gabriele Löding https://www.befg.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/seelsorge-eigene-grenzen-und-staerken-kennen/ Dr. Martin Grabe (Bild) war einer der Referenten beim digitalen Diakoniewerk zum Thema „Gemeinde als Herberge? – Möglichkeiten und Grenzen der Begleitung von Menschen mit seelischen Belastungen“. „Ich muss meine eigenen Grenzen und Stärken kennen, um anderen begleitend und hilfreich zur Seite stehen zu können“ so formulierte eine Teilnehmerin ihr Fazit vom digitalen Diakonietag.
Über 170 Teilnehmende haben am 13. März am Diakonietag zum Thema „Gemeinde als Herberge? – Möglichkeiten und Grenzen der Begleitung von Menschen mit seelischen Belastungen“ teilgenommen. Die Veranstaltung wurde von der Diakonischen Arbeitsgemeinschaft (DAG) im Bund Freier evangelischen Gemeinden und der Diakonie im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden durchgeführt.


Nach der Begrüßung und Andacht von Jost Stahlschmidt, dem Leiter der DAG hielt Dr. Martin Grabe, Facharzt für Psychiatrie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und ärztlicher Direktor der Klinik Hohe Mark sein Referat zum Thema seelische Belastungen und Störungen. Sehr verständlich und fundiert führte Dr. Grabe die unterschiedlichen Erkrankungen, wie Schizophrenie, affektive Störungen (Depression, Manie und Manisch-depressive Erkrankung, Angststörungen und die Borderline-Persönlichkeitsstörung aus. Ebenso ging er auch auf psychische Störungen durch Alkohol oder Drogen und Essstörungen ein. Zum Schluss gab er noch hilfreiche Hinweise für alle, die Menschen mit seelischen Belastungen begleiten. Dabei ging Dr. Grabe auch darauf ein, wie wichtig es ist Grenzen wahrzunehmen und zu setzen und zu erkennen, wo therapeutische Hilfe nötig ist. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass eine Therapiebereitschaft oft nur durch Leidensdruck entsteht.

Am Nachmittag wurden Themen des Vortrags in Seminaren von Jutta Böttcher, Elena Lill und Frieder Niestrat vertieft bzw. durch weitere Themen zum „Umgang mit traumatisierten Menschen“ von Ulrike und Michael Wick und „Einsamkeit“ von Daria Kraft ergänzt. Dabei wurde auch deutlich, dass wir „in der Seelsorge im Spannungsfeld von Fürsorge und Selbstfürsorge“ leben und arbeiten.

Die Rückmeldungen auf den Tag waren sehr positiv: von „hilfreich und gewinnbringend“, über „gute Struktur des Tages mit Fachvortrag, Seminaren und Raum zum Gespräch“, bis zu „hilfreiche Verknüpfung von Theorie und Praxis.“ Weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen schrieben: „Danke, dass es nicht nur um die Grenzen der Belastbarkeit ging, sondern auch um den Gewinn, den Menschen mit Belastungen mitbringen.“ „Das Ziel der Begleitung, jemandem wieder ein leichteres Leben zu ermöglichen, hat mir bei der Kurzdarstellung der verschiedenen Krankheitsbilder, sehr gut gefallen“. „Ich nehme mit: Mut zur Klarheit ist sehr wichtig“. „Es könnte zukunftsweisend sein, Veranstaltungen auch in Zukunft in diesem Format zu planen.“

Für den 20. November ist der nächste – eventuell hybride – Diakonietag zum Thema „Sterben“ geplant.

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news-2911 Thu, 18 Mar 2021 12:37:00 +0100 Online-Seminar für farsisprachige Mitarbeiter/-innen am 20. Februar 2021 Thomas Klammt https://www.befg.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/online-seminar-fuer-farsisprachige-mitarbeiter-innen-am-20-februar-2021/ Die Akademie ging damit in das zweite Jahr ihrer Reihe von Seminaren für farsisprachige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im letzten Jahr nahmen an vier Seminaren über 200 Menschen teil, die dadurch in ihrer Muttersprache vertiefende Kenntnisse über Bibel, Glauben und Gemeinde erhielten. Denn nach dem Glaubens- und Taufkurs, der meist in der Ortsgemeinde angeboten wird, geht das Glaubensleben ja weiter.

In der Akademie Elstal hat Thomas Klammt, Referent für Integration und Fortbildung, ein Team mit farsisprachigen Pastorinnen und Pastoren gebildet, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen in den Seminaren auf Farsi weitergeben. Flor Abojalady (Berlin) begrüßte die Gruppe an den über 60 Zoom-Bildschirmen, vor denen oft zwei oder drei Interessierte saßen, zu ihrem grundlegenden Vortrag „Wozu sind wir als Christen berufen?“. Thomas Klammt leitete dann in eine Gruppenarbeit über den Bibeltext aus Johannes 13,1-17. Von Jesus können wir lernen, was es heißt zu dienen, nicht zu herrschen. Nach der Mittagspause erklärte Amir Paryari (Mainz) mit Bezug auf 1. Korinther 12, wie Christen mit ihren unterschiedlichen Gaben das gemeinsame Ziel der Gemeinde unterstützen können. Dafür ist es wichtig, „Zusammenarbeit im Team“ zu lernen, wie Omid Homayouni (Varel) mit vielen Bildern anschaulich darstellte. Dass es in der Gemeinde nicht nur um menschliche Fähigkeiten geht, betonte Zohreh Niazi Vahdati (Dortmund) in ihrem Vortrag über das „Dienen in der Kraft des Heiligen Geistes“. Zu jedem Thema gab es angeregte Frage- und Diskussions-Runden, die auch im Chat und in der Mittagspause weitergeführt wurden.

Mohsen Kornelsen (Ingolstadt) hat bisher an fast allen Seminaren teilgenommen und zog wieder ein positives Fazit: „Die Tagung trug dazu bei die Beziehungen und die Gemeinschaft zwischen persischsprachigen Geschwistern zu stärken und gemeinsam im Glauben zu wachsen. Wir konnten dadurch nicht nur von den Sprechern, sondern auch voneinander lernen.“.

Das nächste Online-Seminar am Samstag, 8. Mai, widmet sich dem Thema: „Was ist Vergebung? Wie können wir vergeben lernen?“

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news-2910 Wed, 17 Mar 2021 12:32:52 +0100 Fit für den Gemeindedienst – im Glauben wachsen! Timo Neumann https://www.befg.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/fit-fuer-den-gemeindedienst-im-glauben-wachsen/ In Elstal werden junge Menschen für den pastoralen und den diakonischen Dienst ausgebildet. In unserer Spendenbitte und -video berichten Anja, Anna und Carl von ihrem Studienalltag im Lockkdown und... Zu Ostern bittet der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden traditionell um Spenden für seine Bildungsarbeit. An der Theologischen Hochschule Elstal werden junge Menschen für den pastoralen und den diakonischen Dienst ausgebildet. Anja, Carl und Anna berichten über ihren Studienalltag im Lockdown, ihre Motivation für den Gemeindedienst und das Comeback von Spaziergängen.  

Das aktuelle Bild der Theologischen Hochschule Elstal ist aufgrund des Lockdowns ein ziemlich ungewöhnliches: leere Vorlesungssäle, Stille auf den Fluren und auf dem sonst so belebten Campusgelände höchstens kleine Gruppen von Studierenden – mit Abstand und Maske. Alle Lehrveranstaltungen finden online statt.###3_IMAGES###Dabei zeichnet sich das Studium in Elstal seit jeher durch das besondere Miteinander aus: „Dadurch, dass die meisten der Studierenden auch auf dem Campus wohnen, ist man immer in engem Austausch“, erzählt Anja Pallasch, die gerade ihren Master in Diakonie und Sozialtheologie macht. Zurzeit sei das eben nur draußen möglich. „Spaziergänge feiern gerade sozusagen ein großes Comeback!“

Mit ihr studiert auch Carl Heng Thay Buschmann. Er ist in seinem ersten Mastersemester in Theologie mit dem Schwerpunkt Mission und Diakonie. „Im Studium lernt man so viele von Gott begabte Leute kennen, die eine ganz andere Spiritualität oder theologische Position haben als man selbst, die aber genauso mit Gott unterwegs sind.“ So will Carl später auch für seine Nächsten in der Gemeindearbeit da sein, wo unterschiedliche Menschen mit verschiedenen Begabungen, Ideen und Meinungen gemeinsam ihren Glauben leben: „Mein Glaube hat mich mein Leben lang geprägt und prägt mich auch weiterhin. Gleichzeitig möchte ich unbedingt hören, wie du deinen Glauben lebst, und dir da begegnen. Denn ich finde es äußerst spannend, wie Jesus in deinem Leben wirkt.“

Das Studium ist praxisorientiert und gemeindebezogen. Es soll die Studierenden auf ihren Dienst in der Gemeindearbeit vorbereiten und sie gleichermaßen in ihrem persönlichen Glauben festigen. „Man merkt total, dass wir hier auch wirklich als Person gesehen werden: Die Dozentinnen und Dozenten gehen auf unsere Fragen genau ein, unterstützen uns in unserer persönlichen Entwicklung und begleiten uns in unserem Glauben“, berichtet Anna Kramer, Theologie-Studentin im Bachelor.

Wie alle anderen Arbeiten des BEFG ist auch die Hochschule auf die Unterstützung durch Spenden und Kollekten angewiesen. „Wir freuen uns über jede Zuwendung zur Förderung dieser wichtigen Arbeit“, betont Generalsekretär Christoph Stiba. „Wir wollen Carl, Anna und Anja und viele weitere berufene junge Menschen auch in Zukunft auf ihrem Glaubensweg begleiten und für ihren Dienst in der Gemeinde ausbilden – für ihren Dienst am Menschen und für Gott.“

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news-2908 Thu, 11 Mar 2021 09:40:48 +0100 Gemeinden sollen ins Handeln kommen und Nachbarschaft stärken Holger Gohla https://www.befg.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/gemeinden-sollen-ins-handeln-kommen-und-nachbarschaft-staerken/ Über neue Herausforderungen für die Gemeindediakonie nach der Pandemie sprach Jutta Arndt (Bild) bei der Konferenz des Diakoniewerks. In der aktuellen Situation sollten christliche Gemeinden und diakonische Initiativen innehalten und wahrnehmen, was die Gesellschaft aktuell erlebt und erfährt. „Gerade lösen sich viele vertraute Gruppen auf und viele Themen werden nach der Pandemie bleiben“, erklärte Jutta Arndt (Stuttgart). Die künftige Geschäftsführerin der Diakonie der Brüdergemeinde Korntal-Wilhelmsdorf sprach auf der Mitgliederversammlung des Diakoniewerks der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden in Baden-Württemberg am 6. März über „neue Herausforderungen für die Gemeindediakonie nach der Pandemie“.

Als „langfristige Themen der Diakonie“ nannte Arndt in der Videokonferenz vor knapp 30 Teilnehmern beispielsweise die Arbeitslosigkeit, eine massive Bildungsungleichheit oder die Zunahme psychischer Erkrankungen. Kirchengemeinden müssten wahrnehmen, „wie viel Verlust aktuell passiert“. Der „Gott der Selbstverwirklichung“ sei massiv in die Krise geraten. Viele Menschen hätten „Hunger und Durst“ nach Heimat, so Arndt in Anlehnung an Matthäus 25 und die Maslowsche Bedürfnispyramide weiter. Hier müssten Gemeinden „ins Handeln kommen“ und einladender werden.

Mit Blick auf christliche Gemeinden sagte die Diakonikerin, viele Gemeinden seien vor der Pandemie „sehr zufrieden gewesen“. Sie sollten Orte sein, an denen menschliche Grundbedürfnisse befriedigt werden und die Nachbarschaft stärken. Dies erfordere gegenseitige Unterstützung und Begleitung. Hier könnte das Diakoniewerk helfen, neue Ideen zu entwickeln. Dies bedeute auch, hauptamtliche Strukturen zu stärken.

Die Esslinger Pastorin Anja Bloedorn forderte in ihrem Praxisbericht, Gemeindehäuser dürften unter der Woche nicht leer stehen. Ihre Gemeinde hätte in den Wintermonaten Spielräume eingerichtet und Familien corona-konform zur Verfügung gestellt. Zudem zeigte ein Erfahrungsbericht aus Karlsruhe, dass niederschwellige spirituelle Angebote wie das Anzünden einer Kerze während des Lockdowns gut angenommen wurden. Oder die Stuttgarter Bethelkirche packte Grüße in Päckchen, die sich Familien abholen konnten, die normalerweise den Winterspielplatz genutzt hätten oder in der Nachbarschaft lebten.

Die Leiterin der Fachstelle Integration und Geflüchtete, Daria Kraft, rief dazu auf, „Geflüchtete weiterhin im Blick zu behalten“. Diese dürften nicht in Vergessenheit geraten, auch wenn sie in der Öffentlichkeit nicht mehr so präsent seien. Hier seien Patenschaften eine gute wie verlässliche Möglichkeit.

Wahlen standen in diesem Jahr nicht an. Das Diakoniewerk wurde im Oktober 1969 gegründet. Es ist offizielles Mitglied in der Diakonie Baden und Württemberg. In 2020 gehörten 77 Einzelmitgliedern, 38 Baptistengemeinden sowie drei juristischen Personen dem Verein ab. Die nächste Jahresmitgliederversammlung findet am 12. März 2022 in Weinstadt-Endersbach statt.

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news-2893 Mon, 22 Feb 2021 19:56:45 +0100 Weltweite Frauensolidarität – trotz und wegen Corona Lisa Schürmann – Weltgebetstag der Frauen https://www.befg.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/weltweite-frauensolidaritaet-trotz-und-wegen-corona/ Zwölf Verbände aus verschiedenen christlichen Konfessionen rufen auf zu Gebet, Solidarität und Kollekten anlässlich des ökumenischen Weltgebetstags am 5. März. Zwölf (Frauen-)Verbände aus verschiedenen christlichen Konfessionen rufen eindrücklich auf zu Gebet, Solidarität und Kollekten anlässlich des ökumenischen Weltgebetstags am 5. März 2021.

Der Weltgebetstag ist die weltweit größte Basis-Bewegung christlicher Frauen. Seit Jahrzehnten verbindet sie auch in Deutschland Christinnen und Christen in Gebet und Handeln für Frieden, Gerechtigkeit und Frauenrechte. Am 5. März 2021 wird in über 150 Ländern der Erde der Weltgebetstag der Frauen gefeiert.
Zwölf Mitgliedsorganisationen des Deutschen Weltgebetstagskomitees laden zur Teilnahme an den vielen digitalen Angeboten, am TV-Gottesdienst oder Präsenz-Veranstaltungen unter Corona-Bedingungen ein. Ihr ökumenischer Aufruf ist ein eindrücklicher Appell, in Pandemie-Zeiten die dramatische Lage vieler Frauen und Kinder weltweit nicht zu vergessen.

Ökumenischer Aufruf:

„Worauf bauen wir?“: Zu dieser Frage laden unsere Organisationen verschiedener christlicher Konfessionen in ganz Deutschland rund um den 5. März 2021 zu ökumenischen Gebeten ein. Den Gottesdiensttext haben Frauen aus dem Pazifikstaat Vanuatu verfasst. In diesem Jahr sind wir mit ihnen besonders verbunden. Weltweit erleben wir durch die Corona-Pandemie schwerste Herausforderungen, gleichzeitig zeigt sich der Klimawandel verstärkt in Naturkatastrophen und führt vor allem im globalen Süden zu Tod, Verwüstung und Existenznot.

Wir rufen dazu auf, in diesen Zeiten die dramatische Situation von Frauen und ihren Familien weltweit nicht aus den Augen verlieren. Der Basis-Bewegung des Weltgebetstags stehen schwere finanzielle Zeiten bevor. Wir spüren die Auswirkungen der Corona-Krise und wir fürchten massive Kollekten-Einbrüche. Das betrifft sowohl unsere Unterstützung für die Partnerinnen weltweit als auch die Zukunft der ökumenischen Frauenbewegung in Deutschland.

Hoffnung gibt uns die Grundidee unserer weltweiten Bewegung, die von Spiritualität und Solidarität lebt. Am 5. März 2021 strahlt der Sender Bibel-TV um 19:00 Uhr einen vom Deutschen Weltgebetstagskomitee organisierten Fernsehgottesdienst aus. Zeitgleich findet eine große YouTube-Premiere des Gottesdienstes statt, die u.a. auf www.weltgebetstag.de zu sehen sein wird. Darüber hinaus wird es zahlreiche lokale und regionale Online-Formate geben. Bundesweit organisieren Frauen außerdem Freiluft-Andachten, Gottesdienste im kleinen Rahmen, Spendenaktionen, Ausstellungen und vieles mehr.

Wir laden Sie ein: Nutzen Sie diese Anregungen und Angebote, unterstützen Sie die Arbeit des Weltgebetstags mit einer Spende und seien Sie Teil der Gebetskette am 5. März 2021. Wir bauen darauf, dass das gemeinsame Gebet und die weltweite Solidarität uns gerade in schweren Zeiten Kraft geben und tragen.

Doris Hege, Vorsitzende, Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland K.D.ö.R (AMG)
Lydia Ruisch
, Vorsitzende, Bund alt-katholischer Frauen (baf)
Katrin Brinkmann, Frauenseelsorge in den deutschen Diözesen e.V.
Annette Grabosch, Sprecherin, Forum Frauen im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland
Michaela Labudda, Bundesvorsitzende, Bundesverband der Gemeindereferent/-innen Deutschlands e.V.
Zinovia Pantazidiou, Religionslehrerin, Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland
Oberstin Deborah Cachelin, Territorialleiterin, Die Heilsarmee in Deutschland KdöR
Benigna Carstens, Evangelische Brüderunität – Herrnhuter Brüdergemeine
Susanne Kahl-Passoth, Vorsitzende, Evangelische Frauen in Deutschland e.V.
Kerstin Pudelko-Chmel,  Frauenwerk der Evangelisch-methodistischen Kirche
Dr. Maria Flachsbarth, Präsidentin, Katholischer Deutscher Frauenbund e.V.
Mechthild Heil, Bundesvorsitzende, Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands

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news-2886 Thu, 04 Feb 2021 13:15:23 +0100 Baptistischer Weltbund fordert gerechte Verteilung der Impfstoffe J. Merritt Johnston, BWA https://www.befg.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/baptistischer-weltbund-fordert-gerechte-verteilung-der-impfstoffe/ Die Baptist World Alliance (BWA) ruft dazu auf, gemeinsam gegen die Corona-Pandemie vorzugehen und Impfstoffe gerecht zu verteilen. Da die Zahl der Covid-19-Fälle weltweit die 100-Millionen-Marke überschritten hat, ruft die Baptist World Alliance (BWA) Baptistinnen und Baptisten weltweit dazu auf, gemeinsam gegen die globale Pandemie vorzugehen. Mitglieder des Baptist World Alliance Forum for Aid and Development (BFAD), einem internationalen Netzwerk von mehr als 25 Hilfsorganisationen, haben dazu entsprechende Forderungen veröffentlicht.

„Wir nehmen eine große Solidarität der Millionen von Baptisten und Nicht-Baptisten angesichts des durch die Covid-19-Pandemie verursachten Leidens wahr. Seit Beginn des Jahres 2021 erkennen wir auch unsere Verantwortung an, zu der Lösung dieser Krise beizutragen“, sagte Rachel Conway-Doel vom BFAD.

Deshalb wolle man

  • die Regierungen auffordern, zusammenzuarbeiten, um koordinierte Massenimpfungen durchführen und den Zugang zu Impfungen durch Hilfe und wirtschaftliche Innovationen zu verbessern;
  • Baptisten weltweit auffordern, sich daran zu beteiligen, globale Impfungen möglich zu machen;
  • nicht hilfreiche Erzählungen im Zusammenhang mit Massenimpfungen von sich weisen und Baptisten und alle Menschen guten Willens auffordern, dies ebenfalls zu tun;
  • und den gerechten Zugang zu verfügbaren Covid-19-Impfstoffen weltweit fordern, verbunden mit sechs „Gerechtigkeitsschritten“, die für einen gerechten und gleichen Zugang zu den Impfungen und für gemeinsame Solidarität bei der Bekämpfung einer globalen Pandemie erforderlich sind.

„Wir halten zusammen, sowohl im Gebet für die vielen Menschen, die von dieser Krankheit betroffen sind, als auch in der hoffnungsvollen Erwartung, dass wir das Leben der Schwächsten unserer Gesellschaft verbessern können, indem wir uns in dieser entscheidenden Zeit für Gleichheit und Gerechtigkeit einsetzen“, so Elijah Brown, Generalsekretär des Baptistischen Weltbunds.

Baptistinnen und Baptisten weltweit sind eingeladen, sich diesen Forderungen anzuschließen, indem sie bis zum 10. Februar 2021 eine Petition unterzeichnen, in der die gerechte Verteilung des Impfstoffs gefordert wird. Zu den 27 Erstunterzeichnern und Erstunterzeichnerinnen gehört auch BEFG-Generalsekretär Christoph Stiba.

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news-2885 Thu, 04 Feb 2021 11:36:05 +0100 Neuer Materialband „gewagt! gemeinsam leben“ erschienen Reinhard Assmann https://www.befg.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/neuer-materialband-gewagt-gemeinsam-leben-erschienen/ „Gewagt! gemeinsam leben“ heißt der zweite Materialband zum Täufergedenken. Der zweite Band der fünfjährigen Themenreihe zum 500. Gedenken an den Beginn der Täuferbewegung 1525 ist jetzt erschienen. „Gewagt! gemeinsam leben“ heißt das Werk. Man nimmt es in die Hand und entdeckt sofort: Dies ist kein belehrendes Geschichtsbuch, sondern ein einladendes Magazin mit einer Fülle von Impulsen und Materialien für die Gemeinde.

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Mit dabei sind Entwürfe für Gottesdienst und Bibelstunde, für Gemeindekreise und Öffentlichkeitsarbeit, für Jugendstunden und Schule. Zahlreiche Hintergrundtexte, Berichte und Porträts entfalten das Jahresthema 2021 „gewagt! gemeinsam leben“.

Dieser knapp 160-seitige Materialband ist bereits der zweite in der fünfjährigen Themenreihe auf dem Weg zum 500. Gedenken an den Beginn der Täuferbewegung 1525. Die frühen Täufer hatten gewagt, sich für Gleichheit, Verantwortung und zugleich Autonomie einzusetzen. Als „Kirche von unten“ versuchten sie, neue alternative Gemeindemodelle zu praktizieren, die sie in der Bibel erkannt hatten: verbindliche Gemeinschaften, andere Leitungsstrukturen, das Miteinander von Männer und Frauen, gelebte Gütergemeinschaft. Daran zu erinnern und gleichzeitig die Aktualität dieser Fragen in den Herausforderungen unserer pluralistischen Gesellschaft aufzuzeigen, ist das diesjährige Anliegen des Vereins „500 Jahre Täuferbewegung 2025 e.V.“. Mitglieder verschiedener Konfessionen gestalten diese Themenreihe mit.

Im vorliegenden Heft finden sich neben Impulsen aus der Geschichte und der Theologie eine Reihe von Beiträgen, die konkrete Antworten, Modelle und Lebensformen in unserer Zeit beschreiben. Selbstkritisch werden dabei auch freikirchliche Gemeindestrukturen hinterfragt. Beispiele sehr unterschiedlicher Lebensgemeinschaften aus verschiedenen Konfessionen malen ein buntes Bild heutiger Kommunitäten. Und natürlich gehören zum Thema „gemeinsam leben“ die ökumenischen Beziehungen: Erfahrungen und Statements aus ganz unterschiedlicher Sicht bereichern diesen Band. Zu Wort kommen zum Beispiel von evangelischer Seite Dr. Heinrich Bedford-Strohm, die Baptistin Jasmin Jäger, der Mennonit Fernando Enns, die Katholikin Dr. Verena Hammes und andere.

An den erwähnten Materialteil mit praktischen Impulsen für Gemeindearbeit und Unterricht schließen sich wiederum spannende Reisetipps zu Orten mit täuferischer Geschichte an – für die Zeit nach Corona.
Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble beschreibt in seinem Grußwort Menschen, die sich bewusst und verbindlich auf die Nachfolge Christi einlassen, als Segen für die Gesellschaft. Die heutigen täuferischen Gemeinden, so Schäuble, könnten uns „zeigen, was in der Nachfolge Christi möglich ist – fortwährende Erneuerung!“

Und die Herausgeber wünschen, dass dieser Band die Freude an der Gemeinschaft der Glaubenden fördert und stärkt – gerade auch in Krisenzeiten.

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news-2882 Mon, 01 Feb 2021 15:39:28 +0100 Maximiliane Kedaj – neue Pastorin Ökumenisches Forum HafenCity https://www.befg.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/maximiliane-kedaj-neue-pastorin/ BEFG-Pastorin Maximiliane Kedaj wird neue Pastorin im Ökumenischen Forum HafenCity. Maximiliane Kedaj wird neue Pastorin im Ökumenischen Forum HafenCity. Sie tritt die Nachfolge von Pastorin Corinna Schmidt an, die bis zum 31. März 2020 die Geistliche Leitung wahrgenommen hat. Maximiliane Kedaj ist Pastorin im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten) und arbeitet in der Friedenskirche Varel.
 
Die Mitgliedskirchen des Ökumenischen Forums HafenCity wählten Kedaj online in einer digitalen Mitgliederversammlung am 30. Januar. Sie tritt ihr neues Amt im Sommer 2021 an. Stephan Dreyer, Sprecher des Vorstands im Ökumenischen Forum erklärte nach der Wahl: „Mit ihrer offenen Art und ihrer Bereitschaft, Kirche zwischen Tradition und Innovation neu zu denken, wird sie viele Menschen in der HafenCity und in den Hamburger Kirchen gewinnen. Sie wird der Präsenz der Kirchen in der HafenCity ein Gesicht geben und das neue Konzept 2027 auch mit eigenen Ideen voranbringen.“

Das Ökumenische Forum HafenCity wird von einem Verein getragen, dem 21 Hamburger Kirchen und Gemeinden – darunter auch die „Baptisten in Hamburg“ – angehören. Mit dieser ökumenischen Vielfalt und seiner innovativen Ausrichtung ist das Ökumenische Forum weit über Hamburg hinaus im deutschsprachigen Raum bekannt.

„Mitten drin, um Leben zu teilen“  so lautet der Leitsatz des Engagements. Mit seiner Präsenz in der Hamburger HafenCity ist das Ökumenische Forum ein zentraler Ort für Menschen, die zukunftsweisende Formen von Kirche erproben wollen.

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news-2880 Wed, 27 Jan 2021 16:05:11 +0100 „Dich schickt der Himmel“ Gabriele Löding https://www.befg.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/dich-schickt-der-himmel/ Das digitale Format sorgte dafür, dass die Teilnahmezahl so hoch war wie noch nie: 350 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus Deutschland, Österreich und dem Libanon. „Eine Oase in der Corona-Wüste!“, so fasste jemand seinen Eindruck von der AmPuls-Konferenz am 23. Januar zusammen. Gabriele Löding, BEFG-Referentin für Diakonie, berichtet, wie sie die digitale Konferenz erlebt hat.

Die AmPuls-Konferenz fand zum ersten Mal ausschließlich online statt. Das digitale Format sorgte dafür, dass die Teilnahmezahl so hoch war wie noch nie. 350 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus Deutschland, Österreich und dem Libanon verfolgten über Zoom oder YouTube die Impulse zum Thema „Dich schickt der Himmel“. Verschiedene Menschen, die sich an unterschiedlichen Stellen für andere einsetzen, verdeutlichten dabei etwas von der Liebe Gottes, die sie erfahren haben und weitergeben. Außerdem hatte das Video zum Lied „Dich schickt der Himmel“, bei dem wer mochte im Vorfeld mitsingen konnte, auf der Konferenz seine Premiere. Das Lied wurde eigens für das BEFG-Jahresthema 2021/22 von Jan Primke und Jürgen Werth komponiert und hat echten Ohrwurm-Charakter. ###3_IMAGES###Torsten Hebel, Theologe, Kabarettist und Gründer der blu:boks Berlin, einer Einrichtung zur sozial-kulturellen Kinder- und Jugendförderung, nahm uns in seiner Bibelarbeit über 2. Mose 4 mit hinein in die biblische „Dich schickt der Himmel-Geschichte“ Moses. Mose erfährt am brennenden Dornbusch die Gegenwart Gottes. Gott beruft ihn, die Hebräer zu befreien, nicht mit Gewalt, sondern unter Gottes Führung. Sein Hirtenstab, sein Beruf als Hirte ist nicht die Berufung Gottes. Gott fordert Mose auf, ihn wegzuwerfen, und damit sein Bild von sich und seine Bedenken abzulegen. Aus dem Stab wird eine Schlange. Sie erinnert Mose an den Schmerzpunkt seines Lebens und er flieht vor ihr. Doch Gott fordert Mose auf, die Schlange zu ergreifen und sie verwandelt sich in den Stab Gottes. Hebel verdeutlichte sehr persönlich, dass Gott unsere Schmerzen, Schwächen und Brüche im Leben in Stärke verwandeln kann und will. In unserer Schwachheit kommt Gottes Stärke zur Wirkung. Er endete mit dem Gedanken: „Dich schickt der Himmel mit Deiner Geschichte. Deine Identität ist in Christus.“

Genauso bewegend war das, was Dr. Alia Abboud von ihrer Arbeit bei der Lebanese Society for Educational & Social Development (LSESD)  in Beirut erzählte. Die Herausforderungen im Libanon durch Krieg, Flucht, Vertreibung und in letzter Zeit durch Corona und die Explosion in Beirut sind riesig. Jeder Dritte in ihrem Land ist ein Flüchtling und viele davon sind Syrer, die ihnen eigentlich feindlich gesinnt sind. Doch Alia Abboud beschrieb, wie sie die Herausforderungen als Gelegenheit zum Dienen verstehen. Sie erzählte, wie in den Kirchen die Christen mit dem Blick auf Christus und sein Leben, nach und nach Angst und Hass überwunden haben, und Hilfen und Angebote für Geflüchtete entstanden. Dadurch wuchs das Interesse an Kirche neu und die Regierung, Verwaltung und Behörden haben die Arbeit der Kirche wahrgenommen, anerkannt und festgestellt, dass sie Hoffnung ins Land bringt. Um Hoffende zu bleiben, sei es wichtig, im Kleinen zu beginnen und die Augen auf Gott zu richten und nicht nur auf die Krise. Was sie im Land brauchen, so Alia Abboud, seien unsere Gebete für die Gemeinden im Libanon, für die Menschen dort, besonders für die Jugendlichen, dass sie nicht flüchten, sondern eine hoffnungsvolle Zukunft auch in ihrem eigenen Land sehen. Neben den Gebeten sind auch Spenden für die Arbeit über German Baptist Aid hilfreich. ###3_IMAGES###Pastorin Sam Mail, Referentin für die Arbeit mit Jugendlichen und Jungen Erwachsenen in der Bundesgeschäftsstelle des GJW, beschrieb in ihrem XTalk anschaulich, wie man bedeutungsvolle Momente schaffen kann. Sie ging der Frage nach, worauf es ankommt, damit Begegnungen, ob digital oder präsent, in Gruppen als bereichernd erlebt werden. Sie führte aus, dass es jemanden geben muss, der oder die sich im Vorfeld darüber Gedanken macht, was der Grund und Sinn des Treffens ist und mutig hinschaut, was gebraucht wird.

Dr. Björn Hirsch, Theologe, Pastoralreferent im Bistum Fulda und Gründer der Citypastoral Fulda, sprach zunächst über seinen eigenen Weg von der rechten Szene hin zur Kirche und zum Theologiestudium. Er bekam den Auftrag, jungen Menschen Kirche und Gemeinde näher zu bringen. Hirsch gründete einen ökumenischen Arbeitskreis, der sogenannte Base-Jugendgottesdienste gestaltete und später von der Stadt angefragt wurde eine Veranstaltung für sie auf großer Bühne anzubieten. Sein Fazit: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es, vertraut Gott und denkt nicht klein.

Katharina Haubold, Projektreferentin für Fresh X an der CVJM Hochschule in Kassel und beim Deutschen Fresh X Netzwerk e.V., plädierte dafür, dass sich Kirche neu auf die Suche machen muss, wo Gott im Ort schon wirkt. Jesus lernte vor seinem öffentlichen Wirken 30 Jahre die Sprache und Kultur. Er hörte zu, fragte nach und erzählte von seiner Verbindung zu Gott in Bildern, die auch die Menschen am Rand der Gesellschaft verstanden. Einen zentralen Weg sieht Haubold darin, zuzuhören und Fragen zu stellen. ###3_IMAGES###In Workshops zu unterschiedlichen Themen gab es die Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen und Kontakte zu knüpfen. Darüber hinaus wurde am Schluss das Video über ein Patenschaftsprogramm vom Verein „Wir gestalten“ gezeigt. Das Video hat den AmPuls-Videowettbewerb gewonnen. Mit einer Gebetszeit und dem Segen endete die Konferenz. Die Theologiestudentin Johanna Panter und Pastor Lukas Petschelt, die auf lebendige, kreative und persönlich ansprechende Weise durch das Programm führten, forderten die Teilnehmenden am Ende auf, das Gehörte in die Tat umzusetzen.

Es gab viele positive und begeisterte Rückmeldungen von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern: „Ihr seid dorthin gegangen, wo Gottes Herz schlägt – zu jedem nach Hause!“, „Vom Libanon lernen: Gemeinde ‚hat‘ keine Hilfsorganisation – sie IST Hilfsorganisation.“,  „Ermutigend auf das zu schauen, was geht: Weite, Barmherzigkeit und Dienst.“, „Die Bibelarbeit von Torsten Hebel war sehr inspirierend, ehrlich, offen und ermutigend.“, „Die Präsentationen waren professionell und gleichzeitig leichtgängig und sympathisch. Verschiedene Vortragsformate und Reaktionsmöglichkeiten. Gerne wieder digital, hybrid oder präsent.“ Teile der Konferenz stehen auf www.baptisten.de/ampuls zur Verfügung.

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news-2879 Wed, 27 Jan 2021 11:31:04 +0100 Zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar Julia Grundmann https://www.befg.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/zum-holocaust-gedenktag-am-27-januar/ Der 27. Januar ist Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Vor 76 Jahren wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Ausschwitz befreit. Seit 1996 ist deshalb der 27. Januar in Deutschland bundesweiter Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Auch die Baptistinnen und Baptisten jüdischer Herkunft, die Opfer des Nationalsozialismus wurden, sollen nicht vergessen werden.

„Die Ermordung von mehr als sechs Millionen Juden, an deren Folgen auch die Nachgeborenen zu tragen haben, verpflichtet uns, die Erinnerung an die Opfer des Holocausts wachzuhalten. Deshalb begrüßen wir die Einrichtung des Holocaust-Gedenktages am 27. Januar in Deutschland, dem Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz“, so heißt es in der Handreichung „Zum Verhältnis von Juden und Christen“, die 1997 im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) verabschiedet wurde.
Auch den Gemeinden des Bundes gehörten zur Zeit des Nationalsozialismus Menschen jüdischer Abstammung an, die während des zweiten Weltkriegs getötet wurden. Der Historische Beirat des BEFG hat eine Übersicht derjenigen erstellt, deren Namen heute bekannt sind und die im Holocaust ermordet wurden. „Die unvorstellbare Grausamkeit der staatlich angeordneten und systematischen Ausrottung von Menschen jüdischer Abstammung erschüttert noch viel mehr, wenn Namen, Geburtsjahre und Orte dahinterstehen, man die Nachkommen dieser Personen kennt und ihre Lebensgeschichte“, so BEFG-Generalsekretär Christoph Stiba. „Zugleich ist dieser Gedenktag die Mahnung an uns, heute jedem Rassismus und der Judenfeindschaft entgegenzutreten.“

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news-2878 Sun, 24 Jan 2021 16:14:00 +0100 „Konkretes Handeln am Nächsten und Wachsen im Geist“ Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ACK in Deutschland https://www.befg.de/aktuelles-schwerpunkte/nachrichten/artikel/konkretes-handeln-am-naechsten-und-wachsen-im-geist/ Mit dem zentralen Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen ist in Hamburg das Jahr der Ökumene 2021/2022 eröffnet worden. Hamburg/Frankfurt am Main. Mit dem zentralen Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen ist in Hamburg das Jahr der Ökumene 2021/2022 eröffnet worden. Zu dem Gottesdienst hatte die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland gemeinsam mit der ACK in Hamburg eingeladen. Erzpriester Radu Constantin Miron, der Vorsitzende der ACK in Deutschland, betonte in seiner Predigt, dass Glaube und Handeln für Christinnen und Christen untrennbar zusammengehören. Das Motto der Gebetswoche „Bleibt in meiner Liebe und ihr werdet reiche Frucht bringen“ aus dem Johannesevangelium drücke diesen Zusammenhang deutlich aus, so Miron in dem Gottesdienst, der um 17 Uhr in der Hauptkirche St. Petri in Hamburg begonnen hat.

Miron sagte, dies bilde die Grundlage dafür, dass sich die ACK in Deutschland im Jahr der Ökumene zum einen bei der Feier des ökumenischen Tags der Schöpfung engagiere oder sich für die Unterstützung nachhaltiger Projekte des Umweltschutzes einsetze. Zum anderen diskutiere die ACK auch über die theologischen Fragen von Abendmahl und Amt oder sei präsent auf dem 3. Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt, beschrieb Miron beispielhaft verschiedene Facetten der ökumenischen Arbeit. „Frucht bringen heißt also beides für uns: das ganz konkrete Handeln an unseren Nächsten und das Wachsen im Heiligen Geiste, das diesem Handeln zugrunde liegt“, so der ACK-Vorsitzende.

Christinnen und Christen aus den ACK-Mitgliedskirchen gestalteten den Gottesdienst. Musikalisch begleitet wurde er von Kantor Lukas Henke an der Orgel, von der Frauenschola des Hamburger Bachchores St. Petri unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Thomas Dahl, vom Ensemble des Kammerchors der Russischen Orthodoxen Kirche des Heiligen Prokop Hamburg unter Leitung von Irina Gerassimez und von der Lobpreisband des Mülheimer Verbands unter Leitung von Dimo Unverzagt.

Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher erinnerte in seinem schriftlichen Grußwort anlässlich des Gottesdienstes daran, dass in Hamburg Menschen aus 180 Staaten der Welt leben. „Die Vielfalt an Kulturen und Religionen, die sich gegenseitig respektieren, ist ein fester Bestandteil unserer weltoffenen und internationalen Metropole. Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, das interreligiöse Forum und viele Gläubige setzen sich dafür ein, dass Möglichkeiten der Begegnung, des Austausches und der Zusammenarbeit geschaffen werden. So finden sich die Grundsätze der Ökumene in vielen Bereichen unserer Stadtgesellschaft wieder. Wie vieles andere hat die Corona-Pandemie auch die Planungen zum Jahr der Ökumene durcheinandergebracht. Doch auch mit Abstand kann man zusammenstehen und Gemeinschaft erleben.“

„Wenn die Vielfalt der Kirchen zu einem ökumenischen Gottesdienst zusammenkommt, dann lebt Ökumene“, so Pastor Uwe Onnen, Vorsitzender der ACK in Hamburg. „Und wenn diese ökumenische Gemeinschaft zusammenkommt, um für die Einheit der Christ*innen zu beten, dann ist das Ausdruck von Vertrauen untereinander und Anerkennung des einen Glaubens an Jesus Christus. Ökumene ist daher konstruktive Versöhnungsarbeit und zeigt bis hinein in die Gesellschaft, es lohnt sich miteinander zu reden, aufeinander zu hören und miteinander Wege zu gehen. Es ist gut, dass wir als Kirchen diese Wege suchen, sie finden und dann auch gehen.“

Bischöfin Kirsten Fehrs, Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), sagte: „Ich freue mich, heute diesen ökumenischen Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen zu feiern – und zwar genau hier in der St. Petri-Kirche (unter dem achtsamen Blick des heiligen Ansgar, Brückenbauer per excellence), mitten in der Stadt und in der Gesellschaft. Gerade in diesen Zeiten, in denen die Pandemie Polarisierungen fördert, setzen wir damit auch international ein starkes Zeichen der Verbundenheit. Die Verstreuten zusammenzubringen, die Streitenden zu versöhnen, die Ängstlichen zu trösten und für die Nächsten nah und fern zu beten: das ist unser gemeinsamer Auftrag, über konfessionelle und religiöse Grenzen hinweg.“

„Dieser Gottesdienst ist in jedem Jahr ein Gedenkpunkt auf dem langen Weg, den wir seit vielen Jahrzehnten gehen“, sagte Weihbischof Horst Eberlein, Erzbistum Hamburg, „Er ermutigt und stärkt uns, den guten Weg zur Einheit weiter zu gehen. Gerade jetzt, wo die Coronakrise den Blick auf vieles andere verstellt, hilft er uns, einander wieder in den Blick zu nehmen. Er steht dafür, dass nicht jeder für sich allein betet. Wir haben den Auftrag, gemeinsam zu gehen.“

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